Junge Duisburger am Schachbrett

Dass Schüler sich schon für das königliche Spiel begeistern, zeigte das Schachturnier bei der Sparkasse.
Dass Schüler sich schon für das königliche Spiel begeistern, zeigte das Schachturnier bei der Sparkasse.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Über 110 Nachwuchs-Spieler spielten um den Schülerschachpokal bei der Sparkasse. Volle Konzentration herrschte an 55 Brettern, und manche Eltern staunten über das Können ihrer Kinder.

Duisburg.. Über 110 junge Schachspieler vom Grundschulalter bis zum Abitur-Jahrgang hatten sich am Samstagvormittag im Sparkassen-Immobilien-Center eingefunden, um in verschiedenen Altersklassen um die Preisgelder zu spielen. Immerhin standen insgesamt 1850 Euro zur Verteilung an, pro Altersklasse gab es 100 Euro für den Sieger und 50 Euro für den Zweitplatzierten.

Bereits zum 23. Mal richtete die Sparkasse zusammen mit dem PSV Duisburg den Schülerschachpokal aus. Gespielt wurde nach dem „Schweizer System“; insgesamt hatte jeder Spieler sieben Partien zu bestreiten. Omar Rashed Halimi brachte seinen achtjährigen Sohn Akbar vorbei. Der Bitte, ein Auge auf den Schüler der Duisserner GGS Tonstraße zu halten, kam Mitorganisatorin Elke Hofmann von der Sparkasse gerne nach. So wusste Vater Omar seinen Sohn in besten Händen und konnte beruhigt zur Arbeit fahren. Zahlreiche Eltern blieben während des Turniers vor Ort und beobachteten interessiert die Bemühungen ihres Schach spielenden Nachwuchses.

Eingreifen der Eltern streng verboten

Der sportliche Organisationsleiter und Oberschiedsrichter Erwin Spitzer wies darauf hin, dass Tipps oder gar das Eingreifen der Eltern natürlich streng verboten seien. Mit dem „Startschuss“ zur ersten Partie wurde es schlagartig ruhig an den 55 Brettern. Volle Konzentration war angesagt. Das war auch bei dem noch fünfjährigen Florian Noeldner aus Rumeln-Kaldenhausen deutlich. Helfen konnten die Eltern Wibke und Oliver ihrem Sprössling nun wirklich nicht. „Wir haben überhaupt keine Beziehung zum Schachsport“, wundert sich Vater Oliver über das Hobby seines Sohnes und vermutet: „Der muss wohl ein Schachbrett beim Opa gesehen haben.“ Die Eltern haben festgestellt, dass Florian, der neben Schach auch Leichtathletik beim OSC Rheinhausen betreibt, nach den Schachübungsabenden immer früh einschläft. Klar, dass ihr Sohn noch jede Menge Lehrgeld bezahlen musste. Die vielen Niederlagen störten ihn nicht besonders; sein erstes großes Turnier hat Florian „sehr viel Spaß gemacht“.

Erwin Spitzer freute sich über den glatten Verlauf des Turniers. „Die Idee zu diesem Turnier hatten wir anlässlich der Schach-Jugendweltmeisterschaft, die 1992 in Duisburg stattfand“, erinnerte sich der Schachexperte.

Ergebnislisten im Netz einzusehen

Mit René Borchert, Schachspieler bei der SG Duisburg-Nord, war ein „echter Crack“ dabei. Der U16-NRW-Jugendmeister nahm zum sechsten Mal teil. Viermal ging er als Sieger vom Brett, so war es auch in diesem Jahr. Als beste weibliche Hobby-Spielerin wurde Ida Daube ausgezeichnet. Die Ergebnislisten sind im Netz unter www.sparkasse-duisburg.de einzusehen.