„In guter Nachbarschaft zusammenstehen“

Mit einem offenen Brief haben auch Kirchenvertreter verschiedener Glaubensrichtungen aus Walsum auf die schrecklichen Terroranschläge in Paris reagiert. Die Gemeinde des Verbandes islamischer Kulturzentren (VIKZ) mit Sitz auf der Römerstraße, die katholische Pfarrgemeinde St. Dionysius und die evangelischen Kirchengemeinden Aldenrade und Vierlinden rufen ihre Gemeindeglieder und die Bürgerschaft auf, sich durch die Verbrechen der Terroristen nicht auseinander dividieren zu lassen, sondern in guter Nachbarschaft zusammenzustehen.

„Die brutale Ermordung Unschuldiger lässt sich durch nichts und niemanden legitimieren und erst recht nicht unter Berufung auf Gott rechtfertigen. Wer solche blutigen Untaten verübt, zieht den Namen Gottes in den Schmutz und verletzt seine Gebote in übelster Weise. Die Täter sind keine Märtyrer, sondern Verbrecher. Wir verurteilen jedweden Terror, der im Namen von Religion ausgeübt wird, auf das Schärfste. Die Basis für ein friedliches Zusammenleben wird nicht durch Gewalt und Abgrenzung geschaffen, sondern durch Toleranz und Respekt gegenüber Menschen mit anderer Religion, Hautfarbe und Herkunft. Wir stimmen darin überein, dass es zu unserem demokratischen Gemeinwesen und der offenen Gesellschaft in Deutschland keine Alternative gibt und verpflichten uns, mit allen Kräften für die Achtung der Menschenrechte und die Wahrung von Religions- und Meinungsfreiheit einzutreten.“

Die Unterzeichner des Briefes sind Pfarrer Herbert Werth, St. Dionysius, Imam Eyüp Tamer, Pfarrer Austen Brandt (Aldenade) sowie Pfarrer Heiko Dringenberg (Vierlinden).