Das aktuelle Wetter Duisburg 9°C
Christopher Street Day

Homosexuelle zeigen beim CSD in Duisburg Flagge gegen Diskriminierung

30.07.2012 | 09:00 Uhr
Homosexuelle zeigen beim CSD in Duisburg Flagge gegen Diskriminierung
Beim CSD waren auch (v. l.) Ilja, Ralf und Myles zu Gast.Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.  Der Christopher Street Day (CSD) lockte am Samstag zahlreiche Besucher auf den Duisburger Averdunkplatz. Homo- und heterosexuelle Menschen setzten mit einer Mischung aus Information und Unterhaltung ein Zeichen gegen Diskriminierung von sexuellen Minderheiten. Der Verein "DU Gay" freute sich über die positive Resonanz.

Bereits zum zehnten Mal lockte der Christopher Street Day (CSD) am Samstag zahlreiche homo- und heterosexuelle Besucher auf den Averdunkplatz. Mit einer Mischung aus Information und Unterhaltung setzten die Veranstalter ein Zeichen gegen die Diskriminierung von sexuellen Minderheiten.

An 20 Infoständen präsentierten schwul-lesbische Gruppen und Vereine ihre Arbeit, auf der Bühne sorgte ein buntes Programm für ausgelassene Feierstimmung. Auch Vertreter aller demokratischen Parteien informierten an eigenen Tischen über ihr Engagement für die Rechte Homosexueller und meldeten sich im Polittalk auf der Bühne zu Wort.

"An uns kommt niemand vorbei"

„100 Prozent Duisburg gibt es nur mit uns Homosexuellen . Dass die Stadt uns heute einen so zentralen Standort zur Verfügung stellt und unsere Flaggen sogar an den Fahnenmasten auf der Königsstraße wehen, freut uns riesig“, erklärt Dietrich Dettmann vom Organisationsteam des Vereins „DU Gay“. Wie lebendig die Szene gerade in Duisburg ist, verblüffte am Samstag alle interessierten Innenstadtbummler, die zufällig oder gewollt ins bunte Treiben der Veranstaltung gerieten.

Neben der Aids-Hilfe, dem Homosexuellen-MSV-Fanclub „Rainbow-Zebras“ oder den Schwusos von der SPD war sogar ein schwul-lesbischer Karnevalsverein vertreten. Uwe Borowski, erster Vorsitzender des Klubs, suchte immer wieder den Kontakt zu Besuchern: „Das Schöne an diesem Fest ist, dass wir unsere Präsenz in so ungezwungener Atmosphäre demonstrieren können. Mitten in der Fußgängerzone platziert, kommt heute niemand an uns vorbei“, sagt Borowski und lacht. „In unserem Verein sind alle Karnevalsfans willkommen – egal, ob homo, bi, transgender oder hetero“, betont er.

NRW-Regenbogenfahne als Symbol der Solidarität

Michael Wegner und Ehefrau Susanne Eschenbach begeisterte neben kulinarischen Köstlichkeiten und kühlen Erfrischungen vor allem das abwechslungsreiche Bühnenspektakel. „Wir schauen uns gern hin und wieder eine Travestie-Show an, das hat Unterhaltungswert. Wenn wir mit unserem Besuch obendrein die Gleichberechtigung sexueller Randgruppen fördern können, kommen wir glatt doppelt so gern“, sagt Wegner. Höhepunkt des Programms war neben dem schrillen Gesangsduo Just Mike & Angelica Glitzer außerdem die Übergabe der NRW-Regenbogenfahne, die als Symbol für die Solidarität von CSD zu CSD gereicht wird.

Miriam Lenkeit



Kommentare
30.07.2012
23:45
Homosexuelle zeigen beim CSD in Duisburg Flagge gegen Diskriminierung
von Hugo60 | #3

Schade, dass man die Kommentare der Homophoben gelöscht hat.

30.07.2012
14:22
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

30.07.2012
13:50
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

1 Antwort
Homosexuelle zeigen beim CSD in Duisburg Flagge gegen Diskriminierung
von dborrmann | #1-1

Es wäre schön, wenn wir in Deutschland wenigstens seitens der Politiker die Diskrimminierung und Benachteiligung von Lesben/Schwulen/Transgendern endlich beenden würden. Leider ist dies noch nicht so weit. Ende Juni scheiterte im Bundestag an CDU und, man glaubt es kaum, an der FDP ein Gleichstellungsgesetz.

Selbstverständlich sind Hassregime und Autokratien wie Iran, Irak, Saudi Arabien abzulehnen. Ähnliches gilt für Jamaika und viele afrikanische Staaten. Aber auch Russland, Weißrussland, die Ukraine sind nicht koscher betreffend die Verfolgung von Schwulen/Lesben/Transgendern.

Aus dem Ressort
Kritik an Stadt Duisburg - Zeltstadt wie in einem Krisenland
Asylbewerber
Das Asyl-Auffanglager auf dem Ascheplatz der Sportfreunde 09 in Duisburg gilt bundesweit als Negativ-Beispiel dafür, wie unzureichend eine Stadt auf die Welle an Flüchtlingen aus Krisengebieten eingestellt ist. In 20 Zelten sollen 150 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Kritik an der Stadt wächst.
Schwerverletzter Junge nach Drachen-Unfall noch in Klinik
Drachen
Der Junge, der Dienstag beim Drachensteigen in den Walsumer Rheinauen verunglückt ist, liegt weiter mit sehr schweren Verletzungen im Krankenhaus. Derzeit sieht die Duisburger Polizei beim Vater kein strafrechtliches Verschulden. Ein Drachen-Experte spricht über das nicht ganz ungefährliche Hobby.
Duisburger „Clownsklasse“ tritt bei der Ruhrtriennale auf
Ruhrtriennale
Duisburg Grundschüler wirken in der Choreographie „Surrogate Cities Ruhr“ mit, die bei der Ruhrtriennale in der Kraftzentrale des Landschaftsparks aufgeführt wird. Sie arbeiten mit internationalen Stars. Neben der Klasse aus Duissern sind auch Schüler aus Dortmund und anderen Städten dabei.
Holi-Festival in Duisburg steht weiter auf der Kippe
Event
Das Farbspektakel Holi-Festival, das am ersten September-Wochenende im Duisburger Rheinpark steigen soll, steht weiterhin auf der Kippe. Bei der Stadt Duisburg sei bislang gar kein Bauantrag eingegangen. Deshalb gebe es derzeit auch gar nichts zu genehmigen, so eine Sprecherin der Stadt.
Duisburger Kantpark soll ab 2015 zum Erholungsraum werden
Planung
Ab 2015 will die Stadt den in die Jahre gekommenen Kantpark mit Bürgerbeteiligung umgestalten. Der Plan ist, einen unkomplizierten Erholungsraum für die gesamte Stadtbevölkerung zu erschaffen. Schon in der Vergangenheit hatte es einige Gestaltungsideen für das Areal gegeben.
Fotos und Videos
Stadtteilspaziergang
Bildgalerie
Oase der Ruhe
Rheinschwimmer auf der Durchreise
Video
Rheinschwimmer
Tanz-Performance in Duisburg
Bildgalerie
Ensemble „The Roof“