Internationale Expertise im Verbund - von Duisburg in die Welt

Das VGL-Team: Jörg Zimmermann, Dirk Weber, Stephan Lange, Ralf Hülsmann und Dr. Gerd Görtz (v.l.n.r.) in der Kanzlei-Bibliothek.
Das VGL-Team: Jörg Zimmermann, Dirk Weber, Stephan Lange, Ralf Hülsmann und Dr. Gerd Görtz (v.l.n.r.) in der Kanzlei-Bibliothek.
Foto: Fabian Strauch/FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Um Mandanten mit Aktivitäten im Ausland zu beraten, hat sich die Duisburger Kanzlei VGL dem internationalen Steuerberater-Verband HLB angeschlossen.

Duisburg.. Dr. Horst Vinken ist 64 Jahre alt und erinnert einen alten Steuerberatergrundsatz: „Keine Fremdwörter, keine Fremdsprachen, keine Mathematik.“ Die Zeiten haben sich geändert. Wo Europa zusammenwächst und Wirtschaft global denkt, wird grenzüberschreitende Expertise auch von der Mandantschaft der Wirtschaftsprüfern, Steuer- und Unternehmensberatern zunehmend nachgefragt.

Gesellschaften für Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung wie die VGL (Vinken-Görtz-Lange und Partner), 1932 gegründet und seit gut 20 Jahren ansässig am Kuhlenwall, haben sich auf diesen Bedarf eingestellt. Seit nunmehr zwei Jahren gehören sie der HLB, einem internationalen Verbund ihrer Zunft an. „Er ist der viertgrößte der Welt, kommt direkt hinter den großen Beratungsgesellschaften der Branche“, erklärt Dirk Weber, einer von sechs Partnern bei VGL.

Seit über 20 Jahren am Kuhlenwall

Zu den Mandanten der Duisburger zählen viele Mittelständler aus Stadt und Region, Schwerpunkte gibt es im Baugeschäft, Handel sowie in der Metall- und Kunststoff-Industrie. „Viele Firmen sind auch im Ausland, vor allem in den EU-Staaten präsent“, sagt Stephan Lange, ebenfalls Partner von VGL. „Selbst wer nur eine Vertriebsgesellschaft betreibt, braucht jemanden, der Lohnabrechnungen macht, den Jahresabschluss erstellt.“

Schon in der EU werde es da kompliziert, sagt Steuerberater und VGL-Partner Ralf Hülsmann. „Bei der Anwendung von ausländischem Steuerrecht in der Fremdsprache können viele Fehler passieren.“ Die angestrebte Harmonisierung des Steuerrechts sei zwar auf EU-Ebene angestrebt, allerdings erfolge die Umsetzung ins jeweilige nationale Steuerrecht nur zögerlich. „Vor allem bei der Umsatzsteuer gibt es immer wieder Streit, die Angleichung bei den Ertragssteuern steckt noch in den Anfängen“, so Dr. Gerd Görtz.

Der Vorteil der HLB-Mitgliedschaft sei für die international aktiven Unternehmen, dass sie sich auf einen in Steuerfragen kompetenten Ansprechpartner im Ausland verlassen können. „Auf der anderen Seite können wir sicher sein, dass es bei allen ausländischen Partnern einen guten Standard gibt“, so Stephan Lange. Das Geschäft funktioniert auch umgekehrt: Die VGL berät in der Region tätige ausländische Unternehmen, die ihnen HLB-Partner vermitteln . In Deutschland sind etwa 20 Kanzleien dem Verbund angeschlossen. Die Verteilung über das Bundesgebiet verhindert Konkurrenz: Die nächsten Partner sitzen in Düsseldorf, Münster und Bielefeld.