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Plastikmüll

In Duisburg müssen Plastiktüten immer häufiger bezahlt werden

25.01.2016 | 06:00 Uhr
In Duisburg müssen Plastiktüten immer häufiger bezahlt werden
Auch in den Filialen von Saturn kosten die Plastiktüten nun Geld.Foto: Alexandra Roth

Duisburg.  Um einer Zwangsabgabe zuvorzukommen und die Umwelt zu schützen, verpflichten sich auch in Duisburg immer mehr Händler freiwillig dazu, Plastiktüten nicht mehr kostenlos abzugeben.

„Jute statt Plastik!“ Der Kampf-Slogan der Ökobewegung aus den 70er und 80er Jahren erhält neuen Aufwind. Auch in Duisburg verlangen nun vermehrt Einzelhändler Geld für Plastiktüten, die sie zuvor kostenlos abgegeben haben. Manche lassen sich die Tragetaschen bereits seit Monaten bezahlen, andere weisen erst seit einigen Tagen ihre Kunden darauf hin, dass die Tüten nun bezahlt werden müssen.

Plastiktüten-Richtlinie ist in Deutschland noch kein Gesetz

Weil Weltmeere und Flüsse durch Plastikmüll stark verunreinigt sind, hat die EU die Nationalstaaten dazu verpflichtet, den Verbrauch von Kunststofftüten zu reduzieren. In der Bundesrepublik ist die „Plastiktüten-Richtlinie“ zwar noch kein Gesetz, doch knapp die Hälfte der Einzelhändler bundesweit haben sich bereits entschlossen, für die im Fachjargon „Serviceverpackung“ genannten Tragetaschen ein paar Cent zu verlangen.

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Der Handel plant das Ende der kostenlosen Plastiktüte

Deutschland muss den Verbrauch von Plastiktüten bis 2025 fast halbieren. Das fordert die EU. Der Handel diskutiert eine Kostenpflicht.

Sozusagen im vorauseilenden Gehorsam, wie Wilhelm Bommann, Hauptgeschäftsführer des niederrheinischen Einzelhandelsverbands (EHDV), bestätigt. „Das ist eine freiwillige Selbstverpflichtung des deutschen Handels, um Bundesumweltministerin Barabara Hendricks zuvorzukommen“, erklärt Bommann. Diese habe zusammen mit den Koalitionsfraktionen klargestellt, die EU-Verordnung in Form einer gesetzlichen Bezahlpflicht umzusetzen, sollte sich die Branche nicht auf die Selbstverpflichtung einigen, Plastiktüten im Einzelhandel nur noch kostenpflichtig abzugeben.

„Das würde bedeuten, dass der Händler beim Einkauf der Tüten einen Aufschlag zahlen müsste“, erläutert Bommann. Einen Aufschlag für die Tüten zahle der Handel ohnehin schon im dualen System (Grüner Punkt) für die sachgerechte Entsorgung der Tüten. „Eine Zwangsabgabe wäre eine doppelte Belastung für den Handel.“ Deshalb habe der EHDV in der vergangenen Woche alle seine Mitglieder dazu aufgerufen, sich freiwillig selbst zu verpflichten.

Irland hat Plastiktüten-Verbrauch so um 95 Prozent gesenkt

„Der Vorteil ist, dass der Händler in diesem Falle auch selbst bestimmen kann, wie viel Cent er für die einzelne Tüte nimmt“, wirbt der Verbandsgeschäftsführer für die Freiwilligkeit. Zudem habe diese auch eine positive Imagewirkung, denn das durch die Tüten eingenommene Geld fließt in einen Fonds, aus dem Projekte und Aktionen für den Umweltschutz bezahlt werden.

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Millionen Tonnen Plastikmüll verschmutzen die Meere

Kunststoff erzeugt für die Umwelt oft riesige Probleme. Plastik macht zum Beispiel einen Großteil des Mülls aus, der die Weltmeere verschmutzt.

Das treffe aber nicht für alle Händler zu, sagt Bommann. Entscheidend sei die Zahl der Tüten, die ein Händler pro Jahr unters Volk bringt: „Kleinbetriebe bis 250 Mitarbeiter, und dazu gehören fast alle 3000 Einzelhändler in Duisburg, müssen nicht in den Fonds einzahlen.“ Erst ab 10 Millionen Tüten würden 500 Euro im Jahr fällig.

„Das Ziel ist ja, den Verbrauch der Kunststofftüten deutlich zu verringern. Die Iren, die bereits seit 1999 22 Cent pro Tüte verlangen, haben bis 2014 den Verbrauch um 95 Prozent gesenkt“, führt Bommann an. Es gehe also darum, die Kunden zu motivieren, die Tüten möglichst nicht zu kaufen, sondern stattdessen Alternativen zu nutzen.

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Kommentare
25.01.2016
17:10
In Duisburg müssen Plastiktüten immer häufiger bezahlt werden
von Dreisi03 | #3

Und damit rettet das "riesige" Deutschland wieder einmal die Welt!
Durch Umweltzonen bleibt die Luft rein und die Temperaturen steigen nicht! Dafür...
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2016-01-25 06:00
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