Hühner und Enten auf Duisburger Abenteuerspielplatz getötet

Zehn Hühner und zwei Enten lebten auf dem Abenteuerspielplatz in Hochheide. Jetzt sind fünf Tiere tot – vom Rest fehlt jede Spur.
Zehn Hühner und zwei Enten lebten auf dem Abenteuerspielplatz in Hochheide. Jetzt sind fünf Tiere tot – vom Rest fehlt jede Spur.
Foto: Archiv/imago
Was wir bereits wissen
Auf dem Bauspielplatz Tempoli in Homberg wurden mehrere Hühner und eine Ente getötet. Obwohl Bissspuren gefunden wurden, waren wohl eher Menschen am Werk.

Duisburg.. Es war eine grausame Entdeckung, die die Mitarbeiter des Abenteuerspielplatzes Tempoli gemacht haben. Als sie Mittwochmorgen auf dem anderthalb Hektar großen Areal an der Ehrenstraße unterwegs waren, fiel ihnen auf, dass die Türe zu dem Stall, in dem Hühner und Enten leben, offen stand. Zehn Hühner und zwei Enten hatten dort ihr Zuhause. Fünf der Tiere sind nun tot, von dem Rest fehlt jede Spur.

Die Polizei, die den Tatort später untersuchte, stellte Bissspuren an einem der Tiere fest, trotzdem sei nicht davon auszugehen, dass es ein Fuchs oder ein anderes Tier war, der das Geflügel gerissen hat: "Der Stall ist zwar nicht abgeschlossen, aber den Riegel öffnen, das kann kein Tier bewerkstelligen", geht Tempoli-Leiterin Beate Kalk davon aus, dass hier böse Menschen ihr Unwesen getrieben haben. "Bei den anderen Tieren fehlten auch noch die Köpfe", schildert die Sozialarbeiterin die Situation an jenem Morgen. Zudem sei der Tierbereich für sich abgeschlossen und vom übrigen Bereich des Spielplatzes mit Tor und Zaun getrennt.

Polizei sucht Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben

Auch am Tag danach fragen Beate Kalk und die Kinder, die in der Tier-Gruppe die Hühner und Enten versorgt haben, sich, wer so etwas Grausames getan haben könnte. "Wir haben hier niemanden in der Nachbarschaft, dem wir vielleicht ein Dorn im Auge sein könnten. Es gab auch keine Beschwerden", sagt Kalk, die den städtischen Bauspielplatz seit 2008 leitet.

Auch wenn es nicht der erste Vorfall war auf dem Spielplatz in Hochheide. Vor vielleicht zwei Jahren waren auf einmal Kamerun-Schafe, die auf Tempoli zuhause waren, verschwunden. Ein drittes fand sie damals noch rechtzeitig, mit zusammengebundenen Läufen. Einen Zusammenhang sieht die Tempoli-Chefin jedoch nicht.

Um den Fall aufzuklären zu können, sucht die Polizei deshalb nun Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 35 unter der Telefonnummer 0203/2800 entgegen. (mawo)