„Kaas & Kappes“-Festival in Duisburg eröffnet

So sieht der Hoppel-Täter aus: Die Kaninchen-Steckbriefe zeigen (v. l.) Saskia Driessen, Niek van der Horst und Roos Hoogland. Mit dem Stück „Kaninchen gesucht“ feierte das 17. „Kaas & Kappes“-Festival am Donnerstag.
So sieht der Hoppel-Täter aus: Die Kaninchen-Steckbriefe zeigen (v. l.) Saskia Driessen, Niek van der Horst und Roos Hoogland. Mit dem Stück „Kaninchen gesucht“ feierte das 17. „Kaas & Kappes“-Festival am Donnerstag.
Foto: Lars Heidrich/Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Zum Auftakt des 17. „Kaas & Kappes“-Festivals begeisterte das Stück „Kaninchen gesucht“ das junge Publikum im Duisburger Kom’ma-Theater.

Duisburg.. „Kaas & Kappes“ ist eröffnet: Die 17. Auflage des niederländisch-deutschen Kinder- und Jugendtheaterfestivals startete Donnerstagmorgen mit der ebenso amüsanten wie sehenswerten Aufführung von „Kaninchen gesucht“. Das Drei-Personen-Stück des „Maas theater en dans“ in Rotterdam, das für Besucher ab drei Jahren geeignet ist, sorgte für bestens gefüllte Ränge im Kom’ma-Theater an der Schwarzenberger Straße. Bis einschließlich Sonntag werden auf der Bühne in Rheinhausen-Mitte drei weitere Stücke zu sehen sein. „Und wir haben erfreulicherweise schon sehr viele Karten verkauft“, sagte Helmuth Hensen, der das Programm verantwortet.

Die Eröffnungsrede hielt Kulturdezernent Thomas Krützberg. Er hieß nicht nur die vielen jungen Theatergäste und ihre erwachsenen Begleiter willkommen, sondern auch Sybille Michel, die im niederländischen Konsulat in Düsseldorf den Bereich Kulturpolitik abdeckt. „Die Stadt Duisburg fördert dieses Festival mit 25.000 Euro“, sagte Krützberg, der noch einmal die gute Zusammenarbeit mit den Theatermachern aus den Niederlanden bei „Kaas & Kappes“ hervorhob.

Ein kurzer offizieller Teil

Der offizielle Teil wurde bewusst knapp gehalten, weil die vielen jungen Theatergäste ungeduldig der Aufführung entgegenfieberten. Tolles Extra: Sie alle durften sich im Saal nach ganz vorne an den Bühnenrand setzen und hatten dort allerbeste Sicht auf das Modell einer kleinen Stadt. Dort, auf einem etwa zwei Meter breiten Holztisch, war für die Zuschauer zu erkennen, wo die Handlung des Stückes „Kaninchen gesucht“ (Originaltitel: „Gezocht: Konijn“) gerade spielte.

Drei Polizisten – der Chef, eine Spürnase und eine Assistentin – sind auf der Jagd nach einem wild gewordenen Kaninchen, das die Stadt unsicher macht. Es knabbert nicht nur in Gärten die Tulpen kaputt, sondern nagt auch an Kabeln, so dass das Fernsehprogramm ausfällt. Doch um den hoppelnden Gesuchten zu finden, muss erst einmal klar sein, wie dieser genau aussieht. Beim Zeichnen des Steckbriefes tut sich der tollpatschige Polizeichef (mit herrlicher Mimik und beeindruckendem Schnurrbart-Wackeln: Niek van der Horst) aber schwer. So ähnelt das gezeichnete Langohr zunächst eher einem Elefanten oder einer Katze, worauf ihn die aufmerksamen jungen Zuschauer aber sofort lautstark hinweisen.

Polizeichef auf Verfolgungsjagd

Gemeinsam mit seiner Spürnase (bezaubernd und ein wenig Heike Makatsch ähnelnd: Roos Hoogland) und der Assistentin (sehr witzig: Saskia Driessen), die sich als Klügste dieses Trios erweist, geht der Polizeichef auf Verfolgungsjagd. Am Ende überlisten die Kaninchen aber ihre Verfolger und übernehmen ihrerseits das Regiment. Ganz viel Applaus für die Darstellerriege am Ende des halbstündigen Vergnügens. Und an alle jungen Zuschauer ohne Gemüseallergie verteilte das Schauspieler-Trio sogar noch eine Belohnung: eine Möhre zum Knabbern.