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Kälteeinbruch - „Cooper“ lässt die Duisburger schlottern

31.01.2012 | 17:10 Uhr
Kälteeinbruch - „Cooper“ lässt die Duisburger schlottern

Duisburg.   Vom Wetterdienst über Obdachlosenhilfe bis hin zu Stadtwerken und Auto-Club - wie verschiedene Institutionen in Duisburg den Kälteeinbruch wahrnehmen.

Wetterstation Duisburg-Hochfeld, Dienstag Mittag: Minus 2,9 Grad. Wetterstation Duisburg-Baerl zur gleichen Zeit: Minus 3,7 Grad. Und das ist erst der Anfang, darf man den Prognosen der Wetterfrösche trauen: Jörg Kachelmanns Wetterdienst Meteomedia sagt in seiner 4-Tagesprognose für Duisburg bis zu 8 Grad unter Null in den Morgenstunden voraus - bei gerade mal 2,3 Stunden Sonnenscheindauer am Freitag.

Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes DWD klingen sogar noch frostiger. „Besonders in der Nacht zum Donnerstag kann es in Duisburg sehr kalt werden, bis zu Minus 13 Grad“, sagt der Diplom-Meteorologe Franz Josef Molé von der DWD-Zentrale in Essen, die auch für Duisburg zuständig ist. Die Kältewelle habe Duisburg bis Anfang nächster Woche fest im Griff. Im Ruhrgebiet erwartet Molé bis zu Minus 15 Grad. „Weiterhin Eisschrank“, fasst er die Aussichten trocken zusammen. Schuld daran ist diese Woche ein sibirisches Hoch namens „Cooper“. „Und es ist auch schon ein neuer Tiefausläufer aus Westen unterwegs - aber wie der sich genau auswirken wird, darüber lässt sich noch nichts sagen“, erklärt der DWD-Experte. Ihn würde die Kältewelle aber nicht verwundern: „Wir hatten hier auch schon Temperaturen von Minus 20 Grad.“

Die Menschen müssen auch wollen

Wohl dem, der sich da in sein gut geheiztes Zuhause flüchten kann. Doch auch die Obdachlosen in Duisburg sind versorgt. „Das Betreuungsnetz in Duisburg ist wirklich sehr gut“, sagt Kurt Schreiber vom Verein „Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e.V.“. Jeder, der ein Dach über dem Kopf und einen warmen Schlafplatz haben will, würde auch einen bekommen. „Theoretisch gibt es bei uns fünf bis sechs Menschen, die auf der Straße leben, zu Dreien haben wir regelmäßig Kontakt“, sagt Schreiber. Von drei Obdachlosen wüsste der Verein nicht den genauen Aufenthaltsort, „manche wollen aber auch einfach nicht mit uns sprechen“, so Schreiber. Der Verein sei jeden Tag mit dem mit Schlafsäcken, Decken, warmer Kleidung und heißen Getränken ausgestattetem Wohnmobil unterwegs - egal, wie kalt es ist - um Menschen auf der Straße zu betreuen. „Unser Ziel ist es, jedem eine feste Bleibe zu besorgen - aber die Leute müssen das eben auch wollen“, gibt Schreiber zu bedenken.

Die Kälte kann auch Leuten mit Eigenheim zu schaffen machen - wenn denen die Rohre zufrieren und womöglich platzen. „Alle Hausbesitzer sollten deswegen dafür sorgen, dass die Außenleitungen leer sind“, sagt Thomas Nordiek von den Stadtwerken. Bei den Versorgungsleitungen der Stadtwerke gebe keinerlei Probleme. Wie sich der kurzfristige Kälteeinbruch auf den Energieverbrauch auswirken wird, kann er derzeit noch nicht sagen. „Da wissen wir erst am Ende der Heizperiode Genaueres - wir können hier nicht einfach so Tagesspitzen ablesen“ sagt Nordiek. Eine ungefähre Zahl liegt aber bei den Stadtwerken schon vor: Circa 16 Prozent weniger Gas wurde bisher wegen des milden Winters verbraucht als in den Vorjahreswintern.

Auch der in Duisburg ansässige ACE Auto Club Europa weiß um den Kälteeinbruch und hält alle Autofahrer dazu an, ihre altersschwachen Autobatterien auszutauchen. „Der ´Bibber-Frost´ wird vielen angezählten Aggregaten wohl den Rest geben“, warnt Jörg Pähler, ACE-Kfz-Sachverständiger. Gerade bei Stadtverkehrautos sein durch den Kurzstreckenbetrieb die Batterien oft stark beansprucht.

Winter in DU und OB 2010

 

Jule Körber

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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