Hämmern und Sägen beim Infoabend

Künstliche Gelenke zum Anfassen erlebten nun die Besucher des Infoabends im BG Klinikum Duisburg. Dr. Peter-Michael Hax informierte über Hüft- und Kniegelenkersatz. „Hauen Sie mal drauf!“, animierte der Leiter des Endo-Prothetik-Zentrums die Besucher, er bohrte und sägte, um den Zuschauern zu zeigen, wie eine Knieprothese bis auf die letzten Hammerschläge perfekt sitzt – natürlich nur am Knochenmodell. Die Besucher durften mit Originalinstrumenten ausprobieren, wie ein Unfallchirurg bei einer Gelenkersatzoperation vorgeht.

Im Rahmen der Veranstaltung standen zwei Vorträge zum Thema Endoprothetik auf dem Programm. Medziner Dr. Nikolaus Brinkmann und Physiotherapeutin Nina Marx informierten die Besucher darüber, wann eine Knie- und Hüftendoprothese sinnvoll ist, welche Implantat-Modelle es gibt und wie es nach der OP in der Rehabilitation weitergeht.

Manches davon war sicher für Viele neu. So berichtete Brinkmann den Anwesenden etwa, dass künstliche Knie und Hüften immer am Computer mit skalierten Röntgenbildern und digitalen Implantatschablonen so geplant werden, dass die exakte Größe der benötigten Implantate in der Regel schon vor der OP bestimmt werden kann. Auch Marx hatte Überraschendes parat: „Einmal vors Bett, lautet bei uns die Devise am Tag nach der OP.“ Denn dann geht es meist direkt mit der Physiotherapie los. Eine frühe Mobilisation der Patienten sei gerade bei künstlichen Kniegelenken wichtig.

Ziel der Veranstaltung sei es auch gewesen, Ängste vor einer Gelenkersatzoperation zu zerstreuen, so Dr. Peter-Michael Hax. Gerade bei Patienten mit schwerem Gelenkverschleiß (Arthrose) liegen die Vorteile des Gelenkersatzes laut Hax auf der Hand: „Die modernen künstlichen Knie- oder Hüftgelenke ermöglichen den Patienten ein deutliches Plus an Lebensqualität.“

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