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Ermittlungen

Kinderpornos auf Lehrer-PC – Staatsanwaltschaft ermittelt

09.01.2012 | 18:41 Uhr
Kinderpornos auf Lehrer-PC – Staatsanwaltschaft ermittelt
Ein Lehrer des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums in Duisburg-Marxloh soll sich kinderpornografische Dateien aus dem Internet auf seinen PC heruntergeladen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. FotoPool: Friedhelm Geinowski

Duisburg.   Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Studienrat des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums in Duisburg-Marxloh. Der Lehrer soll kinderpornografische Daten auf seinem privaten Rechner gespeichert haben. Gerüchte soll es zuvor nur unter den Schülern gegeben haben.

Die Duisburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Lehrer des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums in Marxloh. Er steht unter dem Verdacht, kinderpornografische Dateien auf seinem Computer gespeichert zu haben. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Detlef Nowotsch am Montag der NRZ. Konkretere Angaben zu dem Fall will die Staatsanwaltschaft nicht machen.

Nach NRZ-Informationen soll der Studienrat bereits seit längerer Zeit nicht mehr an dem Gymnasium unterrichten. Die Schulleitung soll von der Staatsanwaltschaft über den Verdacht informiert worden sein und dann die Bezirksregierung in Düsseldorf als zuständige Aufsichtsbehörde informiert haben.

Der Lehrer soll die illegalen Dateien privat gespeichert haben, die Schule soll nie mit den Daten in Berührung gekommen sein. Auch der Hinweis an die Ermittlungsbehörden soll nicht aus dem Umfeld der Schule gekommen sein. Weder Schulleitung noch Bezirksregierung wollten sich auf Nachfrage zu den Vorwürfen gegen den Lehrer äußern.

Lehrer vom Unterricht abgezogen

„Ich habe von diesen Ermittlungen erst am Freitag erfahren“, sagte der Schulpflegschaftsvorsitzende Burkhard Klein. Er habe zwar gewusst, dass der Lehrer schon länger nicht mehr zum Unterricht erschienen sei. Der Grund sei ihm aber bislang nicht bekannt gewesen. Gerüchte soll es zuvor offenbar nur innerhalb der Schülerschaft gegeben haben. Nachdem jetzt die Tatsache die Runde machte, dass die Staatsanwaltschaft ermittelt, hatten sich viele Eltern mit Nachfragen bei der Schule gemeldet.

„Es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung“, so Elternvertreter Klein. „Ich begrüße es aber, dass der Lehrer sofort nach Bekanntwerden des Verdachts vom Unterricht abgezogen wurde. Sowohl aus der Fürsorgepflicht gegenüber des Beschuldigten, als auch gegenüber der Kinder. Sollte sich der Verdacht bestätigten, könnte er ohnehin nicht mehr unterrichten“, sagte Klein.

Ingo Blazejewski

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