Idee für neue Haltestelle an Duisburger Jugendherberge

Klaus-Dieter Brüggenwerth plädiert für eine neue Haltestelle  an der neuen Jugendherberge.
Klaus-Dieter Brüggenwerth plädiert für eine neue Haltestelle an der neuen Jugendherberge.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Bürgerverein Neudorf und Leser Klaus-Dieter Brüggenwerth wollen den „Entenfang-Express“ mit einem neuen Haltepunkt attraktiver machen.

Duisburg.. Einmal in der Stunde tuckert die Regionalbahn 37 vom Bahnhof aus in Richtung Entenfang. Meist ist der „Entenfang-Express“ nur spärlich mit Fahrgästen besetzt. Der Bürgerverein Neudorf und Leser Klaus-Dieter Brüggenwerth wollen der Bahn mit einem Haltepunkt an der Jugendherberge zu neuer Attraktivität verhelfen. Von einer solchen Haltestelle würden auch Stadionbesucher und Sportpark-Nutzer profitieren.

Von der neuen Jugendherberge an der Kruppstraße sind es nur wenige Meter bis zu den Bahngleisen. „Dort wünsche ich mir eine Haltestelle“, sagt der Neudorfer Klaus-Dieter Brüggenwerth. Den gleichen Wunsch formulierte auch der Neudorfer Bürgerverein auf seinem Neujahrsempfang am letzten Sonntag; bereits bei einem Treffen im vergangenen Jahr hatte man den Wunsch Oberbürgermeister Sören Link in schriftlicher Form überreicht. Die Idee hinter dem angedachten Projekt: Eine Haltestelle dort würde den gesamten Sportpark versorgen, der sonst im öffentlichen Nahverkehr nur per Bus direkt angefahren wird.

Bahn blockt vorerst ab

Der nächste Bahnhaltepunkt befindet sich erst im Schlenk. „Die Besucher der Jugendherberge müssten noch nicht einmal die Straße überqueren“, wirbt Brüggenwerth für die Idee. „Bei Spielen im Stadion müsste die Polizei die Fußballfans zudem nicht mehr durch Wanheimerort leiten. Das ist auch ein wichtiger Sicherheitsaspekt“, fügt Ottmar Birke, Vorsitzender des Bürgervereins Neudorf, hinzu.

Vollkommen neu wäre eine Haltestelle in der Nähe der Regattabahn nicht. Zur Universiade 1989 wurde dort mit Schotter ein provisorischer Ein- und Ausstieg errichtet. Brüggenwerth hält eine feste Haltestelle an selber Stelle auch über 25 Jahre später noch für sinnvoll. „Außerdem wäre sie kostengünstig darstellbar“, unterstreicht der Duisburger, der ausführt: „Dort gibt es nur ein Gleis. Eine Rampe oder ein Aufzug würde dort nicht gebraucht. Der Nutzen wäre allerdings enorm.“ Brüggenwerth selber ist Bahnfreund, organisiert die Fahrten mit der Kulturlinie 901 und träumt davon, den Sportpark mit Hilfe der neuen Haltestelle vom Hauptbahnhof in wenigen Minuten zu erreichen.

Diesen Träumen erteilt die Bahn jedoch vorerst eine Absage. „Zu den World Games 2005 wurde allgemein darüber diskutiert, den Haltepunkt Duisburg-Wedau zu schließen und dafür an der Regattabahn einen neuen Haltepunkt zu bauen. Diese Überlegungen wurden jedoch nicht weiter verfolgt“, erklärt ein Bahnsprecher auf Nachfrage. Bei der Bahn gibt es derzeit kein Projekt, das sich mit der Thematik beschäftigt, heißt es weiter aus Bahnkreisen.