Immer mehr ohne Job
28.01.2010 | 16:37 Uhr 2010-01-28T16:37:00+0100Die Arbeitslosigkeit ist im Januar sprunghaft angestiegen.
Die Chefin der Agentur für Arbeit, Angela Schoofs, sprach gestern bei der Vorstellung der jüngsten Zahlen von einem „saisontypischen Anstieg mit Krisenzuschlag”. Im Jahresverlauf sei mit einem weiteren Anstieg der Erwerbslosigkeit zu rechnen, wagte Schoofs einen Blick in die Zukuft. Der weiterhin strenge Winter sei ein großes Risiko für die Entwicklung im Februar.
32 551 Männer und Frauen in unserer Stadt waren im Januar ohne Job. Das waren 1 099 Personen mehr als im Vormonat (+ 3,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 13,3 Prozent. Damit bleibt Duisburg Schlusslicht im Lande. Im Januar des Vorjahres lag die Quote bei 12,7 Prozent.
Die Kurzarbeit konnte Schlimmeres abfedern und zur Stabilisierung des Duisburger Arbeitsmarktes beitragen, hieß es gestern. Insgesamt 29 302 Personen in 825 Betrieben arbeiten zur Zeit „kurz”.
Der strenge Winter bereitet allen Betrieben Probleme, die im Außenbereich arbeiten müssen. Die Konsequenz: Der Stellenzugang ging gegnüber Dezember um 77 oder 13,7 Prozent zurück und lag gar um 1119 Stellen oder 19,6 Prozent unter den Werten des Vorjahresmonats.
Der Bestand an offenen Stellen ist im Januar gegenüber Dezember noch einmal um 5,3 Porzent auf 1 445 Stellenangebote gesunken. Im Dezember 2009 waren noch 2 786 freie Stellen gemeldet.

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