Kein Stadtteil stimmte für Sauerland
13.02.2012 | 18:33 Uhr 2012-02-13T18:33:00+0100
Duisburg.41,6 Prozent der Wahlberechtigten Duisburger haben am Sonntag – und schon vorher per Briefwahl – ihre Stimme für oder gegen Adolf Sauerlands Abwahl abgegeben. Eine niedrige Wahlbeteiligung, aber nur auf den ersten Blick.
Traditionell ist der Besuch der Wahllokale in Duisburg niedriger als in vielen anderen Städten, und ebenso traditionell gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Stadtteilen.
Am Sonntag gingen beispielsweise in Marxloh nur 20,8 % der Wähler zur Stimmabgabe, im Kommunalwahlbezirk Dellviertel-West/Hochfeld-Nord waren es auch nur 25,4 % und in Beeck/ Bruckhausen 28,5 %.
Beteiligung an Abwahl
„Musterknaben“ waren dagegen die Wähler im Bezirk Wedau/ Bissingheim/ Großenbaum-Nord mit 53,5 % Wahlbeteiligung, gefolgt von Buchholz mit 53,1 % und Duissern mit 52 %.
Zum Vergleich die Beteiligung an den Kommunalwahlen im August 2009: Ganz vorne rangierten damals Buchholz (60,7 %), Großenbaum-Süd/ Rahm (58,4 %) und Duissern (57,3 %), Schlusslichter waren Marxloh (26,7 %), Beeck/ Bruckhausen (31,2 %) und Dellviertel-West/ Hochfeld-Nord. Die Bilder gleichen sich also weitgehend.
Artikel, Fotos, Videos und ausgewählte Beiträge zur Loveparade in Duisburg und den Folgen – etwa zur Abwahl von Adolf Sauerland als OB und dem politischen Neuanfang in Duisburg – finden Sie auf unseren fünf Spezialseiten.
Dass die Beteiligung am vergangenen Sonntag niedriger war – wenn auch nicht signifikant – dürfte demnach vor allem zurückzuführen sein auf die mangelnde Neigung von den Sauerland-Befürwortern, überhaupt an diesem Abwahlverfahren teilzunehmen.
Kein Überwiegen der Sauerland-Befürworter
Durchgängig ist in allen Stimmbezirken ein Verhältnis von etwa 1:5 bis 1:6 zwischen Sauerland-Wählern und Sauerland-Abwählern festzustellen. Ein Überwiegen der Sauerland-Befürworter gab es in keinem einzigen Teil der Stadt.
Augenfällig wird das in jenen Kommunalwahlbezirken, die 2009 Hochburgen der Union waren. In Buchholz mit 43,9% CDU-Wählern stimmten am Sonntag 5401 Wählern gegen den OB, 985 für ihn. Dellviertel-West/ Hochfeld-Nord mit 43,7 % CDU-Wählern kam bei 1606 Stimmen gegen Sauerland auf 358 für ihn. Ähnlich Baerl/ Alt-Homberg-Nord/ Hochheide-Nord (40,5 % CDU): 4062 Stimmen gegen, 712 für Sauerland.
In SPD-Hochburgen wie Beeck/Bruckhausen oder Laar/ Beeck-West/ Beeckerwerth sah es nicht grundsätzlich anders aus, nur in Rheinhausen-Mitte/ Hochemmerich-Süd war der Abstand besonders deutlich: 2554 zu 306.

11:42
Ich kann eh nicht verstehen, wie eine Partei, die das Wort Demokratie im Namen trägt, überhaupt auch nur dazu aufrufen DARF, eine Demokratische Wahl/Abstimmung/Entscheidung zu boykottieren. In meinen Augen ein Skandal. Verstößt das nicht gegen die Verfassung? Zumal das Wort Boykott ja auch gefallen ist, und nicht das Wort "Enthaltung"!
Für mich mittlerweile ein Grund mehr, von einigen, diese Partei nie wieder zu Wählen, solange keine großen grundsätzlichen änderungen erfolgt sind! VD
11:28
Hat da die Partei dem Abgewählten einen letzten Bärendienst erwiesen, indem man dazu aufgerufen hat, die Abwahl zu boykottieren?
11:26
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09:30
Die üble Anbiederei an die Türken, bzw. Moslems dieser Stadt hat wohl ihre Spuren hinterlassen.. Im Wahlbezirk Marxloh waren die meisten Stimmen für Sauerland, insgesamt 20,56%, zu verbuchen.
Irgendwie kein Wunder hat Ihnen unser lieber Herr Sauerland doch eine überdimensionale Moschee hingestellt. Gerüchten zufolge soll sich Herr Sauerland zu seiner türkischstämmigen Freundin verzogen haben.
09:09
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das dort lebende Klientel interessiert sich nicht für u n s e r e Belange, Politik oder sonstwas hier.
Hauptsache sie genießen hier alle, vor allem "finanzielle" Vorteile die man in Deutschland - wie in sonst keinem anderen Land - bekommen kann!
bei dem Klientel in diesem besagten Stadteil will man von u n s e r e n Belangen nichts wissen.
Hauptsache sie wissen, wie es in keinem anderen Land möglich ist, was hier vor allem, "finanziell" für Vorteile zu genießen sind!
01:16
Dass das Verhältnis der abgegebenen Stimmen so eindeutig ausgefallen ist, hängt offensichtlich mit dem Wahlboykott-Aufruf der CDU zusammen.
Bei einem Wahl-Aufruf dieser Partei wäre das Verhältnis "Ja" zu "Nein" sicherlich anders ausgefallen.
Herr Mahlberg ist mit seiner Absicht grandios gescheitert. Hier meine These:
Die CDU hatte damit spekuliert, dass das Quorum nicht erreicht werden würde. Realistisch wäre aber gewesen, dass - selbst bei einer Wahl-Unterstützung der CDU - eine deutliche Mehrheit sich gegen AS ausgesprochen hätte. Ein Verbleib AS´ als OB wäre dann rechtlich zwar korrekt gewesen, mit einer Wähler-Mehrheit gegen sich schwierig umsetzbar.
Also wurde zu einem Wahlboykott aufgerufen, mit dem Hintergedanken, die Nichtwähler als Sauerlandfreunde zu vereinnahmen. Im Nachhinein ein tolles Eigentor.
Für Herrn Mahlberg wird die Luft in seiner Partei damit in jedem Fall dünner. Jetzt kann er (gemeinsam mit Petra Vogt) zeigen, dass er Charakter hat und zurücktreten - bevor er den Stuhl vor die Tür gesetzt bekommt. Die CDU kann sich diesen Ortsvorsitzenden nicht mehr leisten.
19:05
Also hat auch die türkische Propaganda in Marxloh nichts gebracht.
Und wie #1 erwähnt sollten auch die anderen unsäglichen Figuren entsprechende Konsequenzen erhalten. Wobei diese Selbstreinigung für die CDU nur durch einen Aufstand der Anständigen erfolgen kann.
Rubicone,
so ähnlich wollte ich auch schreiben.
Da hat die Aktion mit der Hürriyet wohl auch nichts gebracht, wie so viele Dinge, die der glücklose a.s. angepackt hat.
18:49
Endlich ist dieser grausame Spuk durch einen vebrlendeten Menschen vorüber...
Erst hat er "alles" gewollt, dann hat er "seine" Verwaltung im Regen stehen lassen, nicht die "Größe" gehabt, sich bei den Opfern aufrecht und ehrlich zu entschuldigen und dann diese elende Salami-Beleidigungs-Verzögerungs-Taktik....
Gut dass die Duisburger Bürgerschaft sehr, sehr deutlich gezeigt hat, dass so etwas nicht ohne Folgen bleiben kann!
Zu einem echten Neuanfang für die CDU in Duisburg wird das Ganze aber erst, wenn auch der Kreisvorsitzende Mahlberg und die Fraktionsvorsitzende Vogt vorbehaltlos und sofort von ihren Ämtern zurücktreten! Beide haben Sauerland zu dessen starrsinniger Haltung gedrängt, weil ihnen wohl bewusst war, dass sie mit "ihrer" CDU in Duisburg eben nur durch den OB und somit am Rat (in dem sie keine Mehrheit haben) vorbei noch Politik machen konnten. Dass haben sie eifrig genutzt und deshalb brauchten sie Sauerland als OB, koste es was es wolle...
Deshalb: Treten Sie bitte zurück, dann hat nicht nur Duisburg, sondern auch die CDU in Duisburg eine Chance für den dringend notwendigen Neuanfang. Nur ein rot-rot-grünes Bündnis allein wäre für diese Stadt viel zu wenig.......
Herr Mahlberg ist doch schon auf Schleimtour,der hat auch nichts begriffen.