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Stahlindustrie

Hüttenwerke Krupp-Mannesmann prüfen Kurzarbeit für Anfang 2016

26.11.2015 | 19:00 Uhr
Hüttenwerke Krupp-Mannesmann prüfen Kurzarbeit für Anfang 2016
Die Geschäftsführung von HKM prüft, ob ein Antrag auf Kurzarbeit für die ersten Monate des nächsten Jahres gestellt wird.Foto: Hayrettin Özcan/Funke Foto Service

Duisburg.   Wegen Mengenrücknahmen der Gesellschafter prüft die HKM-Geschäftsführung Kurzarbeit für die ersten Monate des Jahres 2016.

Die Geschäftsführung der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann (HKM) wird möglicherweise Kurzarbeit für die ersten Monate des Jahres 2016 bei der Agentur für Arbeit beantragen. „Die Prüfung läuft, sie ist allerdings ergebnisoffen“, bestätigte Arbeitsdirektor Peter Gasse am Donnerstag. Als Grund nennt er Abbestellung von HKM-Produkten bei den Gesellschaftern Thyssen-Krupp, Vallourec und Salzgitter – sie sind gleichzeitig die einzigen Kunden der Hütte.

Der Betriebsrat wurde im Wirtschaftsausschuss von den Plänen der Geschäftsführung in Kenntnis gesetzt, er informierte daraufhin über die Vertrauensleute die Belegschaft. „Wir kennen die Zahlen und müssen davon ausgehen, dass die Agentur für Arbeit einen Antrag auf Kurzarbeit genehmigen würde“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Ulrich Kimpel.

Bei den Mengenrücknahmen der Gesellschafter soll es sich um eine Größenordnung von rund 100 000 Tonnen pro Monat handeln. Die monatliche Kapazität der Hütte liegt zwischen 430 000 und 440 000 Tonnen. Besonders schlagen offenbar die Schwierigkeiten bei Vallourec ins Kontor. Der Röhren-Spezialist habe für Januar und Februar rund 50 Prozent der üblichen Abnahmemenge abgemeldet, heißt es. Ob die Bestellungen im März wieder anziehen, sei noch ungewiss. Hintergrund der Entwicklung sind die anhaltend niedrigen Öl- und Gaspreise, die auch das Pipeline-Geschäft von Vallourec ins Stocken bringen.

Martin Ahlers

Kommentare
27.11.2015
23:30
Hüttenwerke Krupp-Mannesmann prüfen Kurzarbeit für Anfang 2016
von astor97 | #2

....warum schreibt man nicht offen, dass die Sanktionen gegen Russland hier eine große Rolle spielen und der Steuerzahler auf Umwegen wegen einer...
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1 Antwort
Weil Deine Einschätzung richtig ist
von Nicht_Gackern_Eier_legen | #2-1

Weil Deine Einschätzung richtig ist. Doch damit nicht genug. Die Billigstrategie im Stahlbereich, die durch wegbrechende Aufträge ursächlich falscher Aussenpolitik entstand, verursacht das nur Billigstahl nachgefragt ist. Dem Wettbewerb braucht sich Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (SMGB) in Mülheim erst gar nicht stellen. So der BR-Vorsitzende. Erstmals teilte er mit was er seit einem Monat weiss der Belegschaft mit 81 Arbplätze abbauen 102 Outsourcen. Das Outsourcen erfolgt durch Missbrauch von Werkverträgen.Lässt sich bei Bescäftigten für Verantwortlichge leichter vermitteln wenn vorher Kurzarbeit gemacht wird und danach dann richtig klotzen.Doch Missbrauch von Werkverträgen ist nur durch verfehlte Innenpolitik möglich. Der BR-Vorsitzende SMGB ist übrigens stv. AfA Bundesvorstandsmitglied der SPD

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Hüttenwerke Krupp-Mannesmann prüfen Kurzarbeit für Anfang 2016
Hüttenwerke Krupp-Mannesmann prüfen Kurzarbeit für Anfang 2016
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2015-11-26 19:00
Hüttenwerke Krupp-Mannesmann,HKM,Duisburg,Kurzarbeit
Duisburg