Knüllermarkt in Duisburg stimmt sich auf Weihnachtszeit ein
20.08.2012 | 19:24 Uhr 2012-08-20T19:24:00+0200
Duisburg. Während draußen Hitzerekorde gebrochen werden, verwandelt sich der Knüllermarkt in Duisburg bereits zu einem wahren Weihnachts-Paradies. Dort wird momentan alles für die kommende Wintersaison vorbereitet. Die frühe Einstimmung auf das Fest der Liebe kommt jedoch nicht bei allen Kunden gut an.
Wer die Nase allmählich voll hat von überfüllten Freibädern , infolge übermäßigen Eisverzehrs schon über Magenschmerzen klagt und sich dennoch nach einer Abkühlung sehnt, ist derzeit im Knüllermarkt auf der Münzstraße gut aufgehoben.
Dort tropft nämlich der Kunstschnee von der Berghütte und wünschen dynamische Rentiere ein „Frohes Fest“. Da hängen gigantische Eiskristalle neben neckischen Weihnachtsmännern und tummeln sich Eisbären in einer Gletscherlandschaft. Während draußen Hitzerekorde aufgestellt werden, entsteht dort Schritt für Schritt ein Winterwunderland.
Die Optik wirkt
„Die erste Ladung mit weihnachtlichen Dekoartikeln kam schon vor zehn Tagen. In den nächsten sechs Wochen werden wir die untere Etage komplett umgestalten“, erklärt Geschäftsführerin Petra Manoah und deutet beinahe verlegen auf die bunte Herbstware, die „noch“ verfügbar, jedoch bald komplett von Christbaum und Co ersetzt werde.
Die Optik wirkt. Wer durch die verschneite Szenerie aus Mistelzweigen und tanzenden Schneemännern schlendert, den fröstelt’s wahrlich schon nach kurzer Zeit. Dass die kühle Brise dabei von einem Ventilator stammt, in dessen Windhauch fleißige Mitarbeiterinnen das Winterparadies um eine weitere Berghütte erweitern, ist an dieser Stelle ein garantiert unwichtiges Detail.
Manche Kunden sind amüsiert
„Wir sind es ja gewohnt, im Trägertop die Winterdeko aufzubauen“, sagt Nazike Gül-Zözer und lacht. Sie arbeitet schon seit 14 Jahren im Knüllermarkt und findet es genauso normal, im August den Weihnachtsschmuck zu präsentieren, wie im Januar die Osterhasen auszupacken. Ob einige Kunden angesichts der festlichen Gestaltung schmunzeln müssen? „Klar, es gibt Kunden, die sich über Adventskränze im Hochsommer amüsieren. Es gibt aber auch ebenso Käufer, die schon im Juli nach Weihnachtsartikeln fragen“, weiß Gül-Zözer aus Erfahrung..
So wie etwa die Großmutter der 7-jährigen Jana. „Meine Oma plant jetzt schon, wie sie ihren Balkon mit Lichterketten schmücken möchte“, berichtet die Schülerin.
"Irgendwie komisch"
Sie selbst hingegen findet das winterliche Warenaufgebot „irgendwie komisch“, kehrte sie doch gestern erst heim aus ihrem Sommerurlaub an der Nordsee . Auch ihre Mutter Indra Hofstätten hält den Anblick für befremdlich: „Ich bin nicht ganz so im „Dekowahn“ wie meine Schwiegermutter. Mit weihnachtlichen Verzierungen beschäftige ich mich immer erst kurz vor dem ersten Advent.“
Kundin Petra Köprich bedauert, dass der Einzelhandel sich immer so früh auf die Festtage einstelle. „Da gerät bei den Kindern doch der ganze Rhythmus durcheinander. Und die Vorfreude geht auch verloren“, bemerkt sie.
Dass die Produkte bei aller Hitze originell und das Arrangement der Ware liebevoll wie immer daherkomme, lasse sich allerdings auch im August nicht leugnen.

18:26
Ihr habt doch alle einen Knall.
Weihnachten, Weihnachtswerbung und Weihnachtsberichterstattung im Hochsommer.
Knallermarkt wäre treffender.
18:12
Es sind doch nur noch 125 Tage bis hl.Abend
18:01
Endlich, ich schau Schokoweihnachtsmännern immer so gern beim Schmilzen in der Sonne zu. Schokolade ist bei dem Wetter in jeder Beziehung das Nonplusultra.
17:48
Haben die auch einen silbrig gekleideten, rotwangigen Engel, der immer "Frieden" flüstert?
Mal ehrlich, mein Sohn wollte sich neulich noch eben schnell eine Wasserpistole kaufen. Wir waren u. a. im Tedi. Nix. Aber was prangte uns dort in schönstem Rot-Weiß entgegen?
Falsch! Keine Fan-Artikel eines Essener Viertligisten. Nein. Es waren Nikolausmützen und sonstiges Weihnachts-Deko-Zubehör. Mitte August. Das tut doch nun wirklich nicht Not.
17:44
Hat der Knüllermarkt in Duisburg nicht eh immer Weihnachtsartikel? Wenn ich an dem Laden mal vorbei gegangen bin, grinste mich immer ein Weihnachtsmann an, sah ich Lametterschlangen oder sonst so ein Kram, den eh keiner braucht.
Kann jetzt auch daran liegen, dass ich eher selten in Duisburg bin, aber ich bin nicht nur zur Vorweihnachtszeit dort... naja, ist auch egal, es ist bald 40 Grad und bald haben wir die Wintermode im Klamottenladen, ist genauso krank.
Letztes Jahr hatte ich einen Handschuh verloren und wollte mir ein neues Paar kaufen... na das war ein Gelaufe im Winter - überall waren schon die Frühjahr- und Sommersachen. Der Verkäufer musste lange suchen und kramen bis man bei Eis und Schnee mal Handschuhe bekommt.
Da kann man auch schreiben "die spinnen, die Einzelhandelsverkäufer", oder wer immer sich so ein Blödsinn ausgedacht hat, will ja keinen unschuldig angreifen ;-).
Jo das mit den Handschuhen hab ich auch erlebt. "Nee die sind schon alle weg". Wo leben wir hier? In der DDR? Wenn ich Handschuhe will krieg ich Handschuhe und wenn ich Bananen will samtags abends um 23:30 krieg ich Bananen.
[Entfernt von Moderation - Doppelpost]
17:36
"Die spinnen die Römer" ;) Mich sieht der Markt garantiert nicht vor Mitte November -;-
Doch dann bekommt man dort eher die Ostersachen als die Weihnachsdeko....