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OB-Wahl

Innenminister Ralf Jäger (SPD) tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung

01.07.2012 | 20:48 Uhr
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Innenminister Ralf Jäger (SPD) tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung
Ingrid Fitzek von den Grünen macht sich wie viele andere Sorgen wegen der Wahlbeteiligung. Foto: Gerd Wallhorn

Duisburg.  Sören Link ist im zweiten Wahlgang der OB-Wahl erwartungsgemäß zum neuen Oberbürgermeister der Stadt gewählt worden. So bewerten Politiker aller Parteien das Ergebnis der Stichwahl und die niedrige Wahlbeteiligung.

Benno Lensdorf (CDU-OB-Kandidat): „Wir haben einen fairen Wahlkampf gehabt, das hat mit dem heutigen Abend kein Ende. Es ist demokratisch entschieden worden, das muss man respektieren. Duisburg ist eine SPD-dominierte Stadt.“

Ralf Jäger (SPD-Parteivorsitzender): „Ich bin tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung. Das muss Ansporn sein für Sören Link. Ansonsten freue ich mich über das Ergebnis, bin stolz auf meine Partei und überzeugt, dass Sören Link ein guter OB wird."

Thomas Mahlberg (CDU-Parteichef: „Link ist klarer Sieger. Er ist als deutlicher Favorit in die Stichwahl gegangen, das Ergebnis ist keine Überraschung. Die Wahlbeteiligung ist eine Katastrophe.“

Rainer Enzweiler (CDU-Ratsherr): „Egal wer OB ist – in dieser Finanzkatastrophe ist das eine Herkulesaufgabe.“

Manfred Osenger (SPD, Bürgermeister): „Ich freue mich, dass wir wieder einen SPD-Oberbürgermeister bekommen. Sören Link kann zuhören, analysieren und dann Antworten geben.“

Frank Börner (SPD-Landtagsabgeordneter): „Endlich besteht die Chance auf Ruhe in dieser Stadt.“

Barbara Laakmann (Linke, Ratsfrau): „Die Wahlbeteiligung war viel zu gering. Jetzt muss Sören Link beweisen, dass er parteiübergreifend agieren kann. Er muss die Leute mitnehmen, die vor der Wahl fanden, ein parteiloser OB ist besser als ein parteigebundener.“

Holger Ellerbrock (FDP-Landtagsabgeordneter) „Die geringe Wahlbeteiligung zeigt, dass beide Kandidaten nicht überzeugend waren. Ich wünsche Link, dass seine Entscheidungen eine breite Mehrheit finden.“

Ingrid Fitzek (Grüne OB-Kandidatin): „Wir hatten zur Wahl von Sören Link aufgerufen, nachdem wir im Gespräch mit ihm den Kooperationsvertrag noch einmal präzisiert hatten. Er hat viele Dinge vor, die wir unterstützen. Die geringe Wahlbeteiligung ist ein Auftrag an die Politik.“

Andrea Müller, Oliver Schmeer und Willi Mohrs

Kommentare
03.07.2012
18:36
@stefan48
von Tritt_Brettfahrer | #12

ichhätteihrenbeitragjagernbiszuendegelesenwarmirwegenderfehlendeninterpunktionabernichtmöglich

02.07.2012
19:34
Innenminister Ralf Jäger (SPD) tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung
von dongiovanni | #11

Sören Link hat zwar die Wahl, aber nicht die Duisburger gewonnen.

02.07.2012
14:15
Innenminister Ralf Jäger (SPD) tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung
von stefan48 | #10

ich wundere mich das die Politiker enttäuscht sind über die Wahlbeteiligung da sollten sich die Politiker sich fragen warum das so ist ich wäre auch nicht zu dieser Wahl gegangen denn das war ja keine Wahl denn wenn ein Landesminister sein Amt missbraucht um einer Partei einen Kandidaten vor zu diktieren und die Parteimitglieder das auch mitmachen und keine eigene Meinung haben (oder nicht haben dürfen) ist das traurig und wenn dann eine Partei die vom Volk gewollt ihren OB gehenlassen mussten und sich dann auch noch vorwerfen lassen muss betrügerisch in der Amtszeit des OB gehandelt zuhaben und dann auch noch in den verdacht der Käuflichkeit zu sein die dann noch die Frechheit besitzt ein neuen vielleicht auch genauso bestechlichen wie provozierenden Kandidaten aufstellt bleibt den Bürgern nichts anderes übrig als nicht zur Wahl zu gehen um so zu protestieren

02.07.2012
14:01
Innenminister Ralf Jäger (SPD) tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung
von spohl | #9

Warum muss man denn jemanden wählen, den man nicht haben möchte? Somit sind ja wohl die zu Hause geblieben, die weder den einen noch den anderen Partei-Abhängigen haben wollten und der Rest hatte wohl keine Lust zum viertel Mal in wenigen Monaten einen Gang an die Urne zu wagen.

Frau Laakmann hat auch nichts verstanden:

Barbara Laakmann (Linke, Ratsfrau): „.... Er muss die Leute mitnehmen, die vor der Wahl fanden, ein parteiloser OB ist besser als ein parteigebundener.“

Das fand ich nicht nur vor der Wahl so, das finde ich auch immer noch? Welche ignoranz von einer "Ratsfrau"...

02.07.2012
11:55
Innenminister Ralf Jäger (SPD) tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung
von Sentinel | #8

Herr Jäger kann sich die Antwort selber geben, GLAUBWÜRDIGKEIT der POLITIKER heißt das ZAUBERWORT. Jedenfalls hat es gereicht um die CDU aus der Verantwortung zu kicken & warum? Weil man unter Sauerland gelogen, betrogen hat & wie es aussieht, korrupt war. Mehr Warnschuss für die SPD gibt es nicht um Vertrauen in den Bürger zu gewinnen & zu festigen. Es ist eine Chance für die Zukunft die ehrlich angegangen werden muss. Jeder Duisburger weiß, dass die Stadt sparen muß aber nicht nur auf Kosten der Bürger sondern auch an unnötig üppigen Gehältern der Vorstände in städt. Unternehmen, private Unternehmen sind günstiger & effektiver als die künstl. aufgeblasenen Duisburger Servicegesellschaften. Wenn ROTSTIFT dann richtig. Wofür brauchen die städt. Unternehmen 2-3 Geschäftsführer wenn es bis vor 6 Monaten auch einer tat? Herr Mahlberg sollte sich mal mit Herrn Stoiber unterhalten & die Philosophie der CDU verinnerlicht bekommen. Die Niederlagen der CDU haben GRÜNDE lieber THOMAS.

02.07.2012
11:46
Innenminister Ralf Jäger (SPD) tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung
von ecki47 | #7

Der Innenminister ist doch selbst Duisburger und er weiß auch wie die Bürger der Stadt,
in den letzten Jahren von den von Politikern aus Duisburg an der Nase herum geführt wurden.
Immer wenn man ein Anliegen hatte, wurde man von einem zum anderen
Ansprechpartner geschickt. Kein Wunder wenn der Bürger sich verarscht vorkommt.
Sobald der Bürger und Wähler wichtig war, wurde man in den Stadtteilen mit bunten Fähnchen und Luftballons regelrecht verfolgt.

Jetzt wird alles wieder den gleichen Trott gehen, bis wir wieder gebraucht werden !!!!!!!!

02.07.2012
11:06
Innenminister Ralf Jäger (SPD) tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung
von Harry.Hirsch | #6

.......und wieder ist sich keiner für jede noch so dumme Floskel zu Schade....

How, der Bürger hat gesprochen.

02.07.2012
09:37
Innenminister Ralf Jäger (SPD) tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung
von Suedkommentar | #5

Ich kann die Kritik hier nur an die Stadtverwaltung zurückgeben. Da ich gestern nicht in Duisburg war, beantragte ich am 19.06.2012 über das Internetportal www.briefwahl.duisburg.de die Briefwahlunterlagen. Die angeforderten Unterlagen wurden mir erst am 30.06.2012, als ich schon auf dem Weg in mein Wochenenddominzil war, zugestellt. Selbst wenn ich am Samstag zu Hause gewesen und die Briefwahlunterlagen zur Post gegeben hätte, wären diese frühestens heute beim Wahlamt der Stadt Duisburg eingegangen. So wurde mir mein Wahlrecht durch die Stadt Duisburg genommen.

02.07.2012
00:19
Innenminister Ralf Jäger (SPD) tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung
von taosnm | #4

Herr Jäger ist zu bedauern, dass die Duisburger ihn tief enttäuscht haben. Das war nicht nett von den Bürgern. Es wäre einfach mal erfreulich, wenn die Politik darüber nachdenkt, warum sie die rote Karte erhält, und die Demonstration der Duisburger heute war sehr deutlich. Ansonsten ist IM Jäger offenbar völlig blutarm und schmerzfrei, wenn er sich über das desaströse Ergebnis freuen kann und stolz ist. Etwas mehr Demut und Bescheidenheit stünden vielen Politikern gut zu Gesicht, auch IM Jäger. Und die Vorgeschichte zur OB Wahl, in der Jäger mit seinen Kumpanen ein ganz perfides Spiel abzog und die Bürger, die einen unabhängigen OB wollten, missbrauchte, wird so schnell nicht vergessen.

2 Antworten
Innenminister Ralf Jäger (SPD) tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung
von AusHamborn | #4-1

Jäger an allem Schuld? Es gab einige "Spalter" und Machtkämpfe innerhalb der BI. Die sind Schuld, dass die BI letztendlich nichts außer die Abwahl zustande gebracht haben. Naja... Man kann doch der SPD nicht vorwerfen, dass der überwiegenden Mehrheit der Duisburger zu faul sind zur Wahl zu gehen. Schon vor der Stichwahl war die Beteiligung mies, und bei dieser Wahl hätten die Duisburger die Chance nutzen können. Haben sie aber nicht, weil den meisten die Stadt "sch....egal" ist...

#4-1 AusHamborn
von taosnm | #4-2

Informieren Sie sich einfach über die BI, dann brauchen Sie so dummes Zeug nicht mehr zu schreiben. Und, ja, Jäger war von Anfang an in der BI dabei, zunächst im Hintergrund, dann aber immer mutiger nach vorn schreitend. In der BI gab es den einen grossen Spalter, Theo Steegmann, der sich niemals ernsthaft mit den Themen auseinandersetzte, alles vom Tisch fegte, was nicht in die SPD-Marschrichtung passte und hinter dem Rücken der BI mit der SPD verhandelte. Nun können Sie sich Ihren Teil weiter denken.

01.07.2012
23:25
Innenminister Ralf Jäger (SPD) tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung
von JanundPitt | #3

IM Jäger hat die BI aus parteipolitischem Egoismus heraus ausgetrickst, einen parteiübergreifend akzeptierten OB-Kandidaten verhindert und uns Duisburgern stattdessen seinen Ziehsohn Link aufs Auge gedrückt.
Er war sich sehr wohl des Sicherheitsbedürfnisses und der SPD-Lastigkeit der Duisburger bewußt und hat diese Umstände schamlos zu Gunsten der SPD ausgenutzt.
Ich kann nur hoffen, dass IM Jäger jetzt seine Finger und seinen Einfluss endlich von Duisburg lässt. Mit Sauerland hatten wir einen unseligen Machttpolitiker, den wir abwählten.
Stellt sich Link als billige Jäger-Marionette heraus, die weiter macht wie bisher, Pöstchen nach Parteibuch vergibt, die Tochtergesellschaften nicht auf Effizienz durchleuchtet, gegebenenfalls liquidiert und deren Aufgaben ins Kerngeschäft der Stadt zurückführt, fragwürdig besetzte Dezernetenposten nicht auf Qualifikation und Effektivität prüft und Konsequenzen daraus zieht, so wird auch er die Duisburger Trillerpfeifen zu hören bekommen.

2 Antworten
Innenminister Ralf Jäger (SPD) tief enttäuscht über die Wahlbeteiligung
von AusHamborn | #3-1

BI ausgetrickst? Die haben sich durch Spaltung, Querelen und Zwistigkeiten selbst "ins eigene Knie geschossen"... Wäre die Bürgerfront einheitlich hinter einem "alternativ"-Kandidaten gestanden, wäre es zu einer anderen Stichwahl gekommen.

#3-1 AusHamborn
von taosnm | #3-2

Die Querelen und Spaltungen waren SPD-gewollt und initiiert, und heute behaupte ich sogar, schon vom Gründungsabend an. Wenn Sie wüssten, was da hinterrücks abgelaufen ist, würden Sie der SPD nicht mehr einen freundlichen Gedanken schenken.

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