Hausärzte kritisieren „Kahlschlag“

Den Kompromiss bei der Organisation des ärztlichen Notdienstes kritisiert der Hausärzteverband als „Kahlschlag in der Notfallversorgung“. In einer Vertreterversammlung am heutigen Mittwoch, 11. Februar, will die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KV NO) das neue Bereitschaftsdienstkonzept auf den Weg bringen .

Die demographische Entwicklung macht eine Neuausrichtung „zwingend notwendig“, so der Hausärzteverband. Die Zahl insbesondere der Hausarztpraxen sinke bei. gleichzeitig steigenden Anforderungen im Bereitschaftsdienst. Die Vergütung durch die Krankenkassen sei „knapp bemessenen“

41 Notfallpraxen und die Halbierung der Fahrdienste auf 54 sollen künftig die Notfallversorgung sichern. Bisher gab es landesweit 83 Notfallpraxen und 111 Fahrdienste. Landesweit über die Fläche Nordrheins werden 15 Kinder-Notfallpraxen und 16 HNO-/ Augenpraxen eingerichtet.

„Ärztliche Hilfestellung im Notfall kann so weder räumlich noch zeitlich weiter sichergestellt werden“, betonen die Hausärzte. Sie fordern, neu eingeführten Fachdienste fortlaufend und nach einem Jahr abschließend in Ihrer Effizienz für die Versorgung zu bewerten. Die Kreisstellen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein vor Ort müssten außerdem in die Neuausrichtung der Notdienstversorgung eingebunden werden.