Hand in Hand für die Bürger
05.11.2008 | 17:33 Uhr 2008-11-05T17:33:00+0100„Die Philosophie zwischen EG DU und Bürgerstiftung stimmt. Beide wollen Maßnahmen nach oben bringen”, sagt Gabriela Grillo, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung.
Gabriela Grillo erntet dabei zustimmendes Nicken von Oberbürgermeister Adolf Sauerland und Heiner Maschke, Geschäftsführer der städtischen Tochter EG DU (Entwicklungsgesellschaft Duisburg), aber auch von Dieter Kroll, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Bürgerstiftung.
Alle Beteiligten stellten gestern ein Gesellschaftermodell vor, das im Kernpunkt der städtischen Tochter die Förderfähigkeit durch das Land erhalten wird. Die Neufassung der Stadterneuerungsrichtlinien des Landes macht die Umstrukturierung der EG DU notwendig. Demnach würden zwar ihre Projekte noch gefördert, aber nicht mehr die Kosten etwa für Personal, wenn die Stadt 100 Prozent der Anteile halten würde. Uneingeschränkte Förderung gibt es nur, wenn so genannte fremde Dritte zu 50 Prozent an den Anteilen/Stimmrechten beteiligt sind.
„Wir haben uns gefragt, wie stellen wir uns als Stadt auf und welchen privaten Partner kann man ansprechen, der in der Bevölkerung akzeptiert ist”, schildert OB Sauerland die ersten Überlegungen und fügt hinzu: „Der erste Wunsch war die Bürgerstiftung. Sie ist parteipolitisch neutral und vertritt alle Bürger.” Inzwischen sei die Vorarbeit für den Ratsantrag geleistet. Er geht jetzt durch verschiedene Ausschüsse – und Adolf Sauerland hofft, dass er im Rat zumindest mehrheitlich, schöner wäre einstimmig, beschlossen wird.
„Seit zehn Jahren besteht die EG DU. Das Landesbauministerium hat die Projekte konstruktiv begleitet. Dabei ging es nicht nur um Häuser bauen, sondern um soziale, ökonomische und interkulturelle Entwicklung”, machte EG DU-Geschäftsführer Maschke deutlich.
Kroll betonte: „Wir sind in der EG DU ganz gut Zuhause. Wir haben haben auf Eigenständigkeit Wert gelegt, weil wir für neutrales und bürgerschaftliches Engagement stehen. Wir gehen selbstbewusst in die Beteiligung.” Manfred Berns, Geschäftsführer der Bürgerstiftung, hob hervor, dass mit dieser Partnerschaft Neuland betreten werde, dass gleichzeitig auch Modellcharakter habe. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Prozess mit dem Land abgestimmt wurde. Kommt die Anteilsübertragung (die Gremien der Bürgerstiftung müssen noch zustimmen) zustande, wird es auch einen neuen Aufsichtsrat geben. (p.s.)

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