Johanniter: Beschäftigte verzichten

Mehr als die Hälfte der 740 Mitarbeiter des Johanniter-Krankenhauses in Rheinhausen verzichtet auf vier Porzent ihres Lohns und die Hälfte der Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld. Damit leistet der nach dem Tarifvertrag AVR-DD für Einrichtungen der Diakonie beschäftigte Teil der Belegschaft einen Beitrag zur Sanierung des Hauses. Das Johanniter-Hospital, das zu bundesweit 14 Krankhäusern der Berliner Johanniter Träger GmbH gehört, schreibt derzeit rote Zahlen (wir berichteten).

„Die Entscheidung ist in enger Abstimmung mit der Mitarbeitervertretung getroffen worden“, so Johanniter-Sprecherin Regina Villavicenco. Mit den übrigen Mitarbeitern, die analog zum Öffentlichen Dienst (TVÖD) bezahlt werden, sollen die Gespräche bis Ende Februar abgeschlossen sein. Mit Geschäftspartnern verhandele man über bessere Einkaufskonditionen.

Die Johanniter wollten allerdings nicht nur sparen, sondern auch investieren, betont Villavicenco. Ein Modernisierungs- und Sanierungsprogramm werde bald vorgestellt, der Ausbau der Palliativstation geplant. Zuversichtlich stimme die Johanniter die Akzeptanz: „Die Belegungsquote liegt beim 90 Prozent.“