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Stadtentwicklung

IHK sieht durch Möbelhaus auf der Duisburger Freiheit die City in Gefahr

26.08.2011 | 16:49 Uhr
IHK sieht durch Möbelhaus auf der Duisburger Freiheit die City in Gefahr
Das Gelände des alten Güterbahnhofs wird derzeit für das Projekt Duisburger Freiheit aufbereitet. Dort soll auch das Möbelhaus Krieger gebaut werden. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.Vor den Folgen „überdimensionierter Flächen für Randsortimente“ in den Plänen für die Möbelhaus-Ansiedlung südlich vom Hauptbahnhof („Duisburger Freiheit “) warnt die Industrie- und Handelskammer.

Ein zu großes Angebot an Waren wie Haus- und Heimtextilien, Glas, Porzellan und ähnlichem hätte laut IHK „erhebliche Umsatzeinbrüche für die Fachgeschäfte und Warenhäuser in der City“ zur Folge. IHK-Geschäftsführerin Astrid Schulte: „Damit wäre die positiv eingeleitete Innenstadtentwicklung massiv gefährdet.“

Einwände bei der Stadt geltend machen

Mit Blick auf die noch bis 16. September ausliegenden Planungsunterlagen für die „Freiheit“ ruft die IHK alle Betroffenen auf, wegen der „riesigen Zusatzfläche für Randsortimente“ Einwände beim Planungsamt der Stadt geltend zu machen.

Baustelle Duisburg-City

Die geplante Fläche für diese Randsortimente komme mit 8250 Quadratmetern an die Größenordnung des gesamten Angebotes in der City für diese Warengruppen (rund 11.000 qm) heran. Nach den landesplanerischen Vorgaben seien maximal zehn Prozent der Gesamtverkaufsfläche zulässig, im Fall der „Freiheit“ also 2500 Quadratmetern.

Willi Mohrs

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Kommentare
28.08.2011
15:51
IHK sieht durch Möbelhaus auf der Duisburger Freiheit die City in Gefahr
von kikimurks | #21

@l.galaxias

Was ich für das Maximum halte? eine Mischung aus qualifizierten und einfachen Jobs. Allerdings nicht die Art von Billig-Teilzeit-Arbeit, die es jetzt geben wird. Das liegt aber wohl daran, dass ich ein vehementer Gegner von Niedriglohn-Arbeitsplätzen bin. Wie ich aber schon ausführte, halte ich diese Schrottarbeitsplätze immer noch für deutlich besser als gar keine Arbeitsplätze.

Wer welche Änderung an den Plänen bewirkt hat kann ich nicht beurteilen. Dazu fehlen mir die Informationen. Jedenfalls hat es diese gegeben und ich finde sie gut.

Naja, ob Sauerland etwas unter dem Tisch gehalten hat, vermag ich nicht zu beurteilen, doch wer sich mit dem Markt beschäftigt hat, konnte feststellen, dass Ostermann seit etlichen Jahren ein geeignetes Gelände in Duisburg sucht und es war auch klar, dass er früher oder später eines finden würde. Ich finde es eigentlich ganz gut, dass es auch Ostermann geben wird. Die Stadt hat ein genügend großes Einzugsgebiet und so gelingt es vielleicht Kaufwillige aus Oberhausen oder Bottrop nach Duisburg zu locken.

28.08.2011
14:11
IHK sieht durch Möbelhaus auf der Duisburger Freiheit die City in Gefahr
von l.galaxias | #20

@ kikimurks
Zitat: Ich glaube nicht, dass Sauerland und Greulich sich verkauft haben.

Ich auch nicht.
Zitat von #16von differenzierende: Aber, und das ist der richtige Hintergrund. Sauerland und Greulich haben hier zugunsten eines politischen Mehrwerts für sich die Stadt verkauft, ganz einfach.

Meine Antwort #18: Und aber so was von daneben!
Sauerland hat es da lieber mit Freund Ostermann und ihn so lange unterm Tisch gehalten, bis Krieger konkret wurde.

Mit Vergleicht man die aktuellen Pläne mit den ersten Ansätzen Kriegers, hat die Stadt durchaus etwas erreicht. Dies vor allem aber, weil es eben nicht nur Sauerland und Greulich waren, sondern nahezu der gesamte Rat, der sich engagiert hat

liegen Sie aus meiner Sicht und meinen Einsichten leicht daneben.

Lange bevor sich der Rat und Parteien mit den Krieger-Plänen tatsächlich beschäftigt haben, hat der Bürgerverein Neudorf und die Wählergruppe Bürgerlich-Liberale bereits Gespräche mit Krieger geführt und mit ihm eine Bürgerveranstaltung organisiert.
Viele positive Änderungen sind sicher darauf zurückzuführen.

Was wäre das Maximum für diese Fläche?
Aus meiner Sicht viele einfache Arbeitsplätze, denn daran fehlt es in Duisburg.
Sonst geht die Arbeitslosenzahl kaum runter.

28.08.2011
08:35
IHK sieht durch Möbelhaus auf der Duisburger Freiheit die City in Gefahr
von kikimurks | #19

@differenzierende
Sie machen es sich etwas einfach! Die Stadt hat keine Chance. Das Grundstück ist im Eigentum von Krieger und damit hat er die Hoheit darüber, ob etwas damit geschieht. Die Stadt kann maximal einen bestimmten Typus Bebauung fordern. Doch was nützen die schönsten Ratsbeschlüsse, wenn sie dann niemand umsetzt und es kann eben niemand Krieger dazu zwingen das zu machen, was der Rat möchte. So ist die Rechtslage! Er entscheidet ob er sein Geld investiert oder nicht. Hier setzt die Stadt nicht die Einzelinteressen von Krieger durch. Vielmehr wägt sie die Optionen, die sie hat ab, und entscheidet, bisher jedenfalls, zu Gunsten des Investors. Noch einmal: Die Entscheidung wird nicht zwischen dem Kriegermodell der Bebauung und einem Foster Plan oder Multicasa getroffen, sondern zwischen dem Krieger Modell und einer Brache.

@hansreiner

Die Quelle ist hier gleichgültig. Wenn Sie nachforschen, werden Sie feststellen, dass auch andere Medien entsprechende Berichte veröffentlicht haben. Und wenn Sie den Bericht genau lesen, werden Sie von dem Duisburger Einzelhandel lesen, dem Sie nun wirklich nicht die Nähe zur Linken nachsagen können.

Ihre Argumentation pro MultiCasa ist die, der damaligen SPD, und nur der. Und Sie glauben doch nicht wirklich, dass ein Einkaufszentrum von 70.000 qm keinen negativen Einfluss auf die Innenstadt gehabt hätte? Heute haben die Händler, so die IHK, ja schon vor einem Handel Angst, der 8.000 qm umfassen wird.

@l.galaxias

Ich glaube nicht, dass Sauerland und Greulich sich verkauft haben. Vergleicht man die aktuellen Pläne mit den ersten Ansätzen Kriegers, hat die Stadt durchaus etwas erreicht. Dies vor allem aber, weil es eben nicht nur Sauerland und Greulich waren, sondern nahezu der gesamte Rat, der sich engagiert hat. Wir werden sicherlich nicht das Maximum dessen bekommen, was wir uns einmal vorgestellt haben, doch immerhin wird der Schandfleck verschwinden, den wir seit Jahrzehnten Tag für Tag vor Augen haben und es wird wieder ein paar Arbeitsplätze mehr geben, auch wenn es vielleicht nicht die tollsten sind, doch Duisburg kann da wirklich nicht wählerisch sein.

27.08.2011
20:17
IHK sieht durch Möbelhaus auf der Duisburger Freiheit die City in Gefahr
von l.galaxias | #18

@ #16von differenzierende
Aber, und das ist der richtige Hintergrund. Sauerland und Greulich haben hier zugunsten eines politischen Mehrwerts für sich die Stadt verkauft, ganz einfach.

Und aber so was von daneben!
Sauerland hat es da lieber mit Freund Ostermann und ihn so lange unterm Tisch gehalten, bis Krieger konkret wurde.

Lieber einen Park mit Möbelhäuser, möglicherweise ogar mit Bürogebäuden (sowohl auf dem Krieger- als auch Aurelis-Rest-Grundstück - käme der Foster-Planung doch sehr nahe - als weiterhin die Sauerland-Brache vor den Augen!

Ein Duisburger, der hier lebt und langsam aber sicher Augenkrebs von der Brache bekommt!

27.08.2011
19:00
IHK sieht durch Möbelhaus auf der Duisburger Freiheit die City in Gefahr
von hansreiner | #17

Nochmals kikimurks zum Mitschreiben: Was passiert wäre, wenn Multi Casa gekommen wäre, weiß keiner, eben Multi Casa nicht gekommen ist. Das zu akzeptieren fällt schwer, wenn man gerne rotes-Duisburg.de liest und wie viele Linke in der PDS meint, die Zukunft lasse sich vorhersagen und deshalb planen

27.08.2011
17:12
IHK sieht durch Möbelhaus auf der Duisburger Freiheit die City in Gefahr
von differenzierende | #16

#14 von kikimurks
Krieger hat schon gezeigt, dass er nicht davor zurückschreckt, Grundstücke brach liegen zu lassen, wenn er nicht seinen Willen bekommt.
Wenn das richtig sein sollte, kann ich nur alle auffordern, sich mit der Absicht, sein Grundstück veröden zu lassen, bei der Stadt zu melden. Die Stadt wird mit ihrer Politik alle Einzelinteressen durchsetzen.
Bayer bekommt seine CO-Leitung, Ostermann sein Möbelhaus,
Übrigens, wenn das ja so geht, warum gibt es einen Rat, welcher für sich den Entscheidungswillen reklamiert?
Aber, und das ist der richtige Hintergrund. Sauerland und Greulich haben hier zugunsten eines politischen Mehrwerts für sich die Stadt verkauft, ganz einfach.

27.08.2011
17:05
IHK sieht durch Möbelhaus auf der Duisburger Freiheit die City in Gefahr
von differenzierende | #15

#14 von kikimurks
dass die Stadt in einer schwachen Lage ist und eigentlich nicht viel tun kann
Wenn nicht die Stadt und ihre Politiker können mit dem Baurecht das gestalten, was entwicklungsinhaltlich richtig ist.
Und die Gleichen, die mit dem Baurecht zum Schutze der Innenstadt MultiCasa verhindert haben, verzichten nun auf eine Gestaltungsmöglichkeit. Wieso war man eigentlich mit der Duisburger Freiheit schon planerisch und planungsrechtlich weiter und hat dann das Ziel aufgegeben?. Ein vom Rat bestimmtes Baurecht ist auch für Krieger bestimmend. Und warum bestimmt nun Krieger allein gegen die Interessen der Stadt? Das Ermittlungsverfahren Loveparade wird diese entscheidenden Hintergründe erhellen.

27.08.2011
16:24
IHK sieht durch Möbelhaus auf der Duisburger Freiheit die City in Gefahr
von kikimurks | #14

@hansreiner

Was passiert wäre ist doch sehr leicht zu erkennen. Es waren im großen Umfang Einzelhandelsgeschäfte geplant. Diese hätten in direkter Konkurrenz zur angestammten Innenstadt gestanden. Auch ist die Ausweitung der Innenstadt ein schönes Märchen. Wenn man genau schaut, spielen sich die Innenstadtgeschäfte an der Kö ab also ein ganzes Stück entfernt von MultiCasa. Wer MultiCasa besucht hätte, wäre niemals danach noch in die alte Innenstadt gegangen, zumal der Parkplatzbereich auf der von der Innenstadt abgewandten Seite gewesen wäre. Wir hätten genau die Verhältnisse bekommen, die Oberhausen hat. Ich bleibe dabei, dass MultiCasa das Schlimmste gewesen wäre, was der Innenstadt hätte passieren können. Im übrigen ist Ihre Aussage falsch, dass Multicasa sich auf das Gelände bis zur Koloniestrasse beschränkt hätte. Es war ein Einkaufscenter mit ca. 70.000 qm Fläche geplant, ursprünglich einmal 100.000 qm, dass einen Zugang direkt neben dem Bahnhof gehabt hätte und dabei das gesamte Gelände des alten Güterbahnhofes mit eingeschlossen hätte.

Falls es Ihnen entfallen ist wie die Planung aussah und was der Einzelhandel dazu gesagt hat, schauen Sie sich doch einmal diesen Artikel an:

http://www.rotes-duisburg.de/Dateien/stadtplanung/mu-ca-0204.htm


@differenzierende

Weder Sauerland noch Greulich haben etwas mit Kriegers Plänen und dem Verkauf des Geländes zu tun. Die Stadt wollte eine zügige Erschließung des Geländes und das schon deutlich vor allen LP Plänen und nicht erst seit MultiCasa. Dass das Gelände an Krieger ging war wohl ein Alleingang von Aurelis, die vor einem möglichem Börsengang der Bahn noch schnell Kasse machen wollten. Sie können nicht alles, was schief gelaufen ist Sauerland und Greulich andichten. Ja! Und ich meine es ernst: Lieber Krieger als jahrelange Öde. Krieger hat schon gezeigt, dass er nicht davor zurückschreckt, Grundstücke brach liegen zu lassen, wenn er nicht seinen Willen bekommt. Zwingen kann die Stadt ihn auch nicht so zu bauen, wie es der Stadt genehm wäre. Wir hätten also weiter die Situation, dass man, wenn man von Süden in die Stadt fährt auf ein Gelände schaut, dass anmutet als sei es vom letzten Weltkrieg über geblieben. Mir ist jede Bebauung lieber als dieser verkommene Anblick, und das auch nicht erst seit der LP. Auch finde ich es ein witziges Argument zu sagen, Krieger würde schlecht zahlen und deshalb wäre es nicht gut, wenn Krieger sein Möbelhaus eröffne. Was wäre die Alternative zu 800 schlecht bezahlten Jobs? 800 mehr Arbeitslose. Die Kritiker des Projektes werden sich damit abfinden müssen, dass die Stadt in einer schwachen Lage ist und eigentlich nicht viel tun kann. Die Alternative zu den Kriegerplänen heißt offenkundig wirklich: Trümmergrundstück. Kein Park, keine Freiheit, kein MultiCasa!

27.08.2011
12:30
IHK sieht durch Möbelhaus auf der Duisburger Freiheit die City in Gefahr
von mitleser2000 | #13

@#12
Was soll denn sonst auf die Fläche?! Ich finde die jetzige Mischung aus Möbelhaus, Park und optionalen Büros in Ordnung.

Alternativen gibts nicht viele.

Wohnen....naja zwischen Autobahn und Gleis. Sehr schön.
Naherholung? Da haben wir die 6-Seen-Platte und in der Stadtmitte den Kantpark.
Büros? Brauchen wir in Duisburg nicht.... Die Stadt hat sich schon am Innenhafen eingemietet damit der Leerstand reduziert wird...

Krieger baut das Ding ja nicht für Duisburger sondern für alle umliegenden (genauso wie das FOC) Bei der Kaufkraft in Duisburg lohnt sich nur der 99 cent Laden....mit 30 % auf Allles

27.08.2011
12:18
IHK sieht durch Möbelhaus auf der Duisburger Freiheit die City in Gefahr
von differenzierende | #12

#11 von mitleser2000
Ich empfehle, sich einmal mit Krieger und seinen Investitionen in Deutschland sich zu beschäftigen. Wenn er, wie in Hamburg, zehn Jahre brauchte, um die Politik rumzukriegen, ist es in Duisburg wegen der Naivität der Bürger hier, sofort gelungen.
Dieser Herr hat am Anfang seine Einschätzung der Dinge kundgetan, und zwar eindeutig. Büros geben in Duisburg keinen Sinn. Und real wird es in Duisburg mit Ausnahme ganz weniger Eigenbedarfe auch keine Investitionen dahingehend mehr geben. Somit ergänzt sich die reale Einschätzung von Krieger mit der Nüchternheit über Duisburg. Was bleibt, wird er dann den naiven Politikern mit der Argumentation, die Fläache kann doch nicht jahrelang Ödnis bleiben, schon sagen: Ich baue jetzt einfach und praktisch, eben Fach- und weiter Verbrauchermärkte. So wird es kommen, wie das Amen in der Kirche

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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