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Kongress zu Duisburger Loveparade-Katastrophe

03.12.2010 | 18:47 Uhr
Kongress zu Duisburger Loveparade-Katastrophe

Duisburg.Selbsthilfegruppe „MassenPanik Selbsthilfe e.V.“ und Internet-Portal „DocuNews.org“ kritisieren, dass wichtige Dokumente zur Loveparade-Katastrophe nicht veröffentlicht wurden. Um die Aufklärung voranzutreiben, organisieren sie einen Kongress.

Die Selbsthilfegruppe „MassenPanik Selbsthilfe e.V.“ und das Internet-Portal „DocuNews.org“ kritisieren, dass viereinhalb Monate nach der Loveparade-Katastrophe entscheidende Dokumente nicht offen auf den Tisch gelegt werden.

In Richtung der Stadtverwaltung Duisburg, des Veranstalters Lopavent und der Polizei als mögliche Mitverantwortliche des Desasters mit 21 Toten und über 500 Verletzten wird die Frage gestellt: „Bleibt die Wahrheit auf der Strecke?“

Kongress soll Suche nach Verantwortlichen vorantreiben

Diese These steht auch im Mittelpunkt eines Kongresses, den Jürgen Hagemann als Vorsitzender der Selbsthilfegruppe und Lothar Evers als Betreiber des Internet-Portals am Samstag, 5. Februar, von 10 bis 18 Uhr ins Konferenzzentrum „Der Kleine Prinz“ (Schwanenstraße 5-7) veranstalten wollen. Dieses Treffen soll gleich zwei wichtige Bereiche abdecken: Zum einen soll hier die Suche nach den Verantwortlichen vorangetrieben werden.

Die Unglücksnacht

Dabei sollen aber nicht nur relevante Detailfragen zur Sprache kommen (Wo ist der Bauantrag? Wieso gab es keine Beschallungsanlage und ausreichende Beschilderung? Wo war die vorgeschriebene und angekündigte bauliche Trennung der ankommenden und abreisenden Besucherströme auf der Unglücksrampe?). Lothar Evers bezeichnet dies als einen Tag der Wahrheitssuche. Aber natürlich weiß auch er, dass die staatsanwaltlichen Ermittlungen noch laufen – und sich deshalb fast alle Beteiligten auf Seiten von Stadt und Veranstalter selbst einen Maulkorb aufgesetzt haben.

Ein Tag der Opfer

Massenpanik an der Rampe zur Loveparade

Das Treffen soll auch ein Tag der Opfer und ihrer Angehörigen sein. Hagemann sagte gestern: „Wir wollen keinen Sündenbock, wir wollen endlich Aufklärung und Hintergründe.“ Bis heute hätte es nicht ein Vertreter der Stadtspitze geschafft, sich angemessen bei den Opfern für das Geschehene zu entschuldigen. „Es wurde viel über sie geredet, aber nie mit ihnen“, kritisiert Hagemann. Lob zollt er hingegen dem Land NRW. Hier sei über den Nothilfefonds schnell und unbürokratische finanzielle Hilfe geleistet worden. Jetzt hofft er, dass für alle Opfer in einem bevorstehenden zivilrechtlichen Verfahren eine außergerichtliche Einigung erzielt werden kann. Wichtig sei aber auch, dass in einem strafrechtlichen Prozess am Ende konkret Schuldige benannt würden. Hagemann: „Wir wollen, dass endlich, dass Verantwortung übernommen wird.“ 

Thomas Richter

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Kommentare
03.12.2010
21:46
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von altesocke | #10

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03.12.2010
21:39
Blockierter Kommentar.
von altesocke | #9

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.12.2010
21:29
Die Suche nach der Wahrheit
von turnaround | #8

Für manch eine Familie wird das Weihnachtsfest 2010 das wohl schlimmste Weihnachtsfest werden.
#7 von HeinzK. , am 03.12.2010 um 21:18

Stimmt, und OB-erkanteUnterlippe suhlt sich im Scheinfrieden von Großenbaum - dank seiner privaten Rentner-Eskorte und einer Schar herbei beorderter Kindergartenkinder. Ärmlicher gehts es kaum noch. Sein Bild in der WAZ war jedenfalls winzig im Vergleich zu früher. Warum wohl?

03.12.2010
21:18
Die Suche nach der Wahrheit
von HeinzK. | #7

@#6 von Badland , am 03.12.2010 um 20:55

Zu: Immer wenn ich den sehe denke ich an 21 Tote und viele, viele, Verletzte und Traumatisierte.
Das müsste doch jedem Menschen mit ein bisschen Gefühl so gehen!

Mit der Loveparade wollte Herr Oberbürgermeister Sauerland das Image der Stadt verbessern. Die Stadt wollte sich als weltoffene und junge Stadt zeigen. Bewußt suchten sich die Verantwortliche und die CDU-Duisburg das Jahr 2010 aus, weil die das Jahr der Kulturhauptstadt RUHR.2010 ist. Es sollten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.

Jede Kritik an die Loveparade wurde nieder gemacht und Kritiker zum Teil der Lächerlichkeit preisgegeben.

Die CDU-Duisburg (Herr Mahlberg, Herr Gerste (DMG) und Herr Rabe) setzten alles dran, damit das Spektakel stattfinden kann.

Die Opfer leiden an Trauma - so FR-Online

http://www.fr-online.de/panorama/opfer-leiden-an-trauma/-/1472782/4893768/-/view/asFirstTeaser/-/index.html

Für manch eine Familie wird das Weihnachtsfest 2010 das wohl schlimmste Weihnachtsfest werden.

03.12.2010
20:55
Die Suche nach der Wahrheit
von Badland | #6

Wenn ich so etwas lese wie in der Welt wird mir richtig schlecht.
Adolf S. redet sich seine Welt schön.
Davon haben 21 tote junge Menschen nichts, gar nichts.
Dieser Mann muss weg.
Immer wenn ich den sehe denke ich an 21 Tote und viele, viele, Verletzte und Traumatisierte.
Das müsste doch jedem Menschen mit ein bisschen Gefühl so gehen!

03.12.2010
20:26
Die Suche nach der Wahrheit
von HeinzK. | #5

Was stand noch mal am 11.10.2010 in der Welt?

Sauerland lächelt, sagt auf Wiedersehen, dann muss er weiter zum nächsten Termin. „Eine Stadt braucht einen solchen Repräsentanten. Wer soviel aushalten kann, ist ein Durchsteher“, sagt Manfred Stüdemann, der Vorsitzende des Vereins. „Am Ende des Jahres spricht keiner mehr drüber.“

http://www.welt.de/politik/deutschland/article10223978/Sauerland-Die-Loveparade-ist-allgegenwaertig.html

Nun, hier irrt Manfred Stüdemann, der Vorsitzende des Vereins Immersatt.

Es wäre nämlich wirklich ein Hammer gewesen, wenn Ende des Jahres keiner mehr über die Loveparade gesprochen hätte.

03.12.2010
19:58
Die Suche nach der Wahrheit
von wattearvolt | #4

Der Kleine Prinz liegt ja nur in Steinwurfweite vom Rathaus, und für die paar Stunden kann die Aufklärung innerhalb dieser ehrfürchtigen Mauern ja auch ruhen. Und die Leiterin der LOKALredaktaktion der RP braucht auch nur aus der Tür zu fallen, schon ist sie da.

03.12.2010
19:45
Die Suche nach der Wahrheit
von taosnm | #3

Tja, Herr Sauerland, jetzt mal Butter bei die Fische. Gut, wir wissen, dass Sie selbst weder etwas richtig noch falsch gemacht haben, denn sie haben ja nichts unterschrieben. Doch irgendwer hat die Unterschriften geleistet.

Für teures Geld haben Sie sich bestätigen lassen, dass die Stadt alles richtig gemacht hat. Dann dürfte doch einer Offenlegung aller relevanten Dokumente im Februarn ichts im Wege stehen, oder doch?

03.12.2010
19:34
Die Suche nach der Wahrheit
von PillepalleundNeugieriger | #2

Eine Entschuldigung ist in den Augen der Stadtspitze ein Schuldanerkenntnis. Und lt. Gefälligkeitsgutachten hat die Stadt keine Schuld.

Da wird nie eine Entschuldigung kommen.

03.12.2010
19:13
Die Suche nach der Wahrheit
von caruso2 | #1

Das kann man nur unterrstützen.

www.duisburg21.info

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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