Ist Duisburgs Ruf nach der Loveparade auf ewig ruiniert?
28.01.2011 | 06:02 Uhr 2011-01-28T06:02:00+0100
Duisburg.Der Unternehmerverband empört sich über SPD-Chef Ralf Jäger, der beim SPD-Neujahrsempfang einen "Neustart für die gelähmte Stadt" gefordert hatte. Mit diesem Pauschalurteil kränke der NRW-Innenminister eine halbe Million Menschen, so die Kritik.
Ist Duisburgs Ruf ruiniert? Solingen = Brandanschlag, Gladbeck = Geiselnahme, Duisburg = Bandidos, Mafia & Loveparade – ist das Duisburgs Schicksal oder wird die Stadt schlecht geredet?
Mit heftiger Kritik stellt sich der Unternehmerverband gegen Duisburgs SPD-Chef und NRW-Innenminister Ralf Jäger. „Jäger kränkt mit seinem eindimensionalen Pauschalurteil das Selbstbewusstsein einer halben Millionen Menschen“, empört sich Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schmitz.
Was bringt Schmitz in Rage? Auf dem SPD-Neujahrsempfang in Rheinhausen am Wochenende hatte Jäger einen inhaltlichen wie personellen Neustart für die „gelähmte Stadt“ gefordert und besorgt gesagt: „Der Blick von außen auf Duisburg wird durch die Mafiamorde oder das Drama bei der Loveparade bestimmt.“ Duisburg habe an Selbstbewusstsein verloren. Auch Ministerpräsidentin Kraft hatte jüngst in Bruckhausen beklagt, sie würde landesweit nur in Schreckensgesichter blicken, wenn der Name Duisburg falle.
„Jäger tut seiner Heimatstadt nicht nur keinen Gefallen, sondern sogar ausgesprochen Unrecht“, warnt Unternehmerverbandssprecher Schmitz und betont demgegenüber: „Duisburg steht vielmehr für Strukturwandel, moderne und weltweit erfolgreiche Unternehmen, eine angesehene Universität“. Zudem zählt Schmitz u.a. den Innenhafen und die Zukunftsprojekte in der City auf. Ihm sei „kein einziger Fall bekannt“, in dem ein Unternehmen Ansiedlungspläne wegen eines angeblichen schlechten Rufes der Stadt aufgegeben habe.
Dass sich indessen vielfältige Kreise mit Duisburgs beschädigtem Ruf beschäftigen, steht außer Frage. So gibt es die Initiative des „1. Duisburger Stiftungsdialogs“, der unter dem Motto „Duisburg hat Zukunft! – Wir für Duisburg!“ zu gemeinsamen Anstrengungen für eine positive Darstellung der Stadt aufruft. Zudem trifft sich ein hochkarätiger Kreis Duisburger Großunternehmen und berät die Imagepflege. Duisburg-Marketing-Chef Uwe Gerste verweist unterdessen auf eine Tourismusstudie, nach der das Loveparade-Unglück zwar wahrgenommen werde, aber weniger das Image der Stadt belaste als befürchtet. Das mehre seine Hoffnung, dass Duisburg zu alten Stärken zurückkehre. Details will er in Kürze präsentieren.
Zu Duisburgs Image hat sich auch „Schimanski“-Darsteller Götz George geäußert, der am Sonntag mit dem neuen Krimi in der ARD zu sehen ist. An vielen Orten erkenne er sein Duisburg nicht mehr, weil es so modern geworden sei, weil es so viel von dem „ehemaligen Charme“ verloren habe, sagte er dem WDR: „Ich habe das Gefühl, die Stadt stellt sich mehr und mehr in Konkurrenz zu Düsseldorf oder Köln. Vieles sieht so gleich aus, vieles hat sich verflacht, ist austauschbar.“ Trotzdem hege er aber eine große Sympathie für die Duisburger und ihre Stadt.

18:47
solange duisburg mit a.s in verbindung gebracht wird,ist duisburg ohne jede chance.duisburg wird zur ruhe kommen,auch mit dem andenken an die verstorbenen und verletzten menschen.es ist die wut auf die pervertierte arroganz dieser leute wie a.s und konsorte welche die bürger nicht zur ruhe kommen lässt und duisburg daher darunter zu leiden hat.
10:06
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Neuer-Aerger-um-Stahlkubus-fuer-Museum-Kueppersmuehle-in-Duisburg-id4219692.html
Da geht das Image wieder steil nach oben...
03:04
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00:40
@#64 von wattearvolt , am 29.01.2011 um 00:17
Duisburg - Mehr Besucher, weniger Übernachtungen
Duisburg (RP) Entgegen dem Trend in anderen Städten weisen die Übernachtungszahlen in Duisburg für den November eine deutlich kürzere Verweildauer auf. Diesen Schluss zieht die Duisburg Marketing Gesellschaft (DMG) aus den aktuellen Daten des Landesamtes für Statistik. (RP-Online, 27.01.2011 - 09:10)
http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/nachrichten/Mehr-Besucher-weniger-Uebernachtungen_aid_957444.html
Habt w8, wenn Herr Gerste mit Zahlen spielt, statt mit ihnen zu rechnen. ;-)
00:17
Zitat aus dem Artikel: Duisburg-Marketing-Chef Uwe Gerste verweist unterdessen auf eine Tourismusstudie, nach der das Loveparade-Unglück zwar wahrgenommen werde, aber weniger das Image der Stadt belaste als befürchtet. Das mehre seine Hoffnung, dass Duisburg zu alten Stärken zurückkehre. Details will er in Kürze präsentieren.
Da ist diese Community aber mal sowas von gespannt auf die Details. Ich hoffe, ich finde trotz meiner Neugier und aufkommender Spannung auf diese Details (sicherlich fundiert von Herrn Gerste vorgetragen und natürlich - geradezu als selbstverständlich vorausgesetzt - mit REALISTISCHEN Zahlen versehen) heute noch meinen verdienten Nachtschlaf. Gute N8 Duisburg.
23:13
Die Schwächen sind evident. Die falschen Stärken aber auch.
22:58
Duisburg ist Duisburg und bleibt Duisburg!
Ihr könnt noch so viel schwurbeln.
Aber:
Adolf gehört hier nicht hin.
Dann ist Duisburg mit allen seinen Stärken und Schwächen wieder Duisburg.
So einfach ist das.
22:36
Frage: Image : Ist Duisburgs Ruf nach der Loveparade auf ewig ruiniert? (so die Headline)
Antwort von mir: Auf ewig nein, im Augenblick ist der Ruf aber ruiniert.
Solche Schlagzeilen sind Duisburg zudem nicht dienlich:
Schiedsgericht hebt Klüngel-Wahl in Huckingen auf (28.01.2011, DerWesten)
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Schiedsgericht-der-CDU-hebt-Kluengel-Wahl-in-Huckingen-auf-id4219895.html
.
22:02
Gibt es in Deutschland rechtsfreie Räume in denen die Polizei nicht zuständig ist?
#54 von comptur , am 28.01.2011 um 20:22
Ich glaube, diesbezüglich war mal ein Kölner Stadtteil in den Medien. Oder war das aus Ihrer Sicht jetzt die falsche Antwort auf Ihre ebenso falsche Frage ?
21:48
#58 von comptur
aus dem Krämer heißt das.
Sie sollen Lehrer sein?
Ich hau mich wech.