Kein Verständnis für Reaktion der Bahn

Lothar Ebbers, Pressesprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn in NRW, hat für die Reaktion der Bahn im Fall von Elisabeth Köllner kein Verständnis. Natürlich dürfe sich niemand mutwillig mit einem Ticket für die zweite einfach so in die erste Klasse setzen. Aber angesichts solcher Umstände dürfe dies nicht gelten. Er wisse aus eigener Erfahrung, wie regelmäßig überfüllt vor allem der mitunter auch mit zu wenigen Wagen ausgestattete Regional-Express 1 in der Zeit nach 18 Uhr sei .

„Ich weiß aber auch, dass Bahnkontrolleure gerade in diesen Situationen besonders solche Fahrgäste auf dem Kieker haben und keine Kulanz anwenden“, so Ebbers. „Das ist leider immer wieder festzustellen.“

Nach einem bei der Bahn erfolglosen schriftlich formulierten Widerspruch gegen das Bußgeld empfiehlt der Pro-Bahn-Sprecher, die Schlichtungsstelle Nahverkehr in Düsseldorf einzuschalten. „Niemand weiß natürlich, wie der einzelne Fall ausgeht, aber Chancen auf eine Ermäßigung sehe ich schon.“