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Ist Neustart der Alten Feuerwache in Hochfeld ein Geschäft ohne Risiko?

01.08.2012 | 08:00 Uhr
Ist Neustart der Alten Feuerwache in Hochfeld ein Geschäft ohne Risiko?
Einst Feuerwache, jetzt Veranstaltungsort für Kabarett und Konzerte: die Alte Feuerwache in Hochfeld.Foto: Fabian Strauch

Duisburg.   Nach der Pleite des Betreibervereins steht das Stadtteilzentrum Alte Feuerwache in Hochfeld mit neuen Betreibern vorm Comeback. Doch noch immer ist der Wiederaufstieg gefährdet. Duisburger Kulturschaffende sprechen von grünem Filz und üben Kritik an der Niedrigmiete und Fördergeldern.

Die Alte Feuerwache in Hochfeld ist ein Symbol für den Wiederanfang in einem vernachlässigten Viertel. Nach einer Pleite des Betreibervereins steht das Stadtteilzentrum mit neuen Betreibern vor dem Comeback . Doch noch immer ist der Wiederaufstieg gefährdet. Kulturschaffende in Duisburg sprechen von grünem Filz.

Neuer Veranstaltungs-Chef der Alten Feuerwache soll Norbert Knabben werden. So hat es die Stadt Duisburg beschlossen. Nach Recherchen der WAZ soll dem Sprecher des Grünen Ortsverbandes Duisburg-Mitte die Alte Feuerwache zu einer symbolischen Miete von einen Euro im Jahr überlassen werden. Das bestätigt das Immobilien-Management Duisburg. Auch Zuschüsse vom Land an Knabbens Zentrum sind schon eingestielt – obwohl die Alte Feuerwache noch gar nicht offiziell wiedereröffnet wurde.

Gebäude toprenoviert

Wie aus Dokumenten hervorgeht, die der WAZ-Mediengruppe vorliegen, wurde die Feuerwache vom NRW-Kulturministerium für eine Landeskulturförderung in Höhe von 40.000 Euro im Jahr empfohlen. Die Mittelanweisung durch die grüne Regierungspräsidentin von Düsseldorf, Anne Lütkes , gilt als Formsache.

Alte Feuerwache
Die Ursprungsidee

Die Alte Feuerwache an der Friedenstraße in Hochfeld sollte ursprünglich einmal das werden, was später als „Hundertmeister“ am Dellplatz bekannt wurde.

Aus diesem Grund hieß der Trägerverein des Hundertmeisters auch ursprünglich „Feuerwache e.V.“, taufte sich aber Jahre später um.

Auf Nachfrage erklärt Arno Eich, Geschäftsführer des Steinhofs: „Diese Entscheidung ist ein Affront gegen jegliches bürgerschaftliches Engagement und wirkt wettbewerbsverzerrend für alle Gastronomen, die ein kulturelles Angebot unterhalten.“ Das sieht auch Rolf Stanietzki so, Inhaber vom Steinbruch: „Ein Euro Miete zusammen mit dem Landeszuschuss ergibt eine jährliche Förderung im fast sechsstelligen Bereich. Da sollte am Ende eines jeden Jahres schon genauestens nachgewiesen werden, in welche kulturellen Projekte das Geld geflossen ist.“

Geld und renoviertes Gebäude

Zusammen mit dem Geld bekommt Knabben ein toprenoviertes Veranstaltungshaus. Erst 2005 wurde die Alte Feuerwache für mehr als drei Mio Euro aufwendig umgebaut und mit Technik ausgestattet. Davon stammen 2,8 Mio Euro aus Fördertöpfen von EU, Bund und Land. Knabben will dort mit seiner privaten Agentur „Kanon“ Geld verdienen und Künstler aller Couleur auftreten lassen. Bislang vor allem Humoristen.

Doch Knabben ist in der Alten Feuerwache nicht alleine. Gemeinsam mit ihm soll Marc Harreiter antreten. Dieser bietet mit seiner Firma Event & Project Solutions (EPS) Arbeitslosen Kurse an, in denen sie sich in sechs Monaten auf Staatskosten zu Eventmanagern ausbilden lassen können. „Mit diesen inhaltlichen und personellen Ressourcen strebt EPS den Betrieb des Kulturzentrums an“, heißt es in einem Papier der Stadt Duisburg. Der Grüne Knabben sorgt für den Spaß, Harreiter für die Mannschaft.

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Kommentare
03.08.2012
11:33
Ist Neustart der Alten Feuerwache in Hochfeld ein Geschäft ohne Risiko?
von albertus28 | #4

Was regt sich denn der gute Arno Eich auf....das bedeutet doch"Neubeginn",den auch er ganz besonders massiv mitbetreiben hat.
Man erinnere sich nur...
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1 Antwort
"Man erinnere sich nur noch an die Aufreger-Nummer um die angebliche (Nicht)Genehmigung der ersten Gedenfeier der Loveparade"
von wattearvolt | #4-1

@albertus, in diesem Fall hat der Stadtdirektor Dr. Greulich posthum (also nach der Veranstaltung) bei der Landesregierung "nachgetreten", dass die Gedenkveranstaltung nicht genehmigungsfähig gewesen wäre.

Und soll ich Ihnen etwas sagen ? Das Schreiben war real und damit unterste Schublade !!!

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2012-08-01 08:00
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