Große Tümmler bekommen Fisch in „1a Restaurantqualität“

Die Delfine, die im Zoo Duisburg leben, gehören zur Art der „Großen Tümmler.“ Sie leben in freier Wildbahn in Küstennähe in Buchten in einer Wassertiefe von etwa dreieinhalb Metern. Die sechs Becken im Delfinarium sind rund fünf Meter tief und fassen rund drei Millionen Liter Salzwasser. Das Salz wird übrigens vor Ort beigemischt. Getrunken wird das Wasser allerdings nicht. „Delfine vertragen kein Salzwasser. Sie nehmen ihre Flüssigkeit über die Nahrung auf“, erklärt Zoo-Direktor Achim Winkler. Das Futter besteht aus Sprotten, Heringen oder Makelen, die der Tierpark vor Grönland fangen lässt. „Vor Grönland deshalb, weil dort die Quecksilber-Belastung nicht so hoch ist. Das ist 1a-Restaurantqualität“, betont Winkler. Alle paar Monate bekommt der Zoo die Ware tiefgekühlt geliefert. Durchschnittlich frisst ein Delfin acht Kilo Fisch pro Tag.

Die Nase befindet sich bei Delfinen übrigens oben am Kopf, ein Atem- und Blasloch. Dieses ermöglicht ein schnelles Ein- und Ausatmen, wenn die Delfine zum Luft holen an die Wasseroberfläche kommen. Beim Tauchgang können die Delfine die Nasenöffnung verschließen, so dass kein Wasser in die Nase und die Lungen eindringt. Über das Maul atmen können Delfine nicht. Luft holen müssen Delfine regelmäßig, denn anders als die Fische, die über ihre Kiemen den nötigen Sauerstoff aus dem Wasser entnehmen, besitzen Delfine Lungen und müssen somit an die Wasseroberfläche.

Beim Schlafen haben die Säugetiere ein Auge geöffnet und ein anderes geschlossen. Das liegt daran, dass sie eine Gehirnhälfte abschalten und schlafen, und mit der anderen wach sind. In der Natur schützen sie sich so vor Feinden oder Artgenossen, die sie von ihrem Platz vertreiben wollen.

Die Großen Tümmler sind die einzigen Delfine, die es noch in Duisburg gibt. Früher konnte man sich auch mal Jacobita- oder Flussdelfine und sogar Wale anschauen. Dr. Wolfgang Gewalt, der damalige Zoo-Direktor, und seine Mitarbeiter reisten extra nach Südamerika, um die Tiere zu beobachten, zu fangen und anschließend auszustellen. Ähnliches hatte er auch mit dem Wal vor, der sich in den 1960er Jahren im Rhein verirrte. Doch der entwischte ihm.

Der letzte Weißwal, Ferdinand, der noch im Zoo lebte, wurde 2004 nach San Diego gebracht. Damit schloss sich das Kapitel der Wale in Duisburg.