„Ich habe das vermisst“

Die vom ADFC entwickelten Touren der 31. Radwanderung führten auch hinaus in die Wälder.
Die vom ADFC entwickelten Touren der 31. Radwanderung führten auch hinaus in die Wälder.
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.. Als Dieter Berner um 10.50 Uhr am Kontrollpunkt auf der Königstraße seine Urkunde in Empfang nimmt, schauen einige umstehende Radler erstaunt auf den Verschwitzten. „Ich denke, die bekommt man erst, wenn man im Ziel ist?!?“, raunt es durch die Menge der Abfahrbereiten. „Das bin ich doch“, entgegnete der 75-jährige Rheinhausener, der bei der 31. Duisburger Radwanderung als Allererster der insgesamt knapp 5000 Teilnehmer das Ziel erreichte.

Eindreiviertel Stunde hatte der sportliche Senior für die knapp 50 Kilometer benötigt. Doch es ging beim gestrigen Freiluftvergnügen ja gar nicht in erster Linie um Sieg und Geschwindigkeit – sondern um den Spaß sowie den Genuss des Sonnenscheins und der vielen Sehenswürdigkeiten am Rande der beiden Tourstrecken.

Einige holprige Abschnitte

„Es gab zwar einige holprige Abschnitte rund um Bissingheim und den Entenfang, insgesamt war das aber eine schöne Runde“, berichtet Berner. Es war seine mindestens 15. Teilnahme an diesem Radsport-Spektakel, das erstmals seit 2010 wieder stattgefunden hat. „Ich habe das vermisst“, sagt Berner mit Blick auf die beendete Zwangspause. Eine Pause habe er unterwegs eingelegt: am Wasserwerk Bockum in Düsseldorf-Wittlaer. Dort stärkte er sich mit einem frisch gezapften Glas Brunnenwasser und einer Tüte Gummibären.

Kurz danach ist auch der Duisburger Ralf Reizer (44) wieder zurück. Auch er war gleich morgens um 9 Uhr von der Stadtmitte aus losgeradelt. „Ich wollte dem Gedränge aus dem Weg gehen.“

Mit dem Elektro-Bike

Christel und Heinz Döring sind die 20-km-Familienrunde gefahren. „Da war viel Neuland für uns dabei“, erzählt das Paar aus Baerl. Wendepunkt auf dieser Tour war die Sportanlage des ETuS Bissingheim. „Da haben wir ein Päuschen bei Kaffee und Kuchen eingelegt“, erzählt Christel Döring (51). „Und ich habe dort zufällig einen alten Arbeitskollegen wiedergetroffen“, ergänzt ihr Ehemann Heinz (56).

Mit einem Elektro-Bike, das Pedalritter mit einem Motor tatkräftig unterstützt, hat Werner Berger aus Wanheimerort die Großrunde gemeistert. „Einige der gelben Markierungspfeile hätten früher aufgezeichnet sein können. An einer Abbiegung bin ich vorbeigefahren.“ Sonst sei alles so schön gewesen, dass Berger nun selbst eine Radtour organisieren will – für die Mitglieder seines Kleingartenvereins.