Junge Frauen im männerdominierten Siemens

Drei Studentinnen der Universität Duisburg-Essen schnuppern ab dem 13. April für eine Woche lang in den Arbeitsalltag des hiesigen Technologiekonzerns Siemens rein. Hamide Aveder, Anja Kurch (beide Maschinenbau) und die Wirtschaftsingenieurstudentin Stefanie Salmen wollen so erste Erfahrungen für ihre Ingenieurkarriere sammeln. Möglich macht dies das von der Landesregierung und der Europäischen Union geförderte Uni-Programm „Chance MINT NRW“, mit dem die Karrieren junger Frauen in technischen Berufe gefördert werden sollen.

Die drei Studentinnen erhalten bald in Siemens-Fachabteilungen einen ersten Eindruck von ihrem späteren Berufsleben und können ihre theoretischen Kenntnisse bereits in kleinen Projekten praktisch umsetzen.

Nach dieser Praxisintensivphase haben sie zudem die Möglichkeit, in Kooperation mit Siemens ihre Bachelorarbeit zu schreiben. So stellen die Studentinnen fest, ob das Unternehmen und die dort angebotenen Berufsfelder zu ihnen passen und erfahren, welche Anforderungen der Konzern an seine Nachwuchskräfte stellt. Im Idealfall profiert der Konzern dann auch von ihren Forschungsergebnissen.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Studentin Ina Ludwig bei Siemens wertvolle Erfahrungen gesammelt.

Karriereförderung für Studentinnen

Mit dem Programm „Chance MINT NRW“ bietet die Universität ihren Studentinnen der Ingenieurwissenschaften und der Informatik während des Studiums an, Theorie- und Praxis zu verknüpfen und einen Einblick in ihr späteres Arbeitsfeld zu bekommen.

Durch Praxiserfahrungen und berufsorientierte Trainings soll den jungen Frauen der spätere Berufseinstieg erleichtert werden. Zudem lernen sie erfolgreiche Ingenieurinnen kennen, die als Vorbilder fungieren. Als Partnerunternehmen fördert Siemens so Frauen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).