Das aktuelle Wetter Duisburg 19°C
IT-Sicherheit

IT-Experte aus Duisburg warnt vor Hacker-Angriffen

28.04.2011 | 16:23 Uhr
IT-Experte aus Duisburg warnt vor Hacker-Angriffen
IT-Experte aus Duisburg warnt vor Hackern. Mittlerweile kann mit Hilfe von Suchmaschinen wie Google beinahe jeder zum Hacker werden,

Duisburg.   Wie genau das antiisraelische Flugblatt auf der Linken-Homepage gelandet ist, weiß in der Partei niemand. Wie leicht es für Hacker ist, die Inhalte der Internetseite zu manipulieren, erklärt der IT-Experte Edgar Scholl aus Duisburg.

Nach dem Auftauchen des antisemitischen Flugblatts auf der Internetseite der Duisburger Linken bleibt die Frage offen, wie es dort hingekommen ist. Wie leicht es für Hacker gewesen wäre, die Homepage zu ändern, erklärt der Duisburger IT-Experte Edgar Scholl, der seit 2003 mit seinem Projekt Datengold über Datensicherheit aufklärt und Unternehmen in Sachen IT-Sicherheit schult.

„Eine Internetseite zu knacken ist heute kein Problem mehr“

„Eine Internetseite zu knacken ist heute kein Problem mehr“ so Scholl. „Dafür muss man nicht einmal Informatik studiert haben.“ Dazu braucht es eigentlich nur eine Suchmaschine wie Google . Schon die ersten Treffer bieten Hackeranleitungen, die einfacher nicht sein könnten – auf Wunsch sogar mit Video. Hinzu kommt, dass die meisten Seiten verraten, mit welcher Software sie gebaut wurden. Dann braucht es nur noch ein paar Klicks und das passende Programm für den Angriff steht zur Verfügung. Jede Software habe interne Fehler, sogenannte Bugs, erklärt der Fachmann für Internetsicherheit weiter. „Solche Lücken sind leicht auszunutzen.“ Dann muss man nur noch das Passwort knacken, aber auch dabei hilft die Suchmaschine.

Der einfachste und schnellste Schutz vor diesen Angriffen ist, die eigenen Programme immer auf dem neuesten Stand zu halten. Doch Scholl weiß: „Gerade an Updates wird gerne gespart.“ Und auch bei Passwörtern wird häufig geschlampt. Manche Nutzer ändern noch nicht einmal das voreingestellte Passwort oder nehmen einfache Worte, die sich ohne Problem entschlüsseln lassen. „Wenn ich meine Tür nicht abschließe,dann muss ich mich auch nicht wundern, wenn die Wohnung ausgeräumt wird“, scherzt der Experte. (mawo/we)

Robin Writsch

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4587596/create

Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Aktuelle Fotos und Videos
Schützenfest in Großenbaum
Bildgalerie
Schützenfest
Kanu Worldcup
Bildgalerie
Wassersport
Aus dem Ressort
Duell der Chancenlosen bei der OB-Wahl in Duisburg
OB-Wahl
Sie sitzen sonst eher selten auf dem Podium der großen Kandidatenrunden: die parteilosen Bewerber für die OB-Wahl am 17. Juni.Beim Bürgertreff in Rheinhausen stellten sich die Einzelkandidaten den Fragen der Bürger.
Netto-Chefs loben nach Einbruchserie Belohnung aus
Festnahmen
Seit acht Wochen beobachtet die Polizei vermehrt Einbrüche in Duisburger Filialen des Discountmarktes Netto. Die Geschäftsleitung hat eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt. Sonntagnacht erwischten Polizisten zwei junge Einbrecher in einer Filiale in Meiderich.