Das aktuelle Wetter Duisburg 1°C

Duisburg

Konjunkturpaket II: ein warmer Regen

20.02.2009 | 23:05 Uhr

FÖRDERUNG. Duisburg bekommt Zuschüsse in Höhe von fast 67 Millionen â?¬ - und hat Projekte für knapp 87 Millionen â?¬ auf der Liste.

Kommt im Rahmen des Konjunkturpakets II weg: das Kopfsteinpflaster an der Kammerstraße (Foto: Geinowski)

66,830 440 Millionen €: So viel Geld bekommt Duisburg peu à peu im Rahmen des Konjunkturpakets II überwiesen. Das ist in Zeiten klammer Kassen ein wahrer Segen. Aber das Geld darf nicht etwa zum Abbau von Schulden oder für irgendein unnützes Prestigeprojekt (was in einem Wahljahr nicht ganz unpraktisch wäre) verwendet werden, sondern nur ganz zielgerichtet. Darauf wies Oberbürgermeister Adolf Sauerland ganz ausdrücklich hin. Etwa zwei Drittel müssen für Bildung, der restliche Teil für Infrastruktur verwendet werden. Und: Es müssen zusätzliche Maßnahmen finanziert werden, die die Stadt nicht ohnehin schon geplant hatte oder zu denen sie rechtlich verpflichtet ist. Auch fachlich gibt es Vorgaben - förderfähig sind Energiesparmaßnahmen oder CO2-Minderung, Schallschutz und Verbesserung der Bildungsinfrastruktur.

Die Politik muss ganz schnell entscheiden

Die Politik muss jetzt in ganz kurzer Zeit über die Vorschläge der Verwaltung entscheiden. Am kommenden Donnerstag, 26. Februar, stimmen die ersten drei Bezirksvertretungen über die auf ihrem Gebiet liegenden Maßnahmen ab. Sie haben noch den Entscheidungsspielraum, eine Maßnahme gegen eine andere auszutauschen, allerdings innerhalb des ihrer Region liegenden Rahmens. Schon am Montag, 9. März, will der Rat dann abschließend über die Vorschläge abstimmen. Sauerland: "Danach bleiben uns 21 Monate Zeit, das Geld auszugeben." Denn bis zum Jahresende 2010 müssen die Maßnahmen fertig sein. Das muss die Verwaltung erst einmal bewältigen.

Die einzelnen Stadtbezirke werden je nach ihrer Einwohnerzahl bedacht. Der Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl kann mit bis zu 5,334 Millionen € rechnen, der Bezirk Mitte mit bis zu 12,7606 Millionen €. Insgesamt hat die Stadt auf ihrer Vorschlagsliste Investitionen in Höhe von 86,9093 Millionen €. Grund: Vielleicht stellt sich das eine oder andere Projekt als nicht förderfähig oder bis Ende 2010 als nicht verwirklichbar heraus, dann muss man nicht erst mühsam nach etwas Neuem suchen, sondern kann das nächste Projekt in Angriff nehmen.

CDU und Grüne begrüßten das Konjunkturpaket. CDU-Parteichef Thomas Mahlberg: "Erfreulich, dass 143 Einzelmaßnahmen über das gesamte Stadtgebiet verteilt werden." Und Bürgermeisterin Doris Janicki (Grüne) freute sich über eine historische Entscheidung.

Jetzt muss schnell gearbeitet werden. (WFK)

Facebook
 
Kommentare
21.02.2009
02:18
Konjunkturpaket II: ein warmer Regen
von muetze51 | #2

Und wieder ging die Innenstadt als Sieger vom Platz.
Das Geld sollte gleichmäßig verteilt werden.

20.02.2009
23:38
Konjunkturpaket II: ein warmer Regen
von Joe_Shortbone | #1

Schade, das das gigantische Zukunts-Schulden-Programm nicht den Bürgern direkt zu Gute kommt indem z.B. die Straßen und der ÖPNV auf Vordermann gebracht werden. So werden Schulden für die Zukunft aufgebaut und gleichzeitig die vorhandene Substanz weiter massiv vernachlässigt.

Ist ja schön wenn einige Schulen energetisch saniert werden, aber -mit Verlaub- der Volkswirtschaft bringt das wenig.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/792371/create

Umfrage
Nach der Abwahl von Duisburgs OB Sauerland - glauben Sie, dass Duisburg nun den Neuanfang nach der Loveparade-Katastrophe schaffen kann?

Nach der Abwahl von Duisburgs OB Sauerland - glauben Sie, dass Duisburg nun den Neuanfang nach der Loveparade-Katastrophe schaffen kann?

 
Neueste Aktivität
Aktuelle Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Lange Tradition
Kuriere
Fahrradkuriere gehören in Weltstädten wie New York oder London seit Jahrzehnten zum Straßenbild. Halsbrecherisch wirkt ihre schlängelnde Fahrweise. Besser noch als jedes Moped kommt ein Fahrrad durch den dichten Verkehr.
Tierische Kostüme gegen die Kälte
Karneval-Trends
Beim Duisburger Discounter Bodo Albes passt sich der Trend der Karnevalskostüme den Temperaturen an: Gekauft wird, was warm hält.