Im Schlenk: Awo-Ortsverein drängt auf barrierefreien Umbau

Wanheimerort..  Erika Magar geht langsam die Geduld aus. Die Vorsitzende des Awo-Ortsvereins Wanheimerort appelliert eindringlich an Oberbürgermeister Sören Link. Ihre Forderung: eine barrierefreie Straßenbahnhaltestelle Im Schlenk für die U79. „Geplant hat man lange genug. Die Fördergelder vom Land und VRR sind auch vorhanden. Was behindert jetzt noch den Umbau?“, fragt Erika Magar. „Langsam, aber sicher haben die Menschen kein Verständnis mehr für die jahrelange Hinhaltetaktik.“ Bereits seit 1995 setzt sich der Ortsverein mit mehr als 400 Mitgliedern für den Umbau ein.

Der war eigentlich für dieses Jahr geplant, musste dann aber nach Aussagen einer DVG-Sprecherin, wie bereits berichtet, wieder verschoben werden – auf 2016. Der Grund: Die chronisch klamme Stadt stelle schlichtweg nicht die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung.

Ein großes Ärgernis nicht nur für Erika Magar. Schließlich sei bereits 2013 ein barrierefreies Awocura-Seniorenzentrum an der Kreuzung Im Schlenk/Düsseldorfer Straße fertiggestellt. Das bedeute: Mehr ältere Menschen nutzen die Haltestelle, aber auch Eltern mit Kindern, denn auch die Awo-Familienbildung, die von Müttern mit Kinderwagen vielfach genutzt wird, hat ebenfalls ihren Standort im Awo-Kranichhof.

„Es besteht Bedarf, und wir haben die Notwendigkeit eines Umbaus mehrfach klar formuliert. Niemand bestreitet, dass wir eine barrierefreie Haltestelle brauchen. Aber es geschieht einfach nichts“, klagt Erika Magar.

Ausdrücklich bedankt sie sich bei der SPD-Landtagsabgeordneten Sarah Philipp. Sie habe sich vor Ort informiert und dazu beigetragen, dass die Fördermittel des Landes und des VRR bereitgestellt wurden.

Der Awo-Ortsverein will weiter für den Umbau kämpfen. Erika Magar: „Auch wenn die Stadt uns hinhält. Wir geben nicht auf.“ Nach 20 Jahren Kampf werde es nun Zeit, dass die Bauarbeiter endlich anrücken.