Kein neues Einkaufs-Zentrum in Duisburg-Hamborn
14.12.2012 | 17:36 Uhr 2012-12-14T17:36:00+0100
Duisburg. Der Traum vom Altmarkt-Center in Hamborn ist geplatzt. Wie die Stadt Duisburg am Freitagabend mitteilte, hat sich der Investor aus Düsseldorf, die ITG – Immobilen Treuhand Gesellschaft – verabschiedet. Begründung: Es gebe keine rechtlich gesicherte sowie städtebaulich und wirtschaftlich tragfähige Konzeption für das Einzelhandelsvorhaben.
Steigerung der Einkaufsqualität
Der Werbering Hamborn , der das Projekt stets wohlwollend begleitete, weil man sich eine Steigerung der Einkaufsqualität in Hamborn davon versprach, bedauert das Aus sehr. „Wir hoffen, dass sich ein anderer Investor findet, der das Zentrum baut“, sagte der Chef der Kaufmannschaft, Thomas Hellbach, auf Anfrage der Redaktion.
Intensiv um den Standort bemüht
Die ITG hatte sich intensiv um den Standort Hamborn bemüht, wollte das Areal rund um den Marktplatz großflächig umgestalten. Die Bezirkspolitik war ebenfalls begeistert und staunte nicht schlecht, als der Investor seine Einkaufsmeilen in Borken und Bocholt präsentierte. Auf diese Gesellschaft setzte man in Hamborn deshalb so gerne, weil sie Einkaufscenter nicht nur baut und dann an fremde Betreiber weitergibt. Vielmehr managt die ITG ihre Shopping-Paläste selbst. Außerdem geht sie auf örtliche Besonderheiten ein, sprich: Sie nutzt auch vorhandene Bausubstanz.
Immer noch keine Planungsicherheit gegeben
Das sollte in Hamborn (teilweise) geschehen, allerdings gab es einige Kritik von Anwohnern, die ihre Häuser nicht verkaufen wollten. Außerdem steht die denkmalgeschützte Rot-Kreuz-Villa im Weg.
Da nach mehrjähriger Planung immer noch keine Planungssicherheit gegeben ist, machte ITG nun einen Rückzieher. Baudezernent Karsten Tum: „Wir bedauern, dass sich die geplante Stärkung des Zentrums rund um den Altmarkt nicht so schnell umsetzen lässt.“
Die Idee, ein Einkaufscenter dort anzusiedeln, wolle die Stadt Duisburg aber damit nicht zu den Akten legen.

20:33
Gott sei Dank bleibt unser dieses schwachsinnige überflüssige Einkaufszentrum (voerst) erspart.
Ein betroffener Anwohner.
Dann aber auch nicht jammern, mit Hamborn ginge es immer weiter bergab.
18:49
da hat hamborn aber glück gehabt !
16:06
zu 3 Ich brauche so ein Center auch nicht und hätte es auch sehr traurig gefunden,
wenn dafür alte schöne Häuser abgerissen werden. Stimme ihnen in einigen Punkten zu.
Denke auch das es schon genung Center gibt. Doch so viel ich weiß wollte der Investor dieses Center zunächst wohl im alten Hamborner Stadtbad bauen.Und mal ehrlich, ein FOC brauchen wir auch nicht.
zu 5 Klasse Kommentar.
1. Wie anmaßend, zu wissen, was "WIR" brauchen.
2. IHR braucht gar nix
15:51
wie unverschämt von den Anwohnern, dass sie ihre Häuser nicht verkaufen wollen....Das sollte doch wohl jedem klar sein, dass jemand der sein Haus liebt, dieses nicht abgerissen wissen möchte, zumal es sich in dem Bereich nicht um diese seelenlosen, kasernenartigen Neubauten handelt, sondern um Häuser mit Charme. Aber für Verständnis für die Betroffenen Eigentümer ist in diesem Artikel offensichtlich kein Platz, eher für unterschwellige Kritik.
14:44
Geht oder ging in Duisburg irgend etwas "schnell"? Oder zumindest in vergleichbarer Zeit, in der in anderen Städten etwas auf die Beine gestellt wird? Oder kommen ständig irgendwelche Sonderwünsche, Stolperfallen und Probleme dazwischen, von denen vorher niemand etwas wußte und die sicher stellen, dass sich in Duisburg nichts bewegt und wenn, dann meist in die falsche Richtung? "Hoffen" scheint das Prinzip vieler Aktivitäten zu sein. Wenn eine Firma so geführt würde wie Duisburg regiert wird, dann wäre sie vermutlich längst pleite .... ups ...
21:09
Sorry hercules150, aber FOC und Altmarktcenter sind zwei verschiedene Paar Schuhe:
ins Altmarktcenter sollten Edeka, DM, Deichmann und Pieper als Anchor-Mieter rein plus ein wenig Beiwerk.
Das hätte für die Jägerstraße das Komplett-Aus bedeutet, was aber bislang niemanden berührt hat.
Frage: was ist mit den Stadt-Immobilien VHS und Musikschule?
Und Herrn Tum muß ich widersprechen. Dieses Center wäre keine Stärkung geworden, sondern die absolute Verödung der Jägerstraße.
Klar, FOC und Altmarktcenter sind zwei Paar Schuhe. Wenn ich mir Schuhe im FOC kaufe, wächst das Geld im Portemonnaie nach, so dass ich hierfür noch einmal Schuhe im Altmarktcenter und vielleicht auch noch Parfum kaufen kann.
Das sind tatsächlich zwei verschiedene Paar Schuhe. Das eine richtet sich an das Umland, das Andere dient zur Nahversorgung. Sie werden, außer Kleidung, Dinge des täglichen Bedarfs im FOC nicht bekommen. Diese wären aber sehr wohl im Altmarktcenter vertrieben worden.
Es stimmt, dass das Center weiter zur Verödung der Jäger Straße beigetragen hätte, doch diese ist bereits seit 30 Jahren auf dem absteigenden Ast. Wer in den 70er und 80er mitbekommen hat, was die Jägerstraße einmal war, kann über den jetzigen Zustand nur mit dem Kopf schütteln.
Ich kenne kein einziges Einkaufscenter, was ausschließlich der Nahversorgung dient, also nur aus Lebensmittelläden besteht. Mit DM, Aldi und Edeka lässt sich kein Center-sei es noch so klein, füllen. Und zu den Zielgruppen- es glaubt doch wohl niemand wirklich, dass die Duisburger, wenn dieses FOC kommt, weiter in den bisherigen Läden einkaufen, Menschen aus anderen Städten hingegen extra nach Duisburg kommen, um im FOC einzukaufen. Dieses Argument der Zielgruppen, was jedem Kritiker des FOC an den Kopf geworfen wird, ist völlig hanebüchen. Damit unterstellt man den Duisburgern ja faktisch, dass sie dumm sind.
@ Stukkardierta: bitte entschuldigen Sie, aber man sieht, dass sie wenig rum kommen. WENN in einen Einkaufscenter Altmarkt auch Kleidung zu kaufen gewesen wäre, dann wäre das Kick oder Zeemann gewesen - auch diese Läden unterscheiden sich gründlich von den Läden im FOC. Man kann das eine mit dem anderen DEFAKTO nicht vergleichen. Hier hören einige Leute was von Center und sind per se dagegen ohne nachzudenken. WENN aus dem Duisburger NOrden noch etwas werden soll, dann MUSS man solche Projekte endlich zulassen - auch in der Bevölkerung. Mit der bisherigen Blokadehaltung wurde jedenfalls bislang auch nix besser - im GEGENTEIL.
20:01
Der Investor ist doch nicht dumm, wenn in der Nähe ein FOC enstehen soll kann er sich doch ausrechnen wo die meisten Leute dann hin gehen.
18:32
Jeder, der in Duisburg investieren will, braucht einen sehr, sehr langen Atem. Die Umsetzung von Projekten dauert hier mindestens dreimal so lange als ein vergleichbaren Städten. Das ist seltsam, aber wahr.
schwindende Kaufkraft, zu viele ältere Menschen mit geringerem Einkommen, allgemein Menschen mit kaum für den Handel relevanter Kaufkraft, geringe Urbanität für einkommensstarke mögliche Zuzügler und eine Nord-SPD, welche ohne Ahnung der sozialen Schieflage im Norden noch gerechter werden will. Nördlich des Sozialäquators BAB A40 gehört das ganze Revier und erst recht Duisburg abgerissen, geflutet mit dem Grubenwasser, das man bis zur Ewigkeit abpumpen muss, und dann wie vor der Industrialisierung die Renaturierung des Emscherbruchs. Duisburg hat zu geringe Grundlagen für eine Entwicklung. Es ist nur noch das sozialdemokratische Biotop.
@Baurat
Ich wohne sehr gut im Norden und haben selten einen geistloseren Kommentar als Ihren gelesen.
Wenn sich die Leute dort weiterhin so anstellen, muß ich Baurat recht geben. Man muß auch hier ganzheitlich denken und sich entscheiden - forwärts in eine großstädtische Urbanität mit industriegeschichtlicher Prägung oder zurück in landwirtschaftlich geprägte Dörferlandschaft an der Emscher. Ich glaube, die Menschen im Duisburger Norden - oder sogar in ganz Duisburg - sind geistig nicht mitgewachsen mit ihrer Stadt und deshalb fällt die Stadt zurück in einen comatösen Zustand.