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Haushalt 2013

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OB Link wünscht sich ein stärkeres Engagement der Bürger
Sören Link ist seit Anfang Juli 2012 Duisburgs Oberbürgermeister.Foto: Stephan Eickershoff

Die Probleme bei der Küppersmühle dagegen waren bekannt. Wird es dort im neuen Jahr endlich eine Lösung geben?

Link: Ich fürchte, dass es nicht kurzfristig klappen wird, weil dafür mit der Stadt, der Gebag, dem Ehepaar Ströher, dem Sponsor Evonik und dem Land viele Beteiligte im Boot sitzen, mit denen die Lösung abgestimmt werden muss. Und man muss ehrlicherweise sagen, dass diese Lösung nicht kostenneutral sein wird. Unabhängig davon ist es traurig, dass ein deutschlandweit bekanntes und geachtetes Museum nur noch mit diesem Rostwürfel verbunden wird. Damit muss Schluss sein. Ich hoffe, dass wir bald sagen können: Es war bitter, es hat weh getan, aber jetzt können wir mit diesem Museum wieder werben. Daran hat jeder der Beteiligten ein Interesse.

Bereits im Januar wird der neue Haushalt eingebracht. Müssen sich die Duisburger wieder auf Sparpakete, Streichkonzerte und Steuererhöhungen einstellen?

Link: Wir werden das schultern müssen, was uns zusätzlich durch gesetzliche Änderung auferlegt wird. Der U3-Ausbau in den Kitas wird Geld kosten, aber auch die Umsetzung des neuen Brandschutzbedarfsplans für die Feuerwehr. Um das zu kompensieren, gibt es nicht viele Möglichkeiten. Sparen ist das falsche Wort, wir können höchstens Leistungen kürzen, wobei die Grenze irgendwann erreicht ist. Oder wir können optimieren oder durch Steuererhöhungen Mehreinnahmen schaffen.

Wie groß ist das Etatloch für 2013?

Link: So weit mir bekannt, liegen wir noch im einstelligen Millionenbereich. Aber ich glaube fest an unsere Chance, den Kreislauf neuer Schulden durchbrechen zu können. Das sehe ich längst nicht bei jeder Stadt, die einen Haushaltssanierungsplan aufgestellt hat. Es werden sehn harte, bittere Jahre und gewiss kein Vergnügen. Aber viel wichtiger ist die Botschaft, dass wir das hin kriegen. Und wir sollten uns dabei aber auch darauf besinnen, was uns auszeichnet und was uns gelungen ist.

Zum Beispiel?

Link: Zum Beispiel die Audi-Ansiedlung im Hafen mit 500 Arbeitsplätzen. Da muss man lange und weit in die Region schauen, um Vergleichbares zu finden. Oder nehmen sie die Kitas. Da haben wir vorbildliche Programme, da braucht sich die Stadt nicht zu verstecken. Auch wenn wir bei den U3-Plätzen noch nicht so gut dastehen. Kurz gesagt: Wir dürfen uns nichts in die Tasche lügen, aber wir müssen selbstbewusst nach vorn schauen.

Bis Ende März muss der neue Opernvertrag unterschrieben sein. Bisher ist unklar, wie die 1,5 Millionen Euro gespart werden sollen. Droht an der Stelle erneut eine Debatte um den Fortbestand?

Link: Wir werden in Duisburg die 500.000 Euro an Einsparsumme bringen. Ich werde dazu mit allen Verantwortlichen reden und hoffe, dass sich dieser Betrag allein durch Kooperationen und Effizienzsteigerungen realisieren lässt. Bei der Deutschen Oper am Rhein selbst geht es um eine Million Euro, die eingespart werden muss. Dazu werden Wirtschaftsprüfer ein Gutachten erstellen. Ich gehe davon aus, dass die DOR das hinkriegt. Gesichert ist die Vertragsunterzeichnung daher aber noch nicht.

Kommentare
07.01.2013
19:34
Zentrum - Danke... - Danke gleichfalls...!
von JoachimMutz | #85

Hoffentlich begegnen wir diesem TeBe nie auf der Straße...

Nicht, weil er sich dann fürchten müsste.... NEIN (!) - Nicht, dass wir uns...
Weiterlesen

1 Antwort
von JoachimMutz | #85
von wattearvolt | #85-1

@JoachimMutz: Wie hieß es schon in einem anderen Thread ? Dont feed the troll :-))

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7439860
OB Link wünscht sich ein stärkeres Engagement der Bürger
OB Link wünscht sich ein stärkeres Engagement der Bürger
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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/ob-link-wuenscht-sich-ein-staerkeres-engagement-der-buerger-id7439860.html
2013-01-02 10:39
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