Justiz stellt Verfahren um Zwergahorn-Klau in Duisburg ein

Doris Staude im Sommer mit dem Zwergahorn am Grab ihres Mannes.
Doris Staude im Sommer mit dem Zwergahorn am Grab ihres Mannes.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Staatsanwaltschaft Duisburg beendet den kuriosen Fall um einen Zwergahorn auf einem Neudorfer Friedhof mangels hinreichenden Tatverdachts.

Duisburg.. Der kuriose Fall um den Diebstahl eines japanischen Zwergahorns auf dem Alten Friedhof am Sternbuschweg in Neudorf hat ein relativ unspektakuläres Ende gefunden. Die Duisburger Staatsanwaltschaft habe, so eine Sprecherin, das Ermittlungsverfahren gegen einen Beschuldigten mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.

Wie berichtet hatte Doris Staude (76) feststellen müssen, dass ihr Zwergahorn auf dem von ihr liebevoll gepflegten Grab ihres verstorbenen Mannes verschwunden war.

Zwergahorn soll demnächst wieder auf das Grab

Die Neudorferin erstattete über die Friedhofsverwaltung Anzeige bei der Polizei, die den Fall später an die Staatsanwaltschaft weitergab. Nach der Anzeige lief die 76-Jährige zwei Stunden lang über den Friedhof und ist bis heute auch mit Blick auf frühere Fotos absolut sicher, ihr Bäumchen auf einem anderen Grab gefunden zu haben. Vor lauter Ärger hatte sie die Pflanze kurzerhand mitgenommen.

Mit der Einstellung des Verfahrens habe sie rechnen müssen, sagte Doris Staude jetzt auf Anfrage. Ihren Zwergahorn bewahrt die Neudorferin zwar noch zu Hause in einem Tongefäß auf, demnächst will sie ihn aber wieder auf dem Grab ihres verstorbenen Mannes platzieren.