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Handy-Verträge

Handy-Betrüger „erschufen“ Kunden – 438.000 Euro Schaden

05.01.2012 | 16:45 Uhr
Handy-Betrüger „erschufen“ Kunden – 438.000 Euro Schaden
Mit einem gigantischen Betrug beschäftigt sich seit Donnerstag das Duisburger Landgericht. Eine band täuschte Handy-Verträge vor – und richtete rund 438.000 Euro Schaden an.Foto: Ulrich von Born

Duisburg.Mit dem ersten Verfahren rund um einen gigantischen Betrug mit gefälschten Handy-Verträgen hatte es am Donnerstag die 1. Große Strafkammer des Landgerichts Duisburg zu tun. Eine Tätergruppe aus den Niederlanden, deren Zentrum eine dubiose Firma in Dinslaken gewesen sein soll, soll in den Jahren 2008 und 2009 in nicht weniger als 396 Fällen Telefonunternehmen mit erfundenen Vertragsnehmern betrogen haben. Schaden: rund 438.000 Euro.

Dafür, dass die Staatsanwältin zwei Stunden benötigte, um die umfangreiche Anklage zu verlesen, fiel das Urteil gegen einen 34-jährigen Mann aus Apeldoorn schnell. Nach vierstündiger Verhandlung wurde er zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Telefon-Läden auch in Dinslaken, Essen, Oberhausen und Bottrop

Möglich war das nur dank seines Geständnisses. Der Mann berichtete, dass er in die kriminellen Machenschaften hineingezogen worden sei. Zunächst hatten sich die Täter noch die Mühe gemacht, Personen aus den Niederlanden heranzuschaffen, sie mit falschen Papieren auszustatten und in Telefonläden in Duisburg, Dinslaken, Essen, Oberhausen und Bottrop Verträge unterschreiben zu lassen.

Gefälschte Handy-Verträge
Händler machten offensichtlich mit

Angeblich hatten die frei erfundenen Niederländer zur Tatzeit sämtlich ihren Wohnsitz in Duisburg gehabt. Offenbar waren die Inhaber und Manager der Handy-Läden, in denen die Verträge geschlossen wurden, in die Sache eingeweiht, machten mit und kassierten auch mit. Denn ohne die persönliche Anwesenheit der jeweiligen Kunden hätten die Verträge nicht abgeschlossen werden dürfen.

Später wurden in den Läden nur noch gefälschte Papiere vorgelegt. „Ich bin Gott, ich erschaffe Menschen“, soll der „Chef“ des für 1.800 Euro im Monat fest angestellten Angeklagten gewitzelt haben. Einige der so erschwindelten hochwertigen Handys nebst passenden SIM-Karten nutzten die Täter selbst.

Verfahren gegen mutmaßlichen Drahtzieher steht noch aus

Der größere Teil der Geräte wurde in einem Laden in Oberhausen abgegeben und vermutlich weiter verkauft. Der bislang nicht vorbestrafte Angeklagte, der bereits neun Monate in Untersuchungshaft saß, gestand, in 38 Fällen an den kriminellen Machenschaften beteiligt gewesen zu sein. Er kam mit einem vergleichsweise milden Urteil davon. Das Verfahren gegen mutmaßliche Drahtzieher der kriminellen Machenschaften steht noch aus.

Bodo Malsch

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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