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Loveparade

Kein zweites Bochum

02.10.2009 | 18:53 Uhr

Duisburg erspart sich die Bochumer Blamage und zieht die Loveparade durch.

Mit dem Aurelis-Signal, das Areal hinter dem Hauptbahnhof zur Verfügung zu stellen, wurde gestern eine wichtige Hürde genommen. Verzicht wäre verrückt. Und der Imageschaden beträchtlich.

Uns allen sollte klar sein: es geht nicht allein um Duisburg und um den Ruf unserer Stadt. Vielmehr kann sich das Ruhrgebiet ein zweites Bochum nicht erlauben. Zu viel steht auf dem Spiel, als dass die Region auf dieses Mega-Event im Kulturhauptstadtjahr 2010 verzichten könnte.

Selbstverständlich wird die Loveparade zu einer logistischen und organisatorischen Herausforderung führen. Essen hat jedoch trotz vieler Bedenken gezeigt, dass das Techno-Spektakel zu stemmen ist.

Es bleibt noch genügend Zeit, um die Riesenparty vorzubereiten. In den nächsten Wochen sind die Details zu klären, nachdem mit der Freigabe des Geländes der künftigen „Duisburger Freiheit” hinter dem Hbf die grundsätzliche Voraussetzung geschaffen wurde.

Sicherheitsfragen hängen ganz wesentlich vom Zugverlauf ab. Um die optimale Strecke zu finden, bedarf es einer engen Zusammenarbeit der Fachbehörden. Ganz wesentlich wird der Erfolg der Veranstaltung davon abhängen, wie die Bahn die vielen hunderttausend Techno-Fans „abfertigen” wird. Die schnelle An- und Abreise der Massen muss gewährleistet sein.

Die Baustelle an der A 59 macht die Durchführung des Techno-Rummels nicht einfacher. Auch hierauf muss es frühzeitig eine Anwort der Organisatoren geben.

Die Stadtspitze hat stets signalisiert, dass sie die Loveparade im Kulturhauptstadtjahr 2010 durchführen möchte. Besonnenheit war im Spiel, als die Stadt nicht bereit war, nach dem überraschenden Bochum-Flop spontan für die Westfalen einzuspringen. Das hätte nur ins Auge gehen können.

Noch bleibt genügend Zeit, sich zu präparieren, damit die Techno-Party unvergessen bleibt.

Wolfgang Gerrits

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