Kleinkunsttheater „Säule“ punktet mit Konzertabenden

Frederik Kösterschlägt ungewöhnliche Töne an.
Frederik Kösterschlägt ungewöhnliche Töne an.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Auf dem Programm bis zum steht viel Jazz, aber auch Alternative-Rock. Weitere überraschende Variationen sind dabei. Am 24. Januar geht’s weiter.

Duisburg.. Gleich das erste Konzert im diesjährigen Musikprogramm des Kleinkunsttheaters „Die Säule“ war ein Erfolg: Violinistin Yana Gottheil und Pianist Kai Schumacher begeisterten vor vollem Haus. Bis zum Sommer sind noch 14 weitere Konzertabende an der Goldstraße geplant, und die stecken voller Jazz und Weltmusik, Alternative-Rock und Ska, Reggae-Beats und Beatbox.

Bereits in der kommenden Woche geht die Reihe „SäuleJazz“ in die nächste Runde. Am Samstag, 24. Januar, schauen drei Musiker in Duisburg vorbei, die sonst im Essener Katakomben-Theater auf der Bühne stehen: Kazim Calisgan (Gesang, Kopuz, Percussion), Jens Pollheide (Flöte, Bass) und Fethi Ak (Percussion). Sie bilden das Transaesthetics Trio, das sie in ihrer Heimat an jedem Montag um Gastmusiker erweitern und sich so durch verschiedene Genres bewegen. Ihre Experimentierfreude behalten sie aber auch bei Auftritten als Trio bei. Der Eintritt kostet 11 Euro.

Workshop zum Frauentag

Ebenso wenig auf eine Richtung festlegen wollen sich Lost in Lucy, die am 6. März in der „Säule“ spielen (10 Euro). Die Band bewegt sich zwischen Alternativ-Rock, Funk und Ska – und dabei kann es gerne auch schon mal lauter werden. Im Mittelpunkt steht der Gesang von Frontfrau Lika, weshalb hin und wieder Vergleiche mit den Guano Apes, Skunk Anansie oder No Doubt gezogen werden.

In Vorgriff auf den Internationalen Frauentag am 8. März besuchen am Vorabend zwei Sängerinnen aus Duisburg die „Säule“. Den Anfang macht um 19.30 Uhr Simone Helle mit ihrem Programm „Soulpieces“, bei dem sie der Pianist Marc Brenken begleitet (11 Euro). Um 21.30 Uhr beginnt ein Abend mit Anja Lerch unter dem Titel „Welcome to my world“ (13 Euro). Sie spielt ihre Lieder mal solo am Klavier, mal wird sie von einer imaginären Band unterstützt, mal gibt sie sich ernst, mal zerbrechlich, viel Humor ist außerdem dabei. Am Internationalen Frauentag kommt Anja Lerch erneut in die „Säule“ und gibt einen Vocal-Workshop für Frauen (50 Euro mit Einzel-Coaching, 25 Euro ohne). Die Schwerpunkte sind allgemeine Basics, optimale Nutzung der individuellen Räume, Sound (etwa die Atmung) sowie praktische Tipps für den täglichen Gebrauch. Anmeldung per E-Mail: anja@anjalerch.de.

Kein Eintritt am 11. Mai

Viele kreative Geister überprüfen sich alle paar Jahre selbst und machen sich auf die Suche nach neuen Inhalten. So ist es auch Frederik Köster ergangen, der am 21. März in der „Säule“ spielt (12 Euro). Das neue Album des Trompeters trägt nicht umsonst den Titel „Die Verwandlung“. Der Kölner bringt eine neue Band mit, einen neuen Sound und eine neue Philosophie. Von Kafkas Romantitel inspiriert, sind seine neuen Stücke voller Verweise auf die Literatur, von Allen Ginsberg bis Haruki Murakami.

Eine neue CD hat auch das Frank Sichmann Trio vorgelegt, das am 25. April in der „Säule“ zu Gast ist (12 Euro). Neben Jazz erwarten den Hörer auch Ambient-Sounds, Rock, Country-Motive und Bebop.

Auf Eintritt wird am 11. Mai in der „Säule“ verzichtet: Das Horst Hansen Trio erspielt sich seine Gage mit einem „Hutkonzert“. Dabei gibt es gleich eine Überraschung: Das Trio ist eigentlich ein Quintett, das den Jazz tanzbar macht mit Reggae-Beats und Polka, dabei aber nie die hohe musikalische Qualität verliert. Die Inspirationen für ihre wilde Mischung sammelten sie auf einer gemeinsamen Weltreise. Und die lässt sich in dieser Saison schließlich auch musikalisch in der „Säule“ im Dellviertel erleben.