Homberger Heimatforscher feiern runden Geburtstag

Im Homberger Heimatmusem, das der Freundeskreis Historisches Homberg eingerichtet hat, gibt es auch dieses historische Klassenzimmer zu bestaunen. Im Bild die drei Vereins-Gründungsmitglieder ( v. l.) Udo Vohl, Reinhard Stratenwerth und Dirk Lachmann.
Im Homberger Heimatmusem, das der Freundeskreis Historisches Homberg eingerichtet hat, gibt es auch dieses historische Klassenzimmer zu bestaunen. Im Bild die drei Vereins-Gründungsmitglieder ( v. l.) Udo Vohl, Reinhard Stratenwerth und Dirk Lachmann.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Freundeskreis Historisches Homberg hat in 30 Jahren tausende Dokumente und hunderte historische Ausstellungsstücke zusammengetragen.

Duisburg.. Der Freundeskreis Historisches Homberg feiert in diesen Tagen runden Geburtstag: 30 Jahre hat der Verein auf dem Buckel. Und wie seit dem Tag der Gründung am 20. Februar 1985 lauten die wichtigsten Aufgaben auch heute noch: sammeln und bewahren. Und zwar alles, was mit der Geschichte des Gebietes der ehemaligen Stadt Homberg zu tun hat. So sind in den vergangenen drei Dekaden tausende Dokumente und hunderte Erinnerungsstücke zusammengekommen. „Und wir wollen sie den Bürgern auf unterschiedlichste Art und Weise zugänglich machen“, sagt Udo Vohl, der Vorsitzende des Vereins.

Treffpunkt ist das Homberger Heimatmuseum. Dies ist in der dritten Etage des Kultur- und Freizeitzentrums an der Augustastraße untergebracht. In den zwei Räumen sind spannende Ausstellungsgegenstände zu sehen – etwa zur Tradition als Druckerei-Standort, der Homberg bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts war. „Dieser Raum ist auch die Keimzelle des Vereins“, so Vohl und sein Stellvertreter Dirk Lachmann. Sie zählen neben Archivar Reinhard Stratenwerth zu den verbliebenen Gründungsmitgliedern.

Keimzelle zur Vereinsgründung war eine VHS-Vortragsreihe

Es begann alles mit einer Vortragsreihe der VHS in eben jenem Raum. Die heutige Regierungspräsidentin Gisela Walsken stellte genau hier damals die Erkenntnisse ihrer Forschungen zu „Bevölkerung und Wirtschaft in Homberg“ vor, die sie im Rahmen ihres Geografie-Studiums durchgeführt hatte. „Und am letzten Abend waren viele Teilnehmer der Überzeugung, dass diese Treffen fortgesetzt werden müssten. Kurz darauf haben wir den Verein gegründet“, erzählt Vohl.

Heute zählt der Freundeskreis rund 300 Mitglieder. In der Spitze – das war in den 90ern – waren es 450. Noch immer bietet der Verein regelmäßig Ausflugstouren: Die Ziele werden nach historischen oder kulturellen Gesichtspunkten ausgewählt. Zwei- bis dreimal im Jahr gibt es Vorträge zu Homberger Themen. „Und wir haben in unserem Archiv noch so viel spannendes Material gefunden, dass wir noch Vortrags-Stoff für mindestens 30 weitere Jahre hätten“, sagt Archivar Stratenwerth mit einem Augenzwinkern.

Für mehr Kunst im öffentlichen Raum engagiert

Das Engagement des Vereins wird aber auch im Stadtteilbild sichtbar: Der Freundeskreis war es, der dafür sorgte, dass heute zahlreiche Kunstwerke mit industriellem Hintergrund im öffentlichen Raum von Essenberg, Alt-Homberg und Hochheide zu bewundern sind. Als Beispiele nennt Lachmann den Mühlstein, die Seilscheibe, diverse Kohlenloren oder den im Jahr 1990 für damals 100.000 Mark instandgesetzten Marktbrunnen.

Für den Verein sei die Nachwuchs-Gewinnung ein zentrales Zukunftsthema, so Vohl. Daher sei eine erhöhte Internet-Präsenz vonnöten. „Nur so kommen wir an die jungen Leute heran.“ Lachmann setzt zudem auf Projekte, die eine Zusammenarbeit mit Homberger Schulen vorsehen. „Wenn die Schüler ein Thema im Unterricht behandeln, stellt das sofort eine engere Beziehung her. Und das bindet sie vielleicht ja auch an unseren Verein.“