Keine Sexsteuer-Automaten auf Duisburgs Straßenstrich
01.09.2011 | 17:04 Uhr 2011-09-01T17:04:21+0200
Duisburg. Für den Duisburger Straßenstrich am Kaiserberg sind keine Automaten geplant, an denen Prostituierte ihre Sexsteuer bezahlen müssen. Ein entsprechendes Modell der Stadt Bonn werde nicht übernommen.
„Das macht für Duisburg keinen Sinn“, sagte ein Sprecher der Stadt Duisburg. Die Situation des Straßenstrichs am Kaiserberg sei anders als in Bonn.
Dort gebt es sogenannte Verrichtungsboxen, also festgelegte Bereiche für den Straßenstrich. Der Duisburger Rastplatz Monning sei damit nicht vergleichbar. Die Stadt Bonn hatte zum Beginn der Woche Automaten aufgestellt , an denen Prostituierte für sechs Euro ein Ticket ziehen müssen.
Dafür dürfen sie eine Nacht lang ihre Dienste anbieten. In Duisburg müssen Prostituierte dagegen weiterhin eine monatliche Steuererklärung abgeben. Pro Kalendertag zahlen auch sie sechs Euro Steuern für das „Angebot sexueller Handlungen gegen Entgelt“. (vel)
22:27
Lachschlapp! Aber natürlich geben die Damen des horizontalen Gewerbes monatlich korrekte Steuererklärungen ab, in denen sie ihre Einnahmen wahrheitsgemäß deklarieren. Auch ihre Zuhälter werden ihre Einnahmen aus diesem Geschäft bis auf den letzten Heller versteuern (Ironie aus). Die einzigen Trottel, die ihre Steuern auf Euro und Cent entrichten müssen und damit politische Aktionen finanzieren, die sie selbst nie gutheißen würden, sind die unglückseligen, abhängig beschäftigten Besitzer einer Lohnsteuerkarte, deren Einkommensverhältnisse so transparent sind wie der Inhalt einer Mineralwasserflasche.