Hohe Beteiligung bei IG Metall-Vorwahl
07.12.2009 | 08:00 Uhr 2009-12-07T08:00:00+0100Das Experiment ist gelungen: Die IG Metall hatte im Vorfeld der Betriebsratswahlen bei Thyssen-Krupp Steel (TKS) im kommenden Jahr zur Ur-Wahl ihrer Kandidaten aufgerufen und 7208 der mehr als 11 000 Mitarbeiter hatten sich daran beteiligt.
Als Ausdruck des Willens der Belegschaft, per Persönlichkeitswahl die neue Arbeitnehmervertretung zu besetzen, wertete Betriebsrats-Vorsitzender Willi Segerath die verhältnismäßig hohe Wahlbeteiligung bei den Vor-Wahlen.
Mit deutlichem Abstand liegt der Amtsinhaber bei der Stimmenauszählung für die IG Metall-Liste vorne. Jürgen Dzudzek, 1. Bevollmächtigter der mächtigen Metaller-Gewerkschaft, betonte, dass unter den Bewerbern für die 39 Betriebsratssitze junge, weibliche und Kandidaten mit Migrationshintergrund gut positioniert seien. Vier Frauen unter den ersten zehn, sagt Dzudzek, „das ist für den Stahlbereich sensationell”.
Arbeitsmangel werde der im März am Standort Hamborn zu wählende Betriebsrat jedenfalls nicht haben, ist sich Segerath sicher: „Es wird eine der härtesten Legislaturperioden, die wir jemals gehabt haben”, kündigte der konflikterfahrene Gewerkschafter an. Auch wenn man in der Stahlproduktion derzeit „kein Mengenproblem” habe, sei ein Ende der Krise nicht sicher: „Im März wird man klarer sehen können.”

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