Jäger: Pegida ist ein Ärgernis

Die Pegida-Bewegung in Nordrhein-Westfalen ist nach Einschätzung von Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) von Rechtsextremisten dominiert. Sie sei anders als Pegida in Dresden, sagte Jäger am Dienstagmorgen im WDR. In NRW sei Pegida von Rechtsextremisten zumindest unterwandert, meistens auch gesteuert, betonte Jäger, der Montagabend an der Demonstration gegen Pegida auf dem Opernplatz teilgenommen hatte. Jäger bezeichnete Pegida insgesamt als ein „Ärgernis“, weil die islamkritische Bewegung auf eine Spaltung der Gesellschaft hinarbeite.

Auch die rechtsextreme Pro NRW hatte im Vorfeld angekündigt, sich mit sichtbarer Präsenz der Pegida-Kundgebung anzuschließen. Und zu den Teilnehmern, die im Pegida-tross mitmarschierten, gehörte auch der Landesvorsitzende der rechtsradikalen NPD. Die Polizei hatte zudem „Kameradschaften“ aus Aachen und Dortmund genau im Blick, die zur Pegida-Unterstützung angereist waren. Nach ihren Zählungen hatten sich insgesamt rund 250 aggressive sogenannte „Hogesa“-Leute – Hooligans gegen Salafisten – auf den Weg nach Duisburg gemacht.