IG Metall in Duisburg will Arbeitnehmer-Empfang ohne Adolf Sauerland
13.04.2011 | 17:47 Uhr 2011-04-13T17:47:00+0200
Duisburg. Es gibt Streit um den Arbeitnehmerempfang der Stadt. In einem offenen Brief verlangt die IG Metall, dass OB Adolf Sauerland der Feierstunde fernbleibt. Nach der Loveparade könne die Gewerkschaft ihn nicht mehr als ersten Repräsentanten anerkennen.
Es gibt Streit um den Arbeitnehmerempfang, zu dem die Stadt traditionell im Vorfeld des 1. Mai einlädt. In einem offenen Brief verlangt die IG Metall, dass Oberbürgermeister Adolf Sauerland dem städtischen Empfang fernbleibt.
IG Metallchef Jürgen Dzudzek fordert Sauerland auf, die Stadt nicht beim Arbeitnehmerempfang zu repräsentieren. „Ein solcher Empfang kann unsererseits nicht durch Sie erfolgen. Unser Vertrauen in Ihre Glaubwürdigkeit und in Ihr Verantwortungsbewusstsein besteht nicht mehr“, heißt es in dem Schreiben.
„Regelmäßige Pfiffe“, so Dzudzek weiter, habe es gegen den OB schon früher gegeben, nach Sauerlands Verhalten nach der Loveparade-Katastrophe könne ihn die IG Metall aber nicht mehr als „ersten Repräsentanten“ der Stadt anerkennen. Nicht zuletzt nach der Verfolgung von Gewerkschaftern in der Nazi-Zeit sei der Empfang für die IG Metall ein „herausragendes Ereignis“. Sauerland erklärte gegenüber der Redaktion, dass er bei seiner Einladung bleibt: „Man kann kommen oder nicht kommen.“
Schon 2007 hatte es beim Arbeitnehmerempfang geknallt . Viele Betriebsräte blieben ihm fern, nachdem SPD-Ratsherr Osenger bei der Bürgermeisterwahl wegen der CDU gescheitert war.

20:08
Am Ende heilt die Zeit alle Wunden?
Ein Lob an den IGM Vorsitzenden Jürgen Dzudzek.
Mit seinem Schreiben spricht er vielen Menschen dieser Stadt aus dem Herzen. Auf diesem
Arbeitnehmerempfang hat solch eine Person, die sich bei jeder öffentlichen Erklärung zur Duisburger Katastrophe (Lovparade) mit allen wörtlichen Ausflüchten aus der Verantwortung gestohlen hat, nichts zu suchen. Dieses widerliche Anklammern an einen Bürgermeisterposten spottet jeder Beschreibung. Nur lange genug Aussitzen und am Ende spricht keiner mehr davon wer die Verantwortung hatte. Und die Stadtkultur ist schon bei der Planung der Lovparade den Bach runtergegangen. Mitunter hat man den Eindruck, dass die Bürger unserer Stadt der systematischen Verblödung von unseren Regierungsverantwortlichen ausgesetzt ist.
Servus
21:39
#58 Duesseldorfer 111
Der Prolet ist immer nur der, der andere als solche bezeichnet. Die Gründe, warum man den OB nicht will, sind richtig und wichtig. Der OB ist kein OB und nur eine armselige Gestalt an der Spitze einer Stadt, die wirklich Besseres verdient hätte. Doch die Christlichkeit steht davor.
18:16
Wenn ich so einige Kommentare von den schreibenden Proleten hier lese wird mir speiübel.
Wenn ich so einen Job mache und bin IG Metallchef
dann muß ich neutral sein. Dieser Funktionär ist fehl am Platze.
17:29
#56 von differenzierende
Die, die ihn tragen sind die, die von ihm profitieren. Der Rat ist voll davon.
17:00
Auch wenn man vieles nicht mittragen kann,das hier kommentiert wurde, eins ist Konsens. Dieser Oberbürgermeister muß, wenn er noch einschätzungsfähig sein sollte, erkennen, daß ihm jegliche, für ein Stadtoberhaupt zwingende Integrationskraft verloren gegangen ist. Was bleibt für seine Person in der Rolle des Oberbürgermeisters eigentlich noch übrig. Was ist das für ein Mensch, eine Person, der das nicht erkennt. Und was sind das für Menschen, die ihn in diesem Zustand immer noch tragen.
16:01
Ich wollte ja auch nur ein Beispiel geben, in welche Richtung ich bei den Leistungen des Herrn Sauberland denke, dass sollte keinesfalls vollständig sein. ;-)
Da wären z.B. auch noch die zukünftig verkleinerte Stadtbibliothek ohne Etat, Filmforum, 100-Meister, und und und. Man weiß ja gar nicht wo man anfangen soll die Wohltaten dieses OB zu besingen.
15:35
@53
Sie vergessen den Schuhkarton, der die Gebag in die Pleite treibt.
13:35
@50 Duisburgfan ...weil er in der Gesamtheit dieses Amtes über die Jahre einen guten Job für Duisburg gemacht hat und trotz der vorherrschenden Ratsmehrheiten noch macht...
Damit meinen sie wahrscheinlich ... öm... ja was eigentlich? Ach ja, Duisburg hat einen der größten Rotlichbezirke überhaupt. Das könnte man als seine Erungenschaft werten.
13:09
#48 Wahrheit5
Du weisst sehr gut, dass ich das längst begriffen habe. Und ich finde diese Einladung ziemlich daneben. Allerdings befürchte ich, dass man diesem bauernschlauen Verantwortungsverweigerer auf die praktizierte Art und Weise in die Hand spielt. Offener Brief mit all den richtigen und wichtigen Argumenten ja, und dann den OB ganz allein zu seinem Empfang stehen lassen, das wäre für mich ein Zeichen. Auf die jetzt praktizierte Art und Weise kann er sagen, dass er einlud und seine Geste der Versöhnung wohl nicht verstanden wurde. Ich bin für jedweden Widerstand, doch Widerstand muss manchmal auch klug geplant werden, und das ist hier schon ziemlich bizarr.
Wenn es wirklich so sein sollte, was ich Deinen Worten entnehmen muss, dass die Gewerkschaften sich nicht abgesprochen haben, dann tun sie mir leid. Natürlich darf niemand hingehen, bis auf diejenigen, die demonstrieren. Tradition hin oder her, im Sinne der Demonstration gegen den OB sollten auch die Duisburger Arbeitnehmer es verkraften können, in diesem Jahr keinen Empfang feiern zu können. Immer noch finde ich es schlimm, dass man so wenige Bürger zum deutlichen Protest motivieren kann. Gäbe es am 1. Mai etwas Besseres, als mindestens 1000 Menschen mit Trillerpfeifen?
#50 Duisburgfan
Wie gut der Job ist, den er macht, sollten Sie eigentlich ausser Ihrer Rechnerei anderweitig belegen können. Denken Sie an die Genehmigung einer nicht genehmigungsfähigen Veranstaltung mit 21 Toten und vielen, vielen Verletzten, fehlende Ganztagsbetreuung, an ein eigenmächtig in Auftrag gegebenes Gutachten, das das Papier nicht wert ist, auf dem es steht, an die Schliessung des Tropenhauses, an fehlende Verkehrssicherheit von Schülern für das Leuchtturmprojekt Berufsschulzentrum etc. etc. Wenn Sie das und viele andere Dinge gut nennen, mag ich mir die schlechten gar nicht erst vorstellen.
13:00
@50
Ganz so einfach ist es nicht, denn es wurden keinesfalls 64.000 Unterschriften _für_ Sauerland abgegeben und wer sich nicht gegen ihn äußert, ist nicht automatisch für ihn.
Ich bin aber überzeugt, dass es den meisten Wählern mittlerweile völlig egal ist, ob er bleibt oder nicht.
Nur können seine Feinde seit der LP-Katastrophe heucheln, die schlechte Zusammenarbeit mit dem OB läge in diesem Ereignis begründet, nicht in ihrem generellen Unwillen zur Zusammenarbeit mit einem schwarzen Stadtoberhaupt.