Großer Ansturm auf Freibäder in Duisburg

Luca (10), Jana (8) und Luca (6) wissen, wie sie am besten der hochsommerlichen Hitze trotzen: Sie planschen im Wedauer Freibad am Wolfssee.
Luca (10), Jana (8) und Luca (6) wissen, wie sie am besten der hochsommerlichen Hitze trotzen: Sie planschen im Wedauer Freibad am Wolfssee.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Temperaturen kletterten am Freitag auf über 30 Grad. Insgesamt 6650 Besucher kamen in die Freibäder, um sich abzukühlen.

Duisburg.. Das Kinderlachen ist schon von Weitem zu hören. Es ist der erste heiße Tag der Badesaison, und für viele Duisburger ist der Besuch im Freibad ein Pflichttermin. „Den ersten richtigen Sommertag merkt man natürlich sofort in den Freibädern“, sagt Jürgen Dietz, Leiter von Duisburg-Sport. „Das ist bei den Temperaturen bestimmt in ganz Deutschland heute so.“

Zumindest für Duisburg und das Revier stimmt diese Einschätzung. „Das ist bisher der beste Tag der Saison“, sagt Frank Skrube, Sprecher des Freibads Wolfssee an der Sechs-Seen-Platte in Wedau. Er rechnet mit rund 2000 Gästen. „Aber noch ist der Sommer nicht da, unseren Rekordtag aus dem vergangenen Jahr mit 6700 Besuchern werden wir heute nicht erreichen.“ Immerhin, am Freitag waren insgesamt 6650 Menschen in Duisburgs Bädern, um sich abzukühlen.

Familienkolonnen pilgern los

Auch die städtischen Mitarbeiter im Homberger Freibad erwarten einen großen Ansturm. „Heute wird’s richtig voll“, sagt die hübsche Kassiererin freudestrahlend voraus. Bis zu 1200 Besucher könnten kommen, glaubt sie (es kamen 900). Ganze Familienkolonnen pilgern zum Bad an der Schillerstraße.

Adrian (13) und Sascha (11) haben Hitzefrei, als sie Rückwärtssalti vom Beckenrand machen wollen, meckern Erwachsene, die gemütlich ihre Bahnen ziehen wollen. Verboten, erwischt, Mist! Sie warten also lieber auf die Krake, ein großes Wasserspielzeug. Aber der Rettungsschwimmer schüttelt den Kopf: Das Becken ist zu voll. Keine Chance.

„Ich bin so oft wie möglich hier“, sagt Lennard Holz (15). Er hat sich 2013 für die Bürgerinitiative eingesetzt, damit der Stadtrat das Freibad nicht schließt. „Wenn wir jetzt nicht hingehen, war ja alles umsonst.“

Ein Mitarbeiter öffnet den Dreier. Sofort spurten viele Jugendliche zum Sprungturm. Jetzt gibt’s Salti, Hampelmänner – und Arschbomben, die die Mädchen am Beckenrand nass spritzen. Sie kreischen, das motiviert die Jungs.

Spritzattacken im Nichtschwimmerbecken

Auch im Nichtschwimmerbecken ist Action. Eltern fangen ihre Kinder auf, die mit Schwimmflügeln die kleine Rutsche heruntersausen; andere spielen Wasserball mit dem Nachwuchs oder müssen sich gegen Spritzattacken verteidigen. Die nassen Gegenangriffe lösen quietschendes Gelächter aus.

Auf der Liegewiese ist es dagegen ruhig. Dort bräunen sich Sonnenanbeter und tauschen Neuigkeiten aus der Schule, dem Büro oder dem Fußballverein aus. „Ich komme schon hierhin, seit ich sechs Jahre alt bin“, sagt Waltraud Meerkamp (62). Solche Geschichten gibt’s rund um Duisburger Becken viele. „Ich bin hier aufgewachsen“, sagt Anika Stolarski (31), die mit ihren drei Kindern gekommen ist. Sie möchte, dass ihr Baby, das im Herbst auf die Welt kommt, ebenfalls mit dem Kombibad groß wird.

Doch Chlorwasser allein ist für einen perfekten Freibadbesuch bei perfektem Wetter zu wenig, wissen Adrian und Sascha: „Pommes und Currywurst gehören einfach dazu.“ Die gibt’s natürlich auch.