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Orgel in der Mercatorhalle eingeweiht

Königin der Klänge

15.11.2009 | 18:16 Uhr

Ihre Majestät, die neue Orgel, hielt Einzug und lud Musikfreunde und Kenner am Sonntag zur Audienz. Dabei legte die Grande Dame der Instrumente keine Starallüren an den Tag, sondern zeigte sich ganz volksnah und hinterließ einen bleibenden Eindruck beim Publikum.

Zum Festakt kamen Ehrengäste wie Prof. Dr. Berthold Beitz, Vorsitzender der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und Dr. Ekkehard Schulz von Thyssen Krupp. Von links OB Adolf Sauerland, Berthold Beitz und die Seniorchefin der Firma Hermann Eule, Ingeborg Eule, bei der Orgelweihe Foto: Stephan Eickershoff

Nach dem festlichen Konzert zur Orgeleinweihung am Samstagabend öffnete die Mercatorhalle am Sonntag Tür und Tor für die Bevölkerung. Von 11 bis 17 Uhr lautete das Motto „Orgel für alle!”, der ganze Tag stand im Zeichen des einmaligen Neuzugangs.

In einem Galopp quer durch die Musikgeschichte interpretierten Organisten der hiesigen Orgelkommission Werke wie „Der Karneval der Tiere" von Camille Saint-Saëns, Konzerte aus dem Oeuvre Johann Sebastian Bachs oder Felix Mendelssohn Bartholdys.

„Das Programm reicht von Klassik über kindergerechte Werke bis hin zur Unterhaltungsmusik”, erläuterte Dr. Alfred Wendel, Intendant der Duisburger Philharmoniker. „Damit wollen wir den Besuchern zeigen, welches Potenzial dieses Instrument bietet.”

Die Besucher konnten die klanglichen Facetten entdecken und erhielten Hintergrundberichte über ihr technisches Innenleben und den Produktionsprozess. Bis zum krönenden Abschlusskonzert sollten über 10 000 Interessierte die Orgel begrüßt haben.

Unter den Besuchern auch Else Heißler: „Der Klang geht durch den Körper”, stellt die Musikliebhaberin fest. „Sie ist sicherlich ein Gewinn für Duisburg.” Auch Gerda Becker und Christa Goerdt aus Mülheim lockte die englische Townhall-Orgel in die Mercatorhalle. „Sie ist eine immense Bereicherung für den Konzertsaal und die Akustik des Raumes ermöglicht der Orgel ihre klangliche Entfaltung" so die beiden Freundinnen.

Auch die Duisburgerin Eva Kaewnetare ließ die Gelegenheit nicht aus, sich ein eigenes Bild zu machen: „Die Auswahl der Stücke hat mir sehr gut gefallen. Solche öffentlichen Veranstaltungen sollte es häufiger geben.” Zudem habe sie das Klangerlebnis auf den Geschmack gebracht: „Ich werde ganz bald in eines der Konzerte gehen.

Maria Romanski



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