Innenminister Jäger besuchte Duisburger Polizisten beim Blitzer-Marathon
10.02.2012 | 15:50 Uhr 2012-02-10T15:50:00+0100
Duisburg.Seit mehr als 20 Jahren verrichtet sie ihren Dienst bei der Duisburger Polizei, erledigt ihre Arbeit immer gewissenhaft und zuverlässig, doch erst am Freitag wurde ihr Einsatz zum ersten Mal in der langen Karriere gewürdigt: NRW-Innenminister Ralf Jäger besuchte die klobige, schwarze Radaranlage, die an der Düsseldorfer Landstraße aufgebaut wurde. Und zwar für den „24-Stunden-Blitz-Marathon “.
Viel Arbeit hatte das Gerät, das die Fotos der Raser noch analog auf Filmmaterial festhält, allerdings nicht. Geblitzt wurde trotzdem – von den zahlreichen Fotografen, die zum Pressetermin kamen. Damit hat Jäger sein Ziel erreicht: „Uns geht es um weniger Tote im Straßenverkehr, nicht um mehr Knöllchen“, betonte der Innenminister. Die medienwirksame „Marathon“-Aktion solle dazu führen, „dass jeder darüber nachdenkt, ob er nicht auch einmal runter vom Gas gehen kann“. Bei Jäger selbst, so erklärte er, habe schon ein Umdenken stattgefunden. „Heute Morgen habe ich noch meine Frau gewarnt, langsamer zu fahren. Und seit ich mich mit der Aktion befasse, habe ich auch über meinen Fahrstil nachgedacht.“
Mit 100 km/h über die Mülheimer Straße
Das steht einem Autofahrer noch bevor, der am Freitag mit überhöhter Geschwindigkeit die Mülheimer Straße befuhr. Mit 100 km/h war er unterwegs, doch nur die Hälfte ist an dieser Stelle erlaubt. „Solche Messungen sind nicht überraschend, das ist Alltag“, kommentierte der Innenminister mit Blick auf die Ankündigungen der Kontrollstellen. „65 km/h als Alltagsgeschwindigkeit sind aber genauso schlimm.“
Acht von zehn Fußgängern, die in einem Unfall verwickelt sind, bei dem ein Kraftfahrzeug 65 km/h fährt, sterben. Fährt der Wagen aber nur 50 km/h, überleben acht von zehn Fußgängern.
Die Stadt Duisburg führt von Montag, 13. Februar, bis Samstag, 18. Februar, Geschwindigkeitskontrollen unter anderem an folgenden Stellen durch: Großenbaumer Allee (Großenbaum), Memelstraße (Neudorf-Nord), Wiesbadener Straße (Obermeiderich), Am neuen Angerbach (Ungelsheim), Beckersloh (Aldenrade) und Bismarckstraße (Neudorf-Süd). Die Standorte der Anlagen können sich verändern, außerdem kann auch an anderen Stellen im Stadtgebiet kann geblitzt werden.
„Mit dieser Kampagne wollen wir in die Köpfe bekommen, dass es auch tödlich sein kann, wenn man nur mal eben ein bisschen schneller fährt“, erklärte Stefan Hausch, Pressesprecher der Duisburger Polizei. Der "Blitz-Marathon " sei aber nur der Anfang, in Zukunft sollen grundsätzlich mehr Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Und das nicht nur an Unfallschwerpunkten. „Wenn wir Hinweise aus der Bevölkerung bekommen oder selbst merken, dass an einer Stelle besonders viel gerast wird, postieren wir uns dort“, kündigt Hausch an. Bisher gäbe es laut Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels schon 18 Stellen im Stadtgebiet, an denen die Polizei häufig kontrolliert. Außerdem steht auch nach Auskunft des NRW-Innenministeriums schon jetzt fest: Die große Kontrollaktion soll im April und September wiederholt werden.
Doch nicht nur auf Autofahrern liegt der Fokus, wenn es um Verstöße geht. „Auch Fehlverhalten von Fußgängern und Radfahren wollen wir stärker ahnden“, sagte Hausch. Schließlich seien sie die Leidtragenden, wenn es zu einem Unfall mit einem Kraftfahrzeug kommt.

22:56
Wenn ich solch einen Schwachsinn lese kann das nur von der Kanone Jäger kommen.
Wie kann ich Rüpel und Raudies im Strassenverkehr erwischen, wenn ich diese Aktion tage vorher Medienwirksam ankündige??? Schauspielerei ist nichts dagegen und so was ist Innenminister. Mein Gott!!!
18:18
Am Freitag informierte sich Innenminister Ralf Jäger bei einer Radarkontrolle der Polizei an der Düsseldorfer Landstraße in Duisburg-Wanheim über die Erfolge des Blitzer-Marathons. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
War das nicht in Duisburg-Buchholz?
21:22
Blitz-Krieg
Alle verfügbaren Laser-Kanonen waren aufgeboten, selbst antiquiertes, woanders längst ausgemustertes Blitz-Material kam zum Einsatz. Der oberste Kommandeur der Blitz-Truppen begab sich an der schwer umkämpften Heimatfront in Duisburg höchstpersönlich in die vorbereitete Feuerstellung, um der Welt unter dem Blitzlichtgewitter der einbestellten Frontberichterstatter zu zeigen; Seht her, hier blitzt der Chef noch selber.
Eigentlich ist es zur Karnevalszeit ja eher üblich, dass die Polizei die Autofahrer kontrolliert, ob sie nicht zu tief ins Glas geschaut haben. Warum der Fokus in diesem Jahr eine Woche vor den tollen Tagen und bei Eiseskälte und vielerorts Glatteis neu ausgerichtet wurde - es wird wohl nicht allein verkehrserzieherische Aspekte gehabt haben.
Und obwohl Blitz-Krieg, wurde das tagelang vorher in allen Medien lang und breit angekündigt; erwischt wurden also vor allem die flotten Autofahrer, die von außerhalb kommen oder die die WAZ nicht regelmäßig lesen.
Das mit dem Blitzen, just zwei Tage bevor an der Heimatfront jemand a b b l i t z t und wo am Sonntagabend vor dem Duisburger Rathaus ein Blitzlichtgewitter - nebst einem dazugehörigen Donnerwetter - stattfinden wird, fand das womöglich gerade heute statt, weil da jemand a u f b l i t z e n wollte?
Schön, dass das noch funktioniert: die Polizei, dein Freund und Helfer - und immer zur Stelle, wenn man sie braucht.
Und eine Alkohol-Kontrolle wäre da nur kontraproduktiv gewesen, da hätte unser Innenminister, statt ins Radargerät zu schauen, womöglich noch für die Fotografen in ein Röhrchen pusten müssen. Und den wartenden Journalisten hätte er entsprechend berichten müssen, dass er im Vorfeld dieser Aktion schon über seine eigenen Trinkgewohnheiten - statt über seinen Fahrstil -nachgedacht habe. Das hätte man ihm dann sicher sehr übel genommen.
Kurzum: Blitzen passte einfach besser als Blasen an diesem denkwürdigen Vor-Vor-Abend.
Ab Sonntagabend kann dann auch in Duisburg wieder richtig Karneval gefeiert werden und die Gläser werden auch nicht leer bleiben. Niemand wird etwas dagegen haben, wenn auch unser Innenminister sich dann ein Gläschen genehmigt und mit uns anstößt. Ich lass mein Auto vorsichtshalber zu Hause; Herr Jäger hat ja einen Chauffeur & eine gepanzerte Limousine, es kann also nichts passieren.
PS: Hat er beim Blitzen auch an die Rote-Augen- Korrektur gedacht?
21:12
Blitz-Krieg
Alle verfügbaren Laser-Kanonen waren aufgeboten, selbst antiquiertes, woanders längst ausgemustertes Blitz-Material kam zum Einsatz. Der oberste Kommandeur der Blitz-Truppen begab sich an der schwer umkämpften Heimatfront in Duisburg höchstpersönlich in die vorbereitete Feuerstellung, um der Welt unter dem Blitzlichtgewitter der einbestellten Frontberichterstatter zu zeigen; Seht her, hier blitzt der Chef noch selber.
Eigentlich ist es zur Karnevalszeit ja eher üblich, dass die Polizei die Autofahrer kontrolliert, ob sie nicht zu tief ins Glas geschaut haben. Warum der Fokus in diesem Jahr eine Woche vor den tollen Tagen und bei Eiseskälte und vielerorts Glatteis neu ausgerichtet wurde - es wird wohl nicht allein verkehrserzieherische Aspekte gehabt haben.
Und obwohl Blitz-Krieg, wurde das tagelang vorher in allen Medien lang und breit angekündigt; erwischt wurden also vor allem die flotten Autofahrer, die von außerhalb kommen oder die die WAZ nicht regelmäßig lesen.
Das mit dem Blitzen, just zwei Tage bevor an der Heimatfront jemand a b b l i t z t und wo am Sonntagabend vor dem Duisburger Rathaus ein Blitzlichtgewitter - nebst einem dazugehörigen Donnerwetter - stattfinden wird, fand das womöglich gerade heute statt, weil da jemand a u f b l i t z e n wollte?
Schön, dass das noch funktioniert: die Polizei, dein Freund und Helfer - und immer zur Stelle, wenn man sie braucht.
Und eine Alkohol-Kontrolle wäre da nur kontraproduktiv gewesen, da hätte unser Innenminister, statt ins Radargerät zu schauen, womöglich noch für die Fotografen in ein Röhrchen pusten müssen. Und den wartenden Journalisten hätte er entsprechend berichten müssen, dass er im Vorfeld dieser Aktion schon über seine eigenen Trinkgewohnheiten - statt über seinen Fahrstil -nachgedacht habe. Das hätte man ihm dann sicher sehr übel genommen.
Kurzum: Blitzen passte einfach besser als Blasen an diesem denkwürdigen Vor-Vor-Abend.
Ab Sonntagabend kann dann auch in Duisburg wieder richtig Karneval gefeiert werden und die Gläser werden auch nicht leer bleiben. Niemand wird etwas dagegen haben, wenn auch unser Innenminister sich dann ein Gläschen genehmigt und mit uns anstößt. Ich lass mein Auto vorsichtshalber zu Hause; Herr Jäger hat ja einen Chauffeur & eine gepanzerte Limousine, es kann also nichts passieren.
PS: Hat er beim Blitzen auch an die Rote-Augen- Korrektur gedacht?
17:39
im trauten kreise hat sauerland gesagt, wenn er unterginge würde er den jäger mitreissen
dann wird der jäger zum gejagten
und die beiden "volksparteien" sind kopflos
da lach ich neuer oberbürgermeister mich glatt schlapp
oberbuergermeisterduisburg.wordpress.com
17:38
Hoffentlich werden die diensthabenden Polizistinnen und Polizisten nicht durch diesen Fototermin abgelenkt und es möglicherweise noch zu einer Fehlmessung oder sonstwas kommt. Oder macht der IM die Messung grade selber? Kann der das auch?
Ohne Schulungsnachweis nicht gerichtsverwertbar.;-)
17:33
Wenn die Politiker mal bei Ihren Diätenerhöhungen langsamer wären, würden das die Bürger auch begrüssen.
16:20
hoffendlich ist er nicht zu schnell zu diesen Termin gefahren,☺
... und wenn schon, das würde der gemeine Bürger eh nicht erfahren, Betonung liegt auf gemeine ;-)
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.