Individualität macht gesund

Nach einem zweitägigen Prüfverfahren hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie nun die Sektion Endoprothetik und Alterstraumatologie an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Duisburg (BGU) zertifiziert. Damit zeichnet die Endocert-Initiative die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung von Patienten mit künstlichem Gelenkersatz (Endoprothesen) aus.

Nur ein individueller Umgang mit dein Patienten ist zielführend

„Die Zertifizierung bestätigt unter strengen objektiven Gesichtspunkten die hohe medizinische Behandlungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten, die mit besonders schwierigen gesundheitlichen Vorbedingungen zu uns kommen“, erklärt Prof. Dr. Dieter Rixen, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der BGU Duisburg.

Seit 36 Jahren engagiert sich Dr. Peter-Michael Hax, Leiter der Endoprothetik und Alterstraumatologie, etwa für Patienten mit künstlichem Gelenkersatz von denen er jährlich 200 operiert. „Zunehmende Bedeutung hat die Endoprothetik in der Versorgung von Verletzungen oder Spätfolgen bei älteren Patienten. Aber auch jüngere Patienten leiden an Gelenkverschleiß.“

Anspruch sei es, „Patienten mit komplexen Schäden ein Stück Lebensqualität zurückzugeben, so Hax, auch Stellvertretender Chefarzt und Stellvertretende Ärztlicher Direktor der BGU. Er behandelt Patienten mit komplexen Gelenkschäden nach Frakturen oder Bandverletzungen, mit irreparablen gelenknahen Knochendefekten oder bei Infekten durch den Einsatz künstlicher Gelenke.

Vergangenheit sind Versteifungsoperationen, zu denen es in früher kein medizinische Alternative gab. „Bei stetiger Verbesserung der Verankerungstechniken, der Werkstoffe und der Versorgungsmöglichkeiten kommt der Gelenkersatz heute auch für jüngere Patienten in Betracht“, erläutert Dr. Hax. Zu guten Ergebnissen führten heute maßgeschneiderte Lösungen, sowohl in der Operationstechnik als auch bei der Auswahl geeigneter Implantate.

Erweisen sich die Standardimplantate als nicht geeignet, kommen Sondergrößen oder, bei nachgewiesener Metallallergie, allergenfreie Endoprothesen zum Einsatz. „Heute geht es um die individuelle Passgenauigkeit von Gelenkersatz, unabhängig davon, ob wir es mit Patientinnen oder Patienten zu tun haben.“ Erreicht werde dieses Ergebnis unter anderem durch die Herstellung von individuellen Schnittblöcken oder sogar individuellen Implantaten anhand bildgebender Verfahren wie Computertomographie (CT) oder Magnetresonanz-Tomographie