Haftbefehle gegen Söhne beantragt

Zwei Tage nach der Schießerei in Marxloh mit einem Toten und einer Schwerverletzten hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen zwei Söhne der Frau beantragt. Die beiden Brüder (24 und 16) stehen im Verdacht, auf ihre Mutter und deren Bekannten geschossen zu haben. Das bestätigt der leitende Staatsanwalt Garip Günes-Böhm am Dienstagmorgen unserer Redaktion.

Zu den Hintergründen der Tat mag sich der Staatsanwalt noch nicht äußern: „Das ist noch Spekulation.“ Auch in welchem Verhältnis die beiden Opfer zueinander stehen, sei noch nicht eindeutig geklärt. Klar ist nur, dass der 29-Jährige und die 42-Jährige zusammen in der Wohnung eines Hauses an der Grillostraße waren, als es zu der Bluttat kam. Nachbarn hatten Schüsse gehört und die Polizei alarmiert. Die Beamten fanden kurz darauf die Leiche des Mannes in der Wohnung. Die Obduktion hat ergeben, dass er eine Schuss- und mehrere Stichverletzungen aufwies, deren Kombination tödlich war, so Günes-Böhm. Die Frau kam mit einer Schussverletzung im Bauch ins Krankenhaus. Nach einer Not-OP ist sie nach Auskunft der Ärzte mittlerweile stabil.

Die beiden Brüder sind noch auf der Flucht, auch von den Tatwaffen fehlt jede Spur. Weder eine Durchsuchung des Schwelgernparks am Montagabend noch einer Wohnung in Marxloh in der Nacht zum Dienstag brachten der Polizei bislang Erfolg. Derzeit werden Zeugenaussagen und Spuren vom Tatort ausgewertet; die Fahndung läuft.