Hiernoymus Bosch verstehen

Um Hieronymus Bosch geht es bei der Mercator-Matinée am Sonntag, 31. Mai, um 11.15 Uhr im Kultur- und Stadthistorische Museum am Johannes-Corputius-Platz.

Die Bilderfindungen des niederländischen Malers (1450-1516) lösen Assoziationen von Wahn und finsteren Epochen aus. Doch haben seine berühmten Mischwesen-Figurationen nicht nur religiöse und moralische Funktionen. Sie sind auch darin begründet, Hölle, Sünden und Torheit zunehmend als Feld künstlerischer Kreativität zu entdecken. So lösten Boschs Höllenbilder im 16. und 17. Jahrhundert weniger Angst und Zweifel als vielmehr Bewunderung und Schmunzeln aus. Ohne die Prinzipien der Parodie und Satire sind seine Kunst und seine Zeit nicht zu verstehen. Referent Stefan Fischer gilt als Bosch-Experte.