Harald Schmidts "Lustige Witwe"
06.05.2009 | 17:42 Uhr 2009-05-06T17:42:00+0200Packende Inszenierungen mit tollen Sängern verspricht der designierte Rheinoper-Intendant Christoph Meyer für seine erste Spielzeit.
Der neue Generalintendant, sein Generalmusikdirektor Axel Kober und Ballettchef Martin Schläpfer stellten gestern ihre Pläne für die Saison 2009/2010 vor.
Im Duisburger Haus der Rheinoper stehen sechs Musiktheater-Premieren an: Am 19. September 2009 eröffnet „Salome” von Richard Strauss die Spielzeit. Regie führt Tatjana Gürbaca. Nachdem Jean-Pierre Ponnelles „Rigoletto”-Version über 30 Jahre gespielt wurde, folgt am 24. Oktober 2009 eine Neuinszenierung durch David Hermann. Es dirigiert Johannes Debus.
„Peter Grimes” von Benjamin Britten erlebt seine Duisburger Premiere am 8. November 2009. Die musikalische Leitung hat Axel Kober, für die Inszenierung ist der Gelsenkirchener Immo Karaman verantwortlich. Besonders gespannt sein darf man auf die „Die lustige Witwe”, die ebenfalls vom neuen GMD geleitet wird: Die Regie besorgt Fernsehgröße Harald Schmidt gemeinsam mit Christian Brey, der auch schon an Schmidts Stuttgarter „Hamlet”-Musical beteiligt war. Die Duisburger Premiere ist am 12. Februar 2010.
Aus dem Fundus der Barock-Oper erleben „Les Paladins” von Jean-Philipe Rameau ihre Deutsche Erstaufführung. Regie und Choreografie liegen in den Händen der Ruth-Berghaus-Schülerin Arila Siegert. Am Dirigentenpult wird ab 29. April 2010 der Alte-Musik-Spezialist Konrad Junghänel stehen.
Der Duisburger Kulturdezernent Karl Janssen lobte Meyers Spielplan als „frisch und jugendlich” und so erlebt dann auch als Oper für das junge Publikum „Robin Hood” von Frank Schwemmer am 5. Dezember 2009 ihre Premiere in Duisburg. Speziell für Kinder und Jugendliche werden zudem „Hexe Hillary geht in die Oper” von Peter Lund sowie „Der kleine Schornsteinfeger” von Benjamin Britten im Opern-Foyer gespielt.
Nur in Düsseldorf gezeigt wird Jörg Widmanns Gentechnik-Oper „Das Gesicht im Spiegel” (27. März 2010) und Richard Wagners „Tristan und Isolde” (29. Mai 2010). Hierbei handelt es sich um eine Übernahme einer Inszenierung von Claus Guth, die für das Opernhaus Zürich entstanden ist.
Eine ganz neue Ausrichtung erfährt das Ballett: Der neue Direktor Martin Schläpfer bringt fast seine ganze Compagnie aus Mainz mit und wird auf die klassischen Handlungballette verzichten. In den Programmen, die in Duisburg gespielt werden, zeigt Schläpfer Choreographien zu Sinfonien von Mendelssohn-Bartholdy (23. Januar 2010) sowie Witold Lutoslawski (13. März 2010) und kombiniert dabei eigene Werke mit Choreografien von Hans van Manen, George Balanchine sowie Paul Lightfoot. Außerdem wird ab 19. Dezember Bachs „Kunst der Fuge” vertanzt.
Die Vorschau auf die neue Spielzeit liegt ab sofort im Opernshop aus. Im Internet sind ab heute unter www.operamrhein.de Karten erhältlich.

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