Kita-Streik am Donnerstag

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft am Donnerstag, 9. April, in Duisburg zu einem weiteren ganztägigen Warnstreik der städtischen Beschäftigten in Sozial- und Erziehungsberufen auf. Betroffen sind die Einrichtungen der Stadt Duisburg. Insbesondere sind dies die sozialen Einrichtungen und die Kinderbetreuungseinrichtungen. Betroffene Eltern erfahren in ihren Kindertageseinrichtungen, wo es Notgruppen zur Betreuung gibt. Nach Mitteilung der Stadt werden 60 Einrichtungen bestreikt. Die Stadt hält 25 Notgruppen mit insgesamt 600 Plätzen in allen Stadtbezirken bereit.

„Verdi ruft auch an diesem Streiktag alle Berufsgruppen im Sozial- und Erziehungsdienst zur Arbeitsniederlegung auf. Das sind unter anderem Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen, Leitungskräfte, Kindheitspädagoginnen, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Heilpädagogen, Heilerziehungspfleger und einige weitere mehr“, erklärt Detlef Sell, zuständiger Gewerkschaftssekretär.

Nicht zum Streik aufgerufen werden Beschäftigte der Wohlfahrtsverbände wie der Arbeiterwohlfahrt (AWO) oder des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), kirchlicher Träger wie der Caritas oder der Diakonie sowie sämtlicher freier Träger. Für diese Beschäftigten ist der Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst zwar die Leitwährung, für sie werden aber im Moment noch keine Aufwertungsverhandlungen geführt.

Die Streikenden treffen sich ab 8.30 Uhr vor dem Duisburger Hauptbahnhof. In Düsseldorf, vor dem Ort der Tarifverhandlung, wird anschließend demonstriert.