Jubiläum mit Musik und Kabarett
08.04.2009 | 16:28 Uhr 2009-04-08T16:28:00+0200
Die nicht kleine Besucher- und Freundesschar der Kulturzentrale Hundertmeister sollte sich den 18. April dick im Kalender anstreichen. An diesem Tag ist das erste Jahrzehnt geschafft. Das darf und soll gefeiert werden. Zwölf Stunden lang.
Mal lief's besser, mal schlechter, eine Zeitlang war die Kulturzentrale nicht weit vom Abschalten aller Lichter entfernt. „Wir sind noch da, und wir sind ganz gut unterwegs”, sagte gestern Christoph Reifenberg. „Wenn sich an den Rahmenbedingungen nichts ändert, sind wir nicht gefährdet.” Mindestens ebenso entscheidend ist das Wetter. Sind die Sommer gut, steht das hochprozentig vom Erfolg der Gastronomie abhängige Hundertmeister gut da. Regen bringt wenig Segen.
Derartige Gedanken sind am Samstag, 18. April, nachrangig. Dann wird das Zehnjährige von Mittag bis Mitternacht gefeiert. Ohne Eintritt.
Mit dabei, gagenfrei, sind Künstler, deren Namen eng mit dem Haus verbunden sind: Kai Magnus Sting (18.45 Uhr) und Andreas Hauffe (17h), das Duo Diagonal (18h), Ludger K. (19h), Anja Lerch & Frank Sichmann (20h), und Saga's Suitcase (22h). Speziell zum Festtag, haben sich die Jazzer Tim Isfort, Thorsten Töpp, Frank Bergmann und Dorothee Becker mit dem Brendel-Quartett vereint (20h).
120 000 Besucher und 300 Vorstellungen im Jahr
Das Treppenhaus wird mit einem Papier gewordenen Querschnitt des ersten Jahrzehnts bepflastert. Wer mehr erfahren will, dem werden zwei langjährige Mitarbeiter am Infostand Auskunft geben. So etwa, dass pro Jahr 120 000 Menschen das Hundertmeister besuchen, dass (bei nur einem freien Tag an Neujahr) rund 300 Veranstaltungen stattfinden, dass neun Festangestellte und 30 bis 40 Stundenkräfte im Einsatz sind, dass der Freundeskreis rund 200 Mitglieder hat.
Im Biergarten sind zum Jubiläum eine Feuer-Performance und Taiko-Trommeln geplant. Kinder können sich schminken lassen und dem Kindertheater Mario (13 Uhr) zuschauen. Eine MSV-Autogrammstunde und eine Tombola runden das Angebot ab.
Für die Zukunft planen die Hundertmeistermacher, wieder mehr in Richtung Musik zu gehen, auch wenn dies – einnahmemäßig – „vermutlich risikoreicher ist”, so Reifenberg. Zudem ist vorstellbar, dass der „Poetry Slam” auf Wanderschaft geht, vielleicht durch die Büchereien. Gespräche mit der Stadtbibliothek laufen.

12:00
Hundertmeister ?
Hundertlehrlinge paßt irgendwie besser.
Wieviel von unseren Steuergeldern ist wohl in den letzten 10 Jahren dort verpulvert worden?